FRAGENFRAGEN Luzerner Schultheatertage 2019

Prologveranstaltung vom 17.Oktober 2018

Am 17. Oktober 2018 ging mit 13 spielbegeisterten Lehrpersonen im Theaterpavillon Luzern die Einstiegsveranstaltung der 31. Luzerner Schultheatertage über die Bühne.

Lehrpersonen aus der ganzen Zentralschweiz, die sich für die Teilnahme an den Luzerner Schultheatertagen interessieren, wurden zu einem ersten Spiel-Arbeitstreffen, dem Prolog, eingeladen. Ziel war es, praktische Spielimpulse, thematische Anregungen und Ideen zu formalen Gestaltungsmöglichkeiten von Bühnenproduktionen durch konkretes Erproben zu erleben. Zudem wurden Hilfestellungen zur zeitlichen Ablaufplanung, allgemeine Informationen zu den Schultheatertagen sowie zur Einbettung und zum Festivalverlauf vermittelt.

             

Ausgehend von einer sich verwandelnden Rauminstallation und einer durch den Nachmittag führenden „Bild-Frage-Spiel-Präsentation“, welche grosse und kleine, gewohnte und ungewohnte, überraschende und geheimnisvolle Fragen hervorbrachten, spielten wir mit Fragen und befragten diese aufs Neue. Denn:

Wiederkehrend tauchten sie auf und immer wieder auch da, wo wir sie nicht erwarteten: die Fragen. Sie warfen mit erstaunlicher Treffsicherheit und Unbekümmertheit ein Licht auf das Unbeantwortete, das Vergessene oder auf etwas, für das eigentlich nie Zeit da ist: auf die unerklärbaren Dinge.

Die Fragen verleiteten zur Auseinandersetzung und brachten die gewohnte Welt in Unruhe. Sie bewegten in fast unmerklicher Weise unser Denken. Und manchmal klärten Fragen das Unerklärliche. Oder wir versuchten es zumindest. Denn – gibt es auf jede Frage eine Antwort? Und was machen wir, wenn wir sie finden? Und was – wenn nicht? Oder wenn der einen Frage die nächste folgt und somit die Frage eine weitere Frage nach einer Frage fragt… Wie dem auch sei, Fragen fragen nach dem, was wir wissen, erfahren, herausfinden, verstehen, begreifen, erleben möchten und uns nicht loslassen, bevor eine Entdeckung oder eine Erkenntnis gemacht werden konnte. Und was, wenn es schliesslich mehrere davon gibt? Also von den Fragen, oder den Antworten. Was wenn die Eindeutigkeit zu Gunsten verschiedener Möglichkeiten zurücksteht?

 

Spätestens zu diesem Zeitpunkt stand den spiel- und experimentierfreudigen Lehrpersonen durch das Erlebnis einer theaterästhetischen und performativen Auseinandersetzung mit «FRAGENFRAGEN» nichts mehr im Wege. Im Gegenteil. Sie führte uns in direkter Weise zur Frage der Fragen: Woher kommen eigentlich die Ideen!

 

 

 

Ein Kommentar zu “FRAGENFRAGEN Luzerner Schultheatertage 2019

  1. Ich konnte es nicht verkneifen auch nach meiner Pensionierung den Blog zu besuchen. Zur Zeit habe ich das Privileg mit vielen Fragen unterwegs (zur Zeit auf Sardienen) zu sein. Der Blog-Besuch hat sich gelohnt.

    Das scheint eine super fruchtbare Veranstaltung gewesen zu sein. Text und Bilder vermitteln das eindeutig. Dieses explorative Unterwegs sein knüpft präzise dort an, wo die Erfahrungshungrigen und Lernwilligen stehen. Und wenn das Fragen zudem noch mit Handeln, Probieren, Scheitern, Anders-Probieren verbunden ist, wird der Wissenszuwachs optimal – besser, passgenau im einzelnen ‚Schüler‘ – abgespeichert. So macht Lernen Freude und Spass. Es erzeugt Lust nach mehr.

    Es ist eine Freude, aus der Ferne mitzubekommen, wie in der ‚Ideenfabrik‘ Theaterpädagogik an der PHLU gearbeitet wird.

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