Theaterwoche im Schulhaus

Fairplay – erleben – erfahren – erspielen!

Das schukulu-special-Angebot „Theaterwoche im Schulhaus“ ist ein Angebot für alle Schulklassen und Lehrpersonen im Kanton Luzern, die unter der Leitung einer professioneller Theaterpädagogin neue künstlerische Arbeitsweisen unmittelbar erleben und die vielen Facetten eines theatralen Gemeinschaftswerkes erproben möchten.

Für eine Begegnung und Zusammenarbeit dieser Art entschieden sich auch die Lehrpersonen und die Schülerinnen und Schüler einer 3./4. Primarklasse aus Rothenburg und tauchten während den vergangenen zwei Monaten in einen theaterästhetischen Prozess ein. 

Unter der Spielleitung einer Theaterpädagogin des ZTP und in Zusammenarbeit mit der Lehrperson begann das Projekt mit ersten theaterpädagogischen Spieleinheiten. Gleichzeitig wurde über mehrere Wochen durch Kreativaufgaben (in regulären Schulfächern verortet)  eine kunstspartenübergreifende Recherchephase  zum Thema „Fairplay“ eröffnet. Ausgehend von dieser Spurensuche und Sammelphase setzten sich die Spielenden durch Spielformen des Theaters intensiv mit der gewählten Thematik auseinander. Dabei konnten sie durch ergebnisoffene und experimentelle Arbeitsweisen künstlerische Prozesse  – wortwörtlich – am eigenen Leib erfahren. Als Schauspielerinnen und Schauspieler wurden die körpereigenen Ausdrucksmittel im Dienste der thematischen Auseinandersetzung in direkter Verbindung erfahrbar.  Der gesamte theaterästhetische Prozess wurde ausgehend von Spielinteressen und Ideen der Klasse gestaltet.

Dabei entstand das Gemeinschaftswerk „ANIMALS UNHAPPY? HAPPY?!?“, das am 13. Februar 2019 im Schulhaus Konstanzmatte Première feierte und vor andern Klassen und den Eltern mit grosser Spielfreude, viel Schwung und genüsslich integriertem Schluss-Fest-Apéro präsentiert wurde. 

Wenn das nicht Fairplay ist?

 

Ponkunnam

Die kleine Stadt am goldenen Hügel.

Eine Theaterexpedition in Südindien. Von Daniella Franaszek, Theaterpädagogin beim Zentrum Theaterpädagogik.

Es ist Samstagmorgen und vor der öffentlichen Bibliothek reihen sich eine Menge Schuhe.
Die Luft schwirrt von Stimmen – 21 Mütter, 15 Kinder und ein paar Jugendliche warten neugierig auf den Theaterworkshop “ Ist 7 viel? – Fragenfragen” der in ein paar Minuten beginnen wird. 
Ordentlich wird jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer im Buch eingetragen, das vor der Bibliothek liegt.
Wir sind bereit. Der schmale, lange Korridor der Bibliothek ist eingerichtet: Stühle liegen kreuz und quer, aufeinander getürmt oder hängen kopfüber am Fensterrahmen, Schnüre durch den Raum gespannt. Und überall hängen, liegen oder verstecken sich Fragen. 47 Fragen. Alle aus dem Buch “Ist 7 viel?”.
Vor dem Raum ein Brief, der zu einer Expedition, einer Entdeckungsreise einlädt. 

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TheaterLuft

Ein Lehr-Lernmittel mit Spiel- und Verfahrensweisen zur Umsetzung theaterästhetischer Prozesse. Zusammengestellt von Ursula Ulrich und Regina Wurster. 

Neu als Spiel-Kartei und als Spiel-Fächer erhältlich!

Das Lehr-und Lernmittel ist beim Zentrum Theaterpädagogik der Pädagogischen Hochschule Luzern (PHLU) und bei der Beratungsstelle Theaterpädagogik der Pädagogischen Hochschule der Fachhochschule Nordwestschweiz (PH FHNW) erhältlich.

