Die Wörterfabrik

EQUIPE WISS

Das Kleintheater Luzern lädt zur Premiere ein. Begleitet von einer dreiköpfigen Kinderjury treten wir in den zur Fabrik umgestalteten Raum.

„Willkommen in meiner Fabrik“, sagt die Chefin, „hier stelle ich alle Wörter her, die es nur gibt“. Hier muss jedes Wort gekauft und in den Kopf gebracht werden, bevor man es sagen kann. Die Chefin ist ganz reich: Sie hat viele Worte. Sie kann diese auch phantastisch singend erklingen lassen. Die Mitarbeiter Oskar, Paul und Marie haben ganz selten eines. Mal ein aus der Fabrik geklautes, auf den Geburtstag geschenktes oder mühsam erarbeitetes Wort. So schuften die drei an den Wortmaschinen – lustvoll umgesetzt mit Schlagzeug, Kontrabass, Klavier und wundersam entstehenden Ballonen.

Bestellungen gehen ein, z.B. vom Bäcker, der ganz anderes benötigt als der Zoodirektor – vielleicht die heimliche Liebschaft der Chefin – oder der Sportreporter. Apropos Liebe: Wie können Oskar und Paul ohne die passenden Worte ihre Liebe zu Marie kund tun? Und, kann man Worte lieben?

Die Wörterfabrik ist ein sinnlich, philosophisches Theaterstück voller Klänge und Poesie. Es hat neben mir auch die Jurykinder während der knappen Stunde in den Bann gezogen. Auf meine Frage, was für sie die Top-3 des Stückes waren, entstand in Sekundenschnelle eine Top-10- Liste mit Highlights des Stücks. Auf der Reise nach Hause machte sich bereits die Tiefe und Nachhaltigkeit des Stücks hörbar; angeregt diskutierten die drei, welches Wort sie als erstes kaufen würde – und ob es eines gibt, das das aller wichtigste ist …?

 

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