Ästhetische Expedition 5 „Kartonkids“

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Mit den „Kartonkids“ startete im März 2017 die fünfte Ästhetische Expedition. Ausgehend von Kartonkisten und Klebeband begegneten die Kindergartenkinder im Alter von 4-6 Jahren mit grosser Neugierde und Entdeckungslust dem multifunktionalen Material.
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Im leergeräumten Kindergarten bespielten die jungen Expeditionsteilnehmerinnen schon bald die leergeglaubte Burg, spezielle Autos wurden konstruiert, Unterschlupf für Tiere gebaut und zweckmässige Objekte wie i-Pad, Fotoapparate, Handys und Hundeknochen aus Kartonfetzen und Klebeband in die entstandenen Geschichten eingebaut. Während der Phase des Konstruierens zeigten sich in ersten spontan entstandenen Interaktionen bereits interessante Themenfelder, welche im weiteren Spielprozess als inhaltliche Ausgangspunkte weiterverfolgt werden können.

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Ästhetische Expedition 4 „Röhrenteenes“

 

blog_img_5991  RöhrenNetzWerk

Eingebettet in die Schultheatertage 2017 startete im August 2016 die vierte ästhetische Forschungswerkstatt. Die Spielenden sind Teilnehmer*innen einer Theaterwahlfachklasse (1.-3. ORST).

Im Zentrum des gemeinsamen Forschungsprozesses steht die theaterästhetische Auseinandersetzung mit der Ausgangslage NETZ. Wunsch und Ziel der Gruppe ist es, eine Bühnenproduktion zu entwickeln, ausgehend von ihren Vorstellungen, Ideen, Themen. In der praktischen Umsetzung bezieht sich die Theaterwerkstatt auf Erkenntnisse, welche aus den „ästhetischen Expeditionen I-III (2012-2016)“ hervorgegangen sind und verfolgt einen Prozess „vom gestaltenden Individuum zum theateralen Gemeinschaftswerk“ (vgl. ästhetische Expeditionen).

Als grundlegendes und weiterzuentwickelndes Element der Gestaltung wurde die Arbeit mit einem Material und Klebeband, diesmal mit dem Objekt „Röhre“

(in unterschiedlicher Form, Grösse, Beschaffenheit) initiiert.

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Ausgehend von dieser Auseinandersetzung wurden von den Spielenden in einer Phase des „Spiels mit Material“ überraschend vielfältige Zugänge

(musikalisches, räumliches, technisches, szenisches Gestalten) gewählt.

Die dadurch ausgelösten Experimente führten im anschliessenden Reflexionsgespräch unter Einbezug der leitenden Denkformel zu Diskussionen, durch welche die Spielenden selbst ihre Theaterverständnisse und Vorstellungen befragten und sich selbst als Kreierende und zugleich Forschende erlebten. Aus dieser Reflexionsrunde eröffnete sich zudem für die Spielleitung eine erste mögliche Fragerichtung, welche basieren auf Aspekten der Aktionsforschung in den Fokus genommen werden könnte. Dabei steht das Hinterfragen gewohnter Handlungs- und Reaktionsweisen im Vordergrund und lenkt den Fokus auf einen bewussten Unterbruch im Umgang mit den Zuschreibungen „richtig und falsch“.

 

Sehnsucht nach Anerkennung II

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Im Rahmen einer Impulsveranstaltung des PMZ der PH Luzern konnten das Zentrum Theaterpädagogik zusammen mit dem Zentrum Menschenrechtsbildung unter der Leitung von Ursula Ulrich und Thomas Kirchschläger am 29.6.2016 der „Sehnsucht nach Anerkennung“ nachgehen.

Die Sehnsucht nach Anerkennung stellt für Kinder in ihrer Kindheit ein zentrales und entscheidendes Bedürfnis dar. Anerkennung, verstanden als Grundlage der Interaktion zwischen Menschen, spielt in der Erfahrung der Kinder über sich selbst und deren Mitmenschen als Subjekte von und mit Verantwortung eine grosse Rolle. Entsprechend ist die Qualität pädagogischer Beziehungen sehr wichtig. Dabei können Aspekte der ästhetischen Bildung, welche ein kreatives Agieren im Anerkennungsverhältnis voraussetzen, ein zentrales Bildungsmittel sein. Aktuelle Erkenntnisse aus der Theaterpädagogik werden im künstlerischen Tätigsein in direkter Weise erprobt. Die darunter liegende Haltung wird anhand des eigenen künstlerischen Schaffens in Verbindung gebracht mit der Grundhaltung der Anerkennungspädagogik und in direkter Weise mit den Inhalten der Kinderrechte verknüpft.

