Dramaturgisch Gestalten – Verwandlungsprozesse

Fokus 2

Am 19. Februar 2019 nahmen sechs interessierte Lehrpersonen  am Forschungslabor_2 „Wahre Lügen – gestalten und verwandeln“ teil.

Gemeinsam schauten wir hinter die Kulissen von wahren Lügen, fragten uns, ob die Wahrheit eine Lüge ist und untersuchten ob die Wahrheit die Lüge braucht, weil vielleicht die Lüge wahrer ist als die Wahrheit!

Beim Betreten des „Spiel-Raumes“ erwartete die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine „wahre Lügeninstallation“. Die Ausgangslage hierfür war eine im Voraus lancierte Sammlung anonym beantworteter Fragen in Bezug auf Lüge und Wahrheit.

  • Welche ist deine beste Notlüge?
  • Welche Geschichte hast du erlogen, um andere zu beeindrucken?
  • Welche Lüge hast du erfunden, um andere zu schätzen?
  • Welche Lüge bereust du?
  • Was ist für dich wirklich wahr?

 

 


Die zusammengetragenen Antworten wurden den verschlossenen Couverts entnommen und als „Wahres Lügennetz“ in Verbindung zueinander gebracht.

Die Installation begehend lenkten wir beim Lesen der Statements individuell den Fokus auf jene Inhalte, die etwas in uns in besonderer Weise irritierten, beunruhigten, überraschten. Nach einem ersten „Leserundgang“ wurde die Installation, nach wie vor im spielenden Modus, zu einem Ort des Austausches, in dem die Teilnehmenden ausgehend von gelesenen Geschichten ihre Gedanken, Erfindungen, neue Lügen, Behauptungen, Fantasien oder Wahrheiten in spontanen Dialogen mit den anderen Spielenden teilten.

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Theater mit Resonanz

Künstlerische Kunstvermittlung  – direkt!

Nachbereitung eines Theaterbesuches aus den Gastspielreihen des ZTP.

Ende Januar 2019 konnte eine 3./4. Klasse aus dem Schulhaus Maihof Luzern während einer Woche zusammen mit einer Theaterpädagogin des Zentrums Theaterpädagogik künstlerische Kunstvermittlung hautnah erleben. Dabei begingen die Schülerinnen und Schüler über einen künstlerisch-ästhetischen Weg einen kreativen Gestaltungsprozess bis hin zur eigenen kreativen Komposition am Ende der Woche.

Diese künstlerische Weiterbearbeitung wurde angeregt durch den Besuch des Theaterstückes „Nox“, das die Klasse im Rahmen der Gastspielreihe „Theaterperlen“ besucht hatte. Ausgehend vom gemeinsamen Reflektieren des besuchten Theaterstückes wurde über die Kunstform Theater ausgetauscht. Dabei setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit dem Unerwarteten, dem Fremden und der Zeichenhaftigkeit von Theater auseinander.

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Theaterwoche im Schulhaus

Fairplay – erleben – erfahren – erspielen!

Das schukulu-special-Angebot „Theaterwoche im Schulhaus“ ist ein Angebot für alle Schulklassen und Lehrpersonen im Kanton Luzern, die unter der Leitung einer professioneller Theaterpädagogin neue künstlerische Arbeitsweisen unmittelbar erleben und die vielen Facetten eines theatralen Gemeinschaftswerkes erproben möchten.

Für eine Begegnung und Zusammenarbeit dieser Art entschieden sich auch die Lehrpersonen und die Schülerinnen und Schüler einer 3./4. Primarklasse aus Rothenburg und tauchten während den vergangenen zwei Monaten in einen theaterästhetischen Prozess ein. 

Unter der Spielleitung einer Theaterpädagogin des ZTP und in Zusammenarbeit mit der Lehrperson begann das Projekt mit ersten theaterpädagogischen Spieleinheiten. Gleichzeitig wurde über mehrere Wochen durch Kreativaufgaben (in regulären Schulfächern verortet)  eine kunstspartenübergreifende Recherchephase  zum Thema „Fairplay“ eröffnet. Ausgehend von dieser Spurensuche und Sammelphase setzten sich die Spielenden durch Spielformen des Theaters intensiv mit der gewählten Thematik auseinander. Dabei konnten sie durch ergebnisoffene und experimentelle Arbeitsweisen künstlerische Prozesse  – wortwörtlich – am eigenen Leib erfahren. Als Schauspielerinnen und Schauspieler wurden die körpereigenen Ausdrucksmittel im Dienste der thematischen Auseinandersetzung in direkter Verbindung erfahrbar.  Der gesamte theaterästhetische Prozess wurde ausgehend von Spielinteressen und Ideen der Klasse gestaltet.

