3 – – – times

Am 11. September war ich wieder mal im Theater Stadelhofen. Ein Haus, welches insbesondere im Puppen-, Objekt- und Figurentheater starke Akzente setzt und ein spannendes Programm für das junge Publikum anbietet. Angelockt hat mich ein internationales Theaterprojekt über das Kind-Sein und Erwachsen-Werden.

Wie im Titel sichtbar, gliedert sich die Vorstellung in drei Teile. Drei junge Künstlerinnen aus drei Ländern – Österreich, der Schweiz und Luxemburg – präsentieren Duette, welche die Kindheit und Vergänglichkeit thematisieren. Die drei Teile fokussieren Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft. In jedem Teil spielt jeweils ein Kind mit einer erwachsenen Person. Diese Konstellation erzeugt eine greifbare und anhaltende Spannung.

Im ersten und zweiten Teil begegnen die Kinder sich selber als erwachsene Personen und umgekehrt. Da solche Begegnungen in der Realität nicht möglich sind, entsteht auf der Bühne eine wunderbare und fesselnde Magie. Es werden unmittelbare Blicke in die Vergangenheit und in die Zukunft möglich. Die Sehnsucht des Kindes, endlich erwachsen zu sein, kontrastiert mit der Sehnsucht des Erwachsenen, wieder so klare Vorstellungen über die Zukunft zu haben wie damals als Kind. Was ist von den Träumen übriggeblieben? Welches sind die wirklich wichtigen Momente im Leben?

Im dritten Teil nehmen uns ein Mädchen und ein erwachsener Mann mit auf eine Zeitreise.

Ich habe dichte 70 Minuten erlebt. Auch die anwesenden Schülerinnen und Schüler ab 8 Jahren liessen sich berühren. Gespielt wird ohne Bühnenbild. Gesprochen wird eine einfache und klare Sprache (hochdeutsch).

Für mich nehme ich mit: Ein achtsamer Umgang mit sich selber und der persönlichen Lebenserfahrung lohnt sich.

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