Im Modus Ästhetischer Forschung näherten sich die Kursteilnehmerinnen unter Einbezug verschiedener Zugängen dem Begriff Anerkennung. Kurze Sequenzen aus einem Fachtext, lebensweltliche Bezüge sowie eine gestalterische Auseinandersetzung mit Büchern und Klebeband spielten dabei eine zentrale Rolle. Das geschaffene Setting (offener Kreativauftrag ohne Zeitbeschränkung oder Nützlichkeitserwartung) eröffnete einen Raum, implizitem Handlungswissen nachzugehen und durch die individuelle Auseinandersetzung mit dem Begriff der Anerkennung auf verschiedenen Ebenen zu kollektiven Erfahrungen und Erkenntnissen zu gelangen.

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Im Anschluss an die gestalterische Auseinandersetzung liessen sich aus diesem kurzen „Forschungssetting“ im gemeinsamen Reflexionsgespräch Indikatoren ableiten, welche ein Handeln in Anerkennungsverhältnissen fassbar machen.

IMG_4876_kompDas Handeln in Anerkennungsverhältnissen kann so beschrieben werden, dass alle an Bildungsprozessen beteiligten Individuen als Subjekte erkannt und anerkannt werden; ihr Wissen, ihre Erfahrungen und ihre Empfindungen sind relevant und werden durch Beziehungen produktiv und in einen respektvollen Dialog einbezogen. Dabei werden den Individuen Zugänge und Handlungsräume zu möglichen anderen Selbst- und Weltverständnissen eröffnet.

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Wenn Verschiedenheit und Veränderbarkeit als grundlegende Aspekte einer anerkennenden Bildung mitverhandelt werden, kann zu einer kritischen Auseinandersetzung mit Identifikation und Zugehörigkeit in Bezug auf sich, die Mit- und Umwelt angeregt werden. Dabei spielt auch ein Hinterfragen der stark geprägten Begriffe Wirklichkeit, Möglichkeit und Wahrheit eine wichtige Rolle. Ergänzt durch die Chancen, partizipative und soziale Verfahren, den Einbezug einer Vielfalt von Ausdrucksformen und einen sensibilisierten Umgang mit Sprache ergänzend in den Fokus rücken, wird Anerkennung in Bezug auf die pädagogische Praxis zur Aufforderung auf zwei Ebenen.

 

Einerseits fragt sie nach Bildungssettings, die Anerkennung zulassen. Diesbezüglich können beispielsweise Methodenvielfalt sowie aus den Fähigkeiten, dem Wissen und den Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler geschaffene Formate pädagogischen Handelns in Anerkennungsverhältnissen wegweisend sein. IMG_4881_kompIMG_4883_komp

 

Andererseits ist ein permanentes Hinterfragen von Denk- und Handlungsweisen im Sinne stetig veränderbarer Konstruktionen gefordert.

Dabei spielen das Überwinden von Begrenzungen und das Hinterfragen von Gewohnheiten, Zuschreibungen oder Bewertungen, die durch persönliche Haltungen geschaffen sind, eine zentrale Rolle. Und nicht zuletzt wurde offensichtlich, dass das Erfahren und Ermöglichen von Anerkennungsverhältnissen zudem einen neuen Blick auf den Umgang mit der Zeit sowie mit wertfreien und zweckfreien Räumen wirft.

 

 

 

 

 

Ästhetische Forschung und Praxisentwicklung

BAKÄM-Tagung Berlin

15. und 16. Februar 2016

Die diesjährige BAKÄM-Tagung widmete sich dem Thema ästhetische Forschung und Praxisentwicklung. Dabei standen ästhetische Erfahrungen, deren Produktivität und der Austausch darüber im Mittelpunkt. Diskussionsrunden, Präsentationen und praktisch angelegte Laborsituationen wechselten sich ab. Im Zentrum stand somit das wechselwirkende Handeln zwischen Austausch und persönlichen Erfahrungen.