Dabei entstand das Gemeinschaftswerk „ANIMALS UNHAPPY? HAPPY?!?“, das am 13. Februar 2019 im Schulhaus Konstanzmatte Première feierte und vor andern Klassen und den Eltern mit grosser Spielfreude, viel Schwung und genüsslich integriertem Schluss-Fest-Apéro präsentiert wurde. 

Wenn das nicht Fairplay ist?

 

Ponkunnam

Die kleine Stadt am goldenen Hügel.

Eine Theaterexpedition in Südindien. Von Daniella Franaszek, Theaterpädagogin beim Zentrum Theaterpädagogik.

Es ist Samstagmorgen und vor der öffentlichen Bibliothek reihen sich eine Menge Schuhe.
Die Luft schwirrt von Stimmen – 21 Mütter, 15 Kinder und ein paar Jugendliche warten neugierig auf den Theaterworkshop “ Ist 7 viel? – Fragenfragen” der in ein paar Minuten beginnen wird. 
Ordentlich wird jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer im Buch eingetragen, das vor der Bibliothek liegt.
Wir sind bereit. Der schmale, lange Korridor der Bibliothek ist eingerichtet: Stühle liegen kreuz und quer, aufeinander getürmt oder hängen kopfüber am Fensterrahmen, Schnüre durch den Raum gespannt. Und überall hängen, liegen oder verstecken sich Fragen. 47 Fragen. Alle aus dem Buch “Ist 7 viel?”.
Vor dem Raum ein Brief, der zu einer Expedition, einer Entdeckungsreise einlädt. 

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TheaterLuft

Ein Lehr-Lernmittel mit Spiel- und Verfahrensweisen zur Umsetzung theaterästhetischer Prozesse. Zusammengestellt von Ursula Ulrich und Regina Wurster. 

Neu als Spiel-Kartei und als Spiel-Fächer erhältlich!

Das Lehr-und Lernmittel ist beim Zentrum Theaterpädagogik der Pädagogischen Hochschule Luzern (PHLU) und bei der Beratungsstelle Theaterpädagogik der Pädagogischen Hochschule der Fachhochschule Nordwestschweiz (PH FHNW) erhältlich.

Online bestellbar unter www.phlu.ch/ztp

Spiel-Box-THEATERLUFT

Spiel-Fächer THEATERLUFT

Vo wo bisch?

Theater Kolypan

Ein Besuch an der Schulvorstellung für Primaschüler*innen der 2. und 3. Klasse im Fabriktheater in Wollishofen, Zürich.

Ob beste Freunde für immer oder beste Freunde für den Moment? Das spielt im Wilden Westen eigentlich gar keine Rolle. Hauptsache Freunde! Vielleicht sogar Freunde fürs Leben. Im regen Wechsel anwesender Charaktere, welche äusserst dynamisch, überraschend voller Spielkraft und herrlich musikalisch dem gemeinsamen Alltag auf „Silbersee“ entspringen, sind die Grenzen zwischen Fremdsein und Freundschaft jedoch ständig in Bewegung. Denn seit neustem wird der „Silbersee“ sowohl als Altenheim als auch als Schüler*innenhort genutzt. Und das fordert heraus. Verlockt zu wilden Streichen. Benötigt Respekt! Aber das ist gar nicht so einfach. Sind doch die aufeinandertreffenden Menschen sehr unterschiedlich. Deren Verschiedenheit ruft förmlich nach Vorurteilen und löst Berührungsängste und Konflikte aus.

Wäre da nicht Karl May und der Grossvater von Karla dem Hortmädchen, welche mit ihren Erzählungen ein Stück Weltgeschichte sichtbar und spürbar machen und im wilden Ritt durch die Gemeinschaftsraum-Prärie die Spuren der innigen Bluts-Bruderschaft von Winnetou und Old Shatterhand nutzen, um neue Freundschaften zu knüpfen. Ein echtes Freundschaftsabenteuer mit Schoko-Kuss-Schatz am „Silbersee“!