Online bestellbar unter www.phlu.ch/ztp

Spiel-Box-THEATERLUFT

Spiel-Fächer THEATERLUFT

Vo wo bisch?

Theater Kolypan

Ein Besuch an der Schulvorstellung für Primaschüler*innen der 2. und 3. Klasse im Fabriktheater in Wollishofen, Zürich.

Ob beste Freunde für immer oder beste Freunde für den Moment? Das spielt im Wilden Westen eigentlich gar keine Rolle. Hauptsache Freunde! Vielleicht sogar Freunde fürs Leben. Im regen Wechsel anwesender Charaktere, welche äusserst dynamisch, überraschend voller Spielkraft und herrlich musikalisch dem gemeinsamen Alltag auf „Silbersee“ entspringen, sind die Grenzen zwischen Fremdsein und Freundschaft jedoch ständig in Bewegung. Denn seit neustem wird der „Silbersee“ sowohl als Altenheim als auch als Schüler*innenhort genutzt. Und das fordert heraus. Verlockt zu wilden Streichen. Benötigt Respekt! Aber das ist gar nicht so einfach. Sind doch die aufeinandertreffenden Menschen sehr unterschiedlich. Deren Verschiedenheit ruft förmlich nach Vorurteilen und löst Berührungsängste und Konflikte aus.

Wäre da nicht Karl May und der Grossvater von Karla dem Hortmädchen, welche mit ihren Erzählungen ein Stück Weltgeschichte sichtbar und spürbar machen und im wilden Ritt durch die Gemeinschaftsraum-Prärie die Spuren der innigen Bluts-Bruderschaft von Winnetou und Old Shatterhand nutzen, um neue Freundschaften zu knüpfen. Ein echtes Freundschaftsabenteuer mit Schoko-Kuss-Schatz am „Silbersee“!

Knapp e Familie

Theater Sgaramusch

Überglücklich stehen sie in der neuen und ersten gemeinsamen Wohnung. Sie und er. Eine Frau und ein Mann. Und es scheint, dass das Glück noch mehr wird, wenn sie beginnen, die neue Wohnung einzurichten. Im Nu und beschwingt, schon fast von Zauberhand wie es scheint, entsteht vor den Augen der Zuschauenden eine faszinierende Wohnungseinrichtung, die keinen Wunsch offen lässt. Da stehen eine Lampe, ein Tisch und Stühle. Vorhänge werden aufgehängt, am Kleiderständer eine Krawatte. Alles perfekt! Ausser das nichts das ist, was es in Wirklichkeit wirklich ist! Und dennoch oder deshalb – alles ist als perfektes Glück zusammengerückt. Doch «irgendöppis fählt!» «Was?» «Es Chind.» In rasantem Spiel steigern sich die beiden Erwachsenen in die Welt ihrer Vorstellungen. Mit Kind. Ohne Kind. Mit einem kleinen Kind, das man so schön warm im Arm halten kann. Mit einem grösseren Kind, mit dem man sich unterhalten kann. Oder aber – nein – was, wenn dieses Kind französisch spricht? Und sie als Eltern nicht? Nicht verstehen geht ja auch gar nicht! Darum auch die schnelle Entscheidung, das Kind dann doch besser vor eine französische Haustür zu legen. Schliesslich soll er oder sie, also Mädchen oder Junge (?) sowieso einmal Tierarzt werden. Und wenn es mal gross ist sicher nie ausziehen. Denn die Vorstellung vom Ausziehen trifft dann die Frau und den Mann doch schon ziemlich hart. Was, wenn sie plötzlich wieder alleine sind mit sich – also als Paar – ohne Kind?

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Kunstspartenübergreifende Arbeitsweisen

Fokus 1

Am 15. Januar 2019 trafen sich sieben interessierte Lehrpersonen im Forschungslabor „Wahre Lügen“!