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Im Labor III „Spuren einer Denkfigur in ästhetischen Expeditionen“ konnten die Klassenlehrperson der Werkstatt 3 und ich gemeinsam die Erkenntnisse aus der „Werkstatt-Trilogie“ (vgl. Blog) in Form eines Forschungslabors zur Diskussion stellen. Dabei wurde mittels ästhetischer Forschung der aus der zweiten Forschungswerkstatt „Rollenkids“ hervorgegangenen Denkfigur des Anerkennungsverhältnisses nachgegangen.  Die sinnlich-emotionalen Gestaltungsfreiräume, wurden durch das Material „alte Zeitungen und Klebeband“ geleitet. Mittels dieser Materialvorgabe konnte die Denkfigur, welcher das Überschreiten von Grenzen, das Hinterfragen von Gewohntem also auch das Entdecken von Ungeahntem inhärent ist, auf unterschiedlichste Weise und durch individuelle Zugänge erfahrbar in den Raum gebracht werden.

 

IMG_0072“ Symbol Kugel:

  • aus einem Element
  • erst aus der Summe heraus möglich“.

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Diese Erkenntnis aus dem Labor erinnert an das Zitat von Annedore Prengel, „Gleichheit verstanden als Gleichwertigkeit von Differierendem“, und spricht für eine Erkenntnis in Bezug auf Heterogenität.

 

IMG_0052Ausgehend von diesen gesammelten Erfahrungen und den unterschiedlichsten Zugängen zu dieser Denkfigur (handelnd, denkend, konstruierend, experimentierend, verwerfend, …) wurde aus dem „Eigenen im Anderen“ kollektive Erkenntnisse herausgearbeitet. Dabei stellte sich die Frage, welche Handlungsfelder die Denkfigur während des Prozesses entweder bei den Gestalter_Innen / Forscher_Innen auslöste oder aber welche Erkenntnisse durch das gemeinsame Agieren im Raum entstanden, während oder nach der Phase des Gestaltens und Experimentierens. Die Erfahrung der Transformation durch das „Andere“, das „Kollektiv“, wurde auf folgendem Plakat erkennbar:

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Ich bin davon überzeugt, dass die individuellen Prozesse der Subjektbildung sich dadurch auszeichnen, dass auf der Grundlage von rationalem Abwägen von Motiven, Mitteln, Zwecken und Folgen einer Handlung (oder eines Unterlassens) mögliche Wege, Folgen oder auch neue Optionen – immer unter Einbezug der eigenen Befindlichkeit – erfahren oder verwerfen zu können.

 

 

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“ (Die Puppe) … hat sich entpuppt – beim Machen gezeigt, durch Tun entwickelt, und (ges? ents?)chärft“.

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Dazu fallen mir die Worte von Jörg Zirfas ein: „Die ästhetische Erfahrung lässt am Bewussten das Unbewusste erahnen, am Begreiflichen das Unbegreifliche und am Manifesten das Latente spürbar werden.“

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Weiter wurden Machtverhältnisse, Zeichenhaftigkeit, kalkulierbare und kontingente Handlungsräume sowie Dekonstruktion der Konstruktion angesprochen und im Zusammenhang mit ästhetischer Bildung diskutiert.

Bilder: Claudia Conte

Ästhetische Expedition 3 „Bücherkids“

„Spuren einer Denkfigur“

Forschungswerkstatt der „Werkstatt-Trilogie“ mit den „Bücherkids“

einer 4. Primarklasse aus Luzern

Seit 2012 führt das ZTP das Forschungsprojekt «Werkstatt-Trilogie» durch. Mit den „Bücherkids“ wird das Forschungsprojekt abgerundet. Dieses wurde August bis Dezember 2015 mit einer 4. Klasse und deren Lehrperson (Luzern) sowie in Zusammenarbeit mit dem Entwicklungsschwerpunkt ESP Heterogenität und der Abteilung F&E der PH Luzern durchgeführt und mit Methoden der Aktionsforschung befragt.

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Dabei wurde kunstspartenübergreifend zum Thema Glück und Unglück philosophiert, gespielt, gestaltet, gemalt, … Basierend auf den Erkenntnissen der vorangehenden Werkstätten „Kistenkids“ und „Rollenkids“ wurde während des theatral-performativen Gestaltungsprozesses der Frage nachgegangen, welche „Spuren“ durch einen sensibilisierten Umgang in Anerkennungsverhältnissen (vgl A. Scherr 2004) erkennbar werden.

