Ästhetische Expeditionen 06_30 bis 13_30

SPUREN ENTDECKEN

Acht spurenentdeckende Klassen der Stufen KU bis 2. Primarklasse begaben sich während eines halben Tages als Karton-Forschende auf Expedition.

Dabei wurde bereits beim Betreten des Gebäudes im forschenden Modus nach Spuren gesucht, welche es uns ermöglichen, die Augen, die Finger und die Ohren als Forschungsinstrumente zu erfahren. Durch Betasten und Beobachten der vielfältigen Wandoberflächen im Gebäude konnten die Forscherinnen und Forscher bereits auf dem Weg in die Lernwerkstatt Fantasie-Forschung betreiben. So wurde eine Wand schon bald als Drachenhaut, als Ziegeldach oder Fischschuppenhaut interpretiert, eine andere als Wellkarton-Fläche oder Fingerspitzenkitzel-Maschine.

Angekommen in der Lernwerkstatt waren die Schülerinnen und Schüler bereits mitten im Forschungsmodus.

Die erste Etappe der Karton-Fantasie-Expedition führte mit dem Expeditionselement  „Gewohnte Welt“ zu sinnlichen Wahrnehmungsmöglichkeiten, welche Karton auf vielfältige Weise erfahrbar machte. Riechen, schmecken (essen!), hören, anschauen, tasten… und plötzlich war uns allen klar:

Karton ist Karton ist nichtKarton!

UNADJUSTEDNONRAW_thumb_7d9d

Der gemeinsame Austausch über die neuen Erkenntnisse über Karton und den gewohnten Gebrauch im Alltag wurde ausführlich verhandelt und schliesslich durch zwei Forschungskolleg*innen – einem Hasen und einem Huhn – durchkreuzt.  Die Unzufriedenheit (Expeditionselement „Unruhe“) vom Huhn, dass eine leere Katonkiste doch kein Geburtstagsgeschenk sein kann, wurde genauer untersucht.

Dabei traten die jungen Forscherinnen und Forscher (Expeditionselemente „Forschungsinstrument“ / „Experimentellen und Erfinden“) mit der Karton-Fantasie-Forschung dieser Fragestellung mutig entgegen und aus dem spielenden und gestaltenden Umgang mit einem multifunktionalen Material und Klebeband wurden viele theatrale Spuren entdeckt.

UNADJUSTEDNONRAW_thumb_7de3

Das Augenmerk wurde in diesem Spielformat einerseits darauf gelegt, dass die Vielfalt der individuellen Gestaltungs- und Spielideen der Forschenden Raum bekommen und diese in einfacher und direkter Weise sichtbar und hörbar werden. Andrerseits konnten aus den individuellen Zugängen zum Spiel, welche in Form unterschiedlicher Spielformen der Spielentwicklung erkennbar wurden, auch Inhalte, Themen, Spielgeschichten gesehen und gehört werden. Ausgehend von diesen Spuren wurde schliesslich versucht, Wege zu kleinen theaterästhetischen Szenen zu finden und… die Unterhaltung zwischen Huhn und Hase unterstützend mit entstandenen Ideen, zu bereichern.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*