Ausgehend von einer einleitenden Recherche zur thematischen Ausgangslage direkt vor Ort entstand eine Sammlung von Begriffen, die Zugänge ermöglichten, hinter die Kulissen von wahren Lügen zu schauen und sich zu fragen, ob die Wahrheit eine Lüge ist oder ob die Wahrheit die Lüge braucht, weil vielleicht die Lüge wahrer ist als die Wahrheit?! Ausgehend von einem ausgewählten Begriff wurde eine individuelle Phase des Kreierens mit unterschiedlichem transparentem Plastik eröffnet. Die Teilnehmerinnen gestalteten – inspiriert durch den gewählten Begriff und die leitende Frage «Was machen das Material und der gewählte Begriff mit mit?» – Raum-Installationen, Objekte, Kostüme.

In einem weiteren Schritt konnten davon ausgehend musikalische Miniaturen (gestaltet mit Stimme, Instrumenten, Klängen, Geräuschen) entwickelt und aufgenommen werden. Darauf aufbauend wurde aus den jeweiligen Elementen eine Museums-Situation initiiert, in welcher die Installationen, die Begriffe und die musikalischen Miniaturen als kleine Komposition in sich geschlossen präsentiert und gegenseitig besucht werden konnten.

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Für immer und nie

Theater Kumpane

Besucht von Kathrin Brülhart Corbat.

Das Bett steht in der Wohnung der Mutter. Mira kann nicht schlafen. Sie möchte nicht mehr Miranda heissen. Mira klingt schöner…. Mira freut sich auf das Glacé essen mit Rico. Rico ist ihr Kollege, ab Morgen vielleicht ihr Freund. Miras Eltern leben nicht mehr zusammen. Eine Mira-Gedanken-Stimme erzählt aus dem Off in kurzen prägnanten Sätzen das Geschehen. Die Textfragmente (von Andry Beyeler) mischen sich mit Rhythmen und eindrücklichen Klängen. Die drei Tänzerinnen (Tina Beyeler, Lucia Gugerli, Angie Müller) ziehen das Publikum sofort in den Bann: es entstehen grossartige Bilder – Bewegungen dienen als Reflexionsebene, das soeben Gehörte wird tanzend verdaut oder vorausschauend angedeutet. Gespielt wird mit vielen kleinen Kisten, die immer wieder neue Räume erschliessen. Einmal befinden wir uns zum Beispiel am Küchentisch, an dem die Eltern Mira eröffnen, dass sie sich trennen. Danach ist nichts mehr so, wie vorher. Spannend sind auch die fliegenden Rollenwechsel, der drei Tänzerinnen: mal sind sie die Eltern von Mira, dann die machohaften, pubertierenden Jungs in Miras Klasse; dann schlüpfen sie in die Rolle der Schulfreundinnen. Die Tanz-Theater-Gruppe Kumpane thematisiert mit „Für immer und nie“ auf einfühlsame Art das Thema Trennung und darüber hinaus das Befreiende, das eine Trennung mit sich bringen kann; den Aufbruch, der in der Luft liegt. Für alle ab 9 Jahren.

Billy de Kid

Theater Katerland

Das Saallicht im Nordportal in Baden geht aus, und irgendwo im Westen (oder Western) treffen wir, gemeinsam mit einem Saal voller Jugendlicher auf ihn – Billy de Kid – wie er sich nennt. Verführt durch die Klänge von Livemusik finden wir uns wieder in einem kleinen amerikanischen Ort namens Süsswasser, ein Synonym für Langeweile, Angepasstheit und ewig währender Belanglosigkeit, denn Süsswassser kennt keine Tränen. So jedenfalls sieht Lucy ihr Dorf.

Er, Billy, hat jedoch soeben die Bank überfallen. Und die geschwätzige Lucy ist seine Geisel. Vorerst jedenfalls. Denn – endlich kommt Bewegung ins Dorf und Lucy`s Gedanken kreisen überraschend unmittelbar und frech bereits um den Ausgang der Geschichte: sie will die Heldin sein, wie dies in jedem echten Western eine Frau sei!