Ein erster Einblick…

 

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Zur Zeit werden die kollektiven Erkenntnisse aus dem praktischen Prozess evaluiert und diskutiert, um in Bezug auf die übergeordnete Haltung der Anerkennung Handlungsfelder zu definieren, welche aus der Praxis abgeleitet und als leitenden Kategorien wiederum in die Praxis einfliessen können. Die entstandene Bühnenproduktion wird an den die Schultheatertagen im Juni 2016 nochmals gespielt.

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Die Erkenntnisse werden voraussichtlich im Sommer 2016 in Form eines abschliessenden Evaluationsberichtes sowie auf einer Webseite öffentlich gemacht.

Bilder: Claudia Conte

Begabungsförderung in der Gestaltungswerkstatt

Am 31.10.2015 ging in Olten die Tagung des Netzwerks Begabungsförderung und dem LISSA-Preis über die „Bühne“.

Am Vormittag ermöglichten drei unterschiedlich ausgerichtete Referate einen Zugang zum Tagesthema. Der Nachmittag galt der konkreten Schulpraxis. Projekte verschiedenster Schulstufen, die der Förderung überfachlicher Kompetenzen besonderes Augenmerk schenken oder sich der Verbindung von fachlichen und überfachlichen Kompetenzen im Unterricht mit spezieller Berücksichtigung der Begabungsförderung widmen, wurden in Ateliers vorgestellt.

Im Rahmen des Atelier 5 konnte die „Werkstatt-Trilogie“ des ZTP, welche sich seit 2012 mit der Thematik „Heterogenität als Potenzial“ beschäftigt, vorgestellt werden.

Durch ein erstes spielbasiertes Intro wurde der Fokus vom traditionellen Theaterverständnis (Ausgangslage Text) ohne Umschweife auf die Materialität der „Textbeheimatung“ – sprich, auf das Papier gelegt. Das Textpapier wurde umgehend Grundlage für ein gemeinsames Gestalten eines Bühnenraumes, in welchem sich ein Gartenzwerg und ein Schneewittchen (aus der Textvorlage entsprungen) als Protagonisten in eine eben erfundene Welt entführen liessen. Ausgehend von einer Anmerkung einer Teilnehmerin, „da kommt man ja richtig ins Spielen“, wurden im Anschluss an diesen Gestaltungsinput die Themen wie   „anknüpfen ans eigene Spiel“, „Zusammenhänge zwischen Spielentwicklung und Theaterspiel“ „Konzentration durch Material“, „Umgang mit Unvorhergesehenem und Unplanbarem“ aufgenommen.

Anhand von Praxisbeispielen, welche zusammen mit der Klassenlehrperson der aktuellen Werkstattklasse (Claudia Conte, Luzern) thematisiert wurden, konnten darauf aufbauend Verbindungen zu bisherigen Erkenntnissen der „Werkstatt-Trilogie“ mit vielen praktischen Beispielen gezogen werden. Es wurde deutlich, dass kunstspartenübergreifende Gestaltungs- und Theaterprojekte es ermöglichen, die Ausdrucksvielfalt der Kinder heterogener Klassen mit Methodenvielfalt aufzugreifen. Vielfältig angelegte Gestaltungsräume sollen zudem den Kindern  Möglichkeiten schaffen, die individuelle Arbeit am „Eigenen“ und damit ihre Begabungen als Teil eines gemeinsamen Ganzen erfahren zu können. Die Suche und das Fragen nach Eigenen, der Bezug zu „Selbstgeschaffenen“, die Beziehung zu eigens Gestaltetem und Kreiertem spielen dabei eine zentrale Rolle. Sie hinterlässen, wie dies der Einblick in die beiden bereits evaluierten Teilwerkstätten zeigte, eine positive Wirkung auf das Selbstkonzept, damit verbunden auf den Selbstwert und drauf aufbauend auf die Gemeinschaft. Dazu verhalf ein dafür entwickeltes Format, welches auf ästhetisch-künstlerisches Gestalten basiert und gemeinsam mit theaterpädagogischen Arbeitsweisen die Ziele ästhetischer Bildung verfolgt. Dabei steht das Fragen vor dem Wissen, das ergebnisoffene Suchen, Experimentieren und Recherchieren vor der Vorstellung eines fertigen Produktes und das Bewusstwerden und Erproben eigener Fähigkeiten im Zentrum – Und ein ästhetisches Bildungsprojekt, das „begabungsfördernde Schule“ macht, zur praktischen Weiterentwicklung im Raum.

