Projekte machen Schule

Erich Lipp, Leiter des Zentrums Impulse Projektunterricht und Projektmanagement (ZIPP) der PH Luzern hat im Schulblatt Thurgau aufgezeigt, weshalb Projektunterricht in der Schule so wichtig ist und was es dabei zu beachten gibt.

Projekte gehören heute zum Alltag, sowohl im beruflichen als auch privaten Bereich. Kein Lebensbereich ist mehr auszumachen, in dem nicht einmalige, zeitlich begrenzte, neuartige und meist interdisziplinäre Vorhaben eine Rolle spielen. Entsprechend wichtig ist es für Schülerinnen und Schüler, mit den Methoden und Vorgehensweisen bei unbekannten Problemstellungen umgehen zu lernen. Es gehört zur Aufgabe der Schule, Schülerinnen und Schüler das Rüstzeug zum selbstständigen und kooperativen Arbeiten mit auf den Weg zu geben: Nicht nur die Sekundarstufe I setzt Akzente beim Projektunterricht. Nein, auch Primarschulen unterrichten projektorientiert, sei dies beispielsweise in einer Projektwoche oder in der Freiarbeit. Weiter führen auch einzelne Gymnasien Projektwochen durch, damit die Jugendlichen durch die Projektmethode Grundlagen für ihre Maturarbeit erlernen. Zudem kennen die Berufsschulen eine Vertiefungsarbeit, die ebenfalls projektorientiert angelegt ist. Weiterlesen

Von der Vision zum Schulzimmermodell

Dozent Andreas Hellmüller baut im Fach «Textiles und Technisches Gestalten» mit den Studierenden Schulzimmermodelle. Im Rahmen des Moduls «Raum – Architektur» setzen sie sich mit der Wirkung der architektonischen Umwelt und dem Mitgestalten von neuen Schulräumen auseinander und sie entwerfen Raummodelle nach aktuellen pädagogischen Vorstellungen. «Die Projektarbeit zeigt den Studierenden auf, dass die Modelle mehr als nur Puppenhäuser sind und wie sie das Thema dereinst in ihren eigenen Unterricht integrieren können», sagt Andreas Hellmüller.

 

«Ein Unterrichtsraum muss für mich ein Raum sein, der das Denken beflügelt.»

«Ein Unterrichtsraum muss für mich ein Raum sein, der das Denken beflügelt.»

Herr Hellmüller, Studierende der PH Luzern haben zum Thema «Raum – Architektur» Schulzimmermodelle entwickelt und gebaut. Wozu dient diese Aufgabenstellung?

Es geht darum herauszufinden, wie dieses grosse Thema mit künftigen Lehrerinnen und Lehrern gewinnbringend bearbeitet werden kann. Im Gegensatz zu anderen Themen im Textilen und Technischen Gestalten (TTG) geht es hier um grosse Dimensionen und um komplexe Zusammenhänge. Für die Auseinandersetzung mit Raum und Architektur ist das Modell sehr gut geeignet, weil es anschaulich ist und viele verschiedene Aspekte sichtbar macht.

Und wie passt die Auseinandersetzung zum Thema Raum und Architektur in die Lehrpersonenausbildung?

Auf der einen Seite sollen die künftigen Lehrerinnen und Lehrer sensibilisiert werden, wie die architektonische Gestaltung auf Menschen wirkt. Sie erwerben Fachwissen und lernen die Schulräume geschickt einzurichten. Wenn es um Um- oder Neubauten geht, sollen sie sich konstruktiv und kompetent einbringen können.

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