Je länger die beiden zusammen „Überfall mit Geisel“ erleben, umso hartnäckiger und direkter werden Lucy`s Fragen in Bezug auf die Beweggründe von Billy, diese Bank zu überfallen und sie als Geisel zu nehmen. Nach und nach erkennt sie auch eine andere Seite an ihm und beschriebt ihn als „Kastanie“. Stachelige Schale…. und darin ein trauriger und verunsicherter Junge, der versucht, den Weggang seines Vaters dadurch zu verstehen, indem er die in seinen Augen Schuldigen für diese verletzende Lebenssituation anzuklagen und zur Rechenschaft zu ziehen versucht.

Das Einschreiten des Sherif bringt zwar nicht das von Billy geforderte Duell. Es bringt vielmehr eine neue Sichtweise – und schliesslich eine Heldin. Genauso, wie sie sich Lucy vorgestellt hat.

 

Theaterperlen 2018 für ein junges Publikum

Bühne frei für die Gastspielreihe Theaterperlen!

Zum 19. Mal finden diesen Herbst die Theaterperlen statt. Auch dieses Jahr haben wir wiederum eine spannende Auswahl professioneller Theaterstücke für Kinder und Jugendliche gesucht und gefunden.

Aufgrund der guten Rückmeldungen der Klassenzimmerstücke ist dieses Jahr für die 3. – 6. Klasse «Das war der Hirbel» im Programm. Das Theater Katerland kommt zu Ihnen ins Schulzimmer und zeigt eine berührend lustvolle Produktion um das Anderssein.

Alle ausgewählten Stücke tragen der ästhetischen Bildung Rechnung, die Themenvielfalt lässt sich bestens in Vor- und Nachbereitung vertiefen und im Schulalltag einbetten. Gerne weisen an dieser Stelle auf das Angebot „Theater mit Resonanz“ hin. Im Rahmen dieses schukulu-special-Angebotes kommt auf Wunsch der Lehrperson eine Theaterpädagogin nach dem Theaterbesuch direkt ins Schulzimmer und bereitet mit der Klasse das Stück während 2 oder 4 Stunden, während eines Tages oder gar einer Woche sowohl künstlerisch als auch thematisch nach.

Dank einem äusserst guten Zusammenspiel zwischen der DVS, dem Zentrum Theaterpädagogik und den Theaterperlen-Veranstalter/innen in Luzern, Ruswil, Sursee, Schüpfheim, Willisau und Sarnen können auch dieses Jahr thearale Perlen mit viel Emotionen, Sinnlichkeit und Nachhaltigkeit erleben werden – im ganzen Kanton und darüber hinaus!

Lassen Sie sich von der sorgfältig zusammengestellten Auswahl von Kinder- und Jugendproduktionen inspirieren und ermöglichen Sie Ihrer Klasse auch dieses Jahr eine lustvolle Auseinandersetzung mit der künstlerischen Umsetzung von aktuellen Gesellschaftsthemen.

Für Kurzentschlossener gibt ein noch  wenige frei Plätze!

 

Unterricht kreativ gestalten!

Ab Anfang November 2018 erweitert das Zentrum Theaterpädagogik seinen „Spielraum“ und breitet im Pädagogischen Medienzentrum (PMZ) der PH Luzern den grünen Ideenteppich aus. Ab dem 7. November erwartet Sie jeden Mittwoch zwischen 14.00h und 16.00h eine Theaterpädagogin im PMZ.

Im spontan entstehenden Austausch mit interessierten Lehrpersonen und Studierenden werden an konkreten Unterrichtsinhalten direkt vor Ort gemeinsam kreative Inputs, theaterpädagogische Spielformen, ästhetische Gestaltungsideen oder Modelle und Medien passend zur jeweiligen Unterrichtsthematik gesucht. Dieses Beratungsangebot kann zufällig oder geplant, einmalig oder wiederkehrend genutzt werden. Eine Voranmeldung ist nicht notwendig.

Sind auch Sie auf der Suche nach kreativen Ideen?

Dann auf zum grünen Teppich!