 

Internationales Schulleitungssymposium Zug

Vom 2.- 4. Sept. 2015 fand in Zug das internationale Schulleitungssymposium zu Themen wie Bildungsqualität, Bildungsorganisationsentwicklung und Bildungsmanagement statt. Der Anlass bot Akteuren aus der Praxis sowie aus Wissenschaft und Verwaltung die Möglichkeit, Ideen und Erfahrungen auszutauschen. Vorträge, Symposien, Workshops und Podiumsdiskussionen eröffneten einen breiten Einblick in die Bildungswelt. Das Zentrum Theaterpädagogik konnte im Rahmen eines Workshops das Forschungsprojekt „Werkstatt-Trilogie“ unter dem Label „Mit Vielfalt auf Vielfalt reagieren – Vom gestaltenden Individuum zum theatral-performativen Gemeinschaftswerk“ vorstellen.

Im Zentrum des Workshops stand eine gemeinsam erarbeitete Auslegeordnung zur Begrifflichkeit Theaterpädagogik in der Schule. Allgemeine Vorstellungen, Zuschreibungen und Erwartungen in Bezug auf Theater in der Schule wurden als Diskussionsgrundlagen gesammelt. Im Zentrum dieser kleinen Erhebung durch die Teilnehmenden standen unter anderem Stichworte wie „Rollenspiel, Rollenverteilung, lustvoll Ausprobieren, Publikum, der Status von Theater, Chaos und Neuordnung, Zwänge.“

Basierend auf dieser gemeinsamen Ausgangslage wurde das Forschungsprojekt vorgestellt und der Zusammenhang zur Heterogenität und zur praktischen Umsetzung im Sinne gelebter Schul-Kultur erläutert werden. Dabei wurden Verbindungen zu Ästhetik, Bildung und Lebenswelt gezogen um die Bedeutung für die Schule genauer darzulegen. Daraus wiederum konnten durch praktische Erfahrungssettings konkrete Bezüge zur ästhetischen Bildung, zur Anerkennungspädagogik und zur Spielentwicklung persönlich erlebbar gemacht werden. Abschliessend diskutierten die Teilnehmenden über entstandene Fragen und Eindrücke zum Forschungsprojekt und die dabei gemachten Erfahrungen als Grundlage für wiederum neue Fragen, Möglichkeiten, Zweifel… . Anstelle der oben genannten Assoziationen zu „Theater in der Schule“ wandelten sich die in einer abschliessenden Runde erhobenen Begriffe sichtlich. Theaterspezifische Themen wie „Publikum“ und „Rolle“ machten übergreifenden Fragen zur Legitimation, zum Bildungszeck von Schule, zum Umgang mit Heterogenität als Potenzial Platz. Auch die zentrale Frage nach der Haltung der Spielleitung stand als zentraler Aspekt im Zentrum der Neuerkenntnisse. Aus dem lustvollen Ausprobieren entwickelte sich Partizipation, aus Chaos und Neuordnung erwuchsen Begriffe wie Mut, Risikobereitschaft und die grosse Thematik der Grenzzone als Bildungsverhältnis, die wiederum in direkter Verbindung mit Raum und Zeit diskutiert werden konnte.

Sehnsucht nach Anerkennung

 

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Eine ästhetische Gestaltungswerkstatt.

Ästhetische Gestaltungsmomente und Kinderrechtsbildung treffen aufeinander. Dabei treten Aspekte der ästhetischen Bildung, welche ein Agieren im Anerkennungsverhältnis voraussetzen, als zentrales Bildungsmittel in den Mittelpunkt. Aktuelle Erkenntnisse aus der Spiel- und Theaterpädagogik werden im künstlerischen Tätigsein in direkter Weise erprobt. Die darunter liegende Haltung wird anhand des eigenen künstlerischen Schaffens in Verbindung gebracht mit der Grundhaltung der Anerkennungspädagogik und in direkter Weise mit den Inhalten der Kinderrechte verknüpft. Anerkennung, verstanden als Grundlage der Interaktion zwischen Menschen, spielt in der Erfahrung der Kinder über sich selbst und deren Mitmenschen als agierende Subjekte eine grosse Rolle.

Im Vordergrund steht dabei die Frage nach der Entwicklungs- und Bewegungsmomenten der Persönlichkeit der Lehrperson, die notwendig sind, um in einem Anerkennungsverhältnis zu unterrichten.

Gemeinsam mit den aktuellen Erfahrungen aus der Theaterpädagogik als Teil der ästhetischen Bildung und der Kinderrechtsbildung werden Inhalte und Methoden verknüpft. Im Vordergrund steht dabei die Frage nach der Entwicklungs- und Bewegungsmomenten der Persönlichkeit der Lehrperson, die notwendig sind, um anerkennend im Unterricht zu wirken.

Dabei gehen wir ästhetisch forschend folgenden Fragen nach, welche durch das individuelle Handeln im Sinne ästhetischer Bildung neue subjektive Erkenntnisse ermöglichen:

Was bedeutet eigentlich Anerkennungsverhältnis? Wie gehe ich mit Anerkennung und Respekt mit Kindern um? Was bedeutet das für die Persönlichkeit der Lehrpersonen? Was sind Kinderrechte? Welches sind die Grundlagen künstlerischen Schaffens? Und wie verbinde ich Kinderrechte und Anerkennungspädagogik in künstlerischem Ausdruck im schulischen Alltag?

Dabei sind Installationen, Präsentationen, Performances… entstanden, die individuelle Wirkungen hinterlassen und eine Vielfalt von Themen anklingen liessen.

 

Nachklang 1

Nachklang 2

 

Ästhetische Bildung; Theaterwerkstatt 2 „Rollenkids“

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„Vom individuellen Gestalten zum theatralen Gemeinschaftswerk“

eine Forschungswerkstatt mit einer 4. Primarklasse aus Luzern

Ein erster Einblick…

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Erste Erkenntnisse zu …

«Geschichteninseln»

ich weiss um die «Geschichten in mir»

«Leerspielen»

ich spiele mich frei von fremden Bildern

Theatrale «Zeichen» einsetzen

ein  Rubin ist kein Rubin ist ein Rubin

Vertiefung durch «Gestalten»

wenn ich gestalte, bin ich

                                                                    

 …werden diskutiert und beschrieben…

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Kompetenzorientierung in der Theaterpädagogik; vom gestaltenden Individuum zum theatralen Gemeinschaftswerk.

Kompetenzorientierung per se.

Ein leerer Raum. Papierrollen. Klebebandrollen. Und Kinder, die es kaum erwarten können, loszulegen, zu gestalten, zu falten, zu kleben, zu rollen, zu entrollen und entfalten, zu zerreissen und auszulegen, zu experimentieren und fokussieren, zu entwickeln und zerstückeln, glattzustreichen und …

Es wachsen Bäume und es wandeln Gespenster, es posieren Bräute und stumm beobachtet die still entstandene Büste aus dem Augenwinkel das sanfte Kanonenkugelblasen der nahen Burg. Astronauten landen nahe dem Thron der Königin. Ob sie die Schatzkarte finden? Der Schneider ist bereit für seinen Einsatz. Und fortwährend werden neue Rollen entwickelt. Besuch aus der Steinzeit kündigt sich an, da müssen unbedingt neue Schuhe her. Und der Teppich, ist er schon ausgerollt?

Ob mit oder ohne Textvorlage – theaterpädagogisches Arbeiten ist längst aus den Kinderschuhen der „stofforientierten Unterrichtskultur“, in welcher Theater spielen noch „Texte auswendig lernen und aufsagen“ bedeutete – gewachsen. Das Zentrum Theaterpädagogik versteht theaterpädagogisches Arbeiten als Teil der ästhetischen Bildung im Sinne gestalterischer und künstlerischer Vermittlungs- und Unterrichtstätigkeit. Basierend auf einer ressourcenorientierten Grundhaltung werden dabei fachliche und überfachliche Kompetenzen im künstlerischen Schaffen erworben und weiterentwickelt.

Im Rahmen eines kunstpädagogischen Projektes steht Weiterlesen

Ästhetische Bildung; Theaterwerkstatt 1

Ästhetische Bildung; Theaterwerkstatt

Ästhetische Bildung; Theaterwerkstatt

Bericht Theaterwerkstatt

Forschungsprojekt «Theaterwerkstatt»

Integriert in die Schultheatertage konnte dieses Jahr zum ersten Mal das Forschungsprojekt «Theaterwerkstatt» durchgeführt werden. Die Initialzündung für das Pilotprojekt vom ZTP gaben zwei zentrale Entwicklungen, welche in Bezug auf theaterpädagogische Projekte in Schulen seit geraumer Zeit immer mehr spürbar wurden und sich offensichtlich verdichteten:

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