Diplomfeier der PH Luzern vom 18. November 2016

Die PH Luzern diplomiert mehrmals im Jahr Lehrpersonen, die einen Weiterbildungsstudiengang (CAS, DAS, MAS) erfolgreich abgeschlossen haben. Der Prorektor Weiterbildung Prof. Dr. Jürg Arpagaus hat die Feier mit ein paar Worten; auch zur Entwicklung der Weiterbildung für Gymnasiallehrpersonen eröffnet.

Geschätzter Regierungsrat Reto Wyss, werter Rektor Hans-Ruedi Schärer, liebe Absolventinnen und Absolventen, sehr geehrte Gäste und liebe Kolleginnen und Kollegen der PH Luzern und der PH Zug, ich begrüsse Sie alle ganz herzlich zur heutigen Diplomfeier der PH Luzern hier im Kultur- und Kongresszentrum Luzern (KKL).

An der heutigen Diplomfeier werden Zertifikate und Diplome von acht unserer 24 Weiterbildungsstudiengängen (CAS, DAS, MAS) abgegeben. Es könnten heute 115 Personen ein Zertifikat bzw. ein Diplom nach erfolgreichem Abschluss entgegennehmen, und zwar 37 Männer und 78 Frauen, die zu 48% aus dem Kanton Luzern kommen. Ein Blick auf die Einladung zeigt uns die Vielfalt der Weiterbildungsabschlüsse: DAS Schulleiter/in, CAS Kooperative Schulführung, CAS Schulmanagement, CAS Mit Führungserfahrung eine Schule leiten, CAS Mentoring & Coaching im Lehrberuf, CAS E-Learning Design und CAS Klassenlehrer/in an Gymnasien.

Es freut mich ausserordentlich, dass Weiterlesen

The ABCs of How We Learn – An inspiring book for educators

The last 26 days I made a journey through a new alphabet of learning. Daniel Schwarz, Jessica Tsang and Kristen Blair’s book for teachers and learners was my guide from “A” for Analogy to “Z” as Zzzzzz … for consolidating the memories of the day. Here a short report of my journey.

The ABCs of How we Learn. 26 Scientifically Proven Approaches, How They Work, and Why to Use Them”, is the title of a new book published by W.W. Norton & Company in 2016. The cover of the book shows the letters “ABC” and animals playing and dancing. It reminds me of a book for kids to learn the alphabet; a book that is understandable and very pedagogical. As I flicked through the book I found at the end of each chapter references to important research papers on the topic and a one page summary. This structure und references convinced me to start reading; and I read the book within 26 days; each day a letter.

The unforgettable journey begun with “A for Analogy. – Finding the general principle”, followed by “B for Belonging – Silencing anxiety and buying” in and “C for Contrasting Cases – Discerning critical information.” Each chapter covers a brief “definition”, sections of “how it (e.g. analogy) works”, “how to use it to enhance learning”, “the outcomes of A”, a section whether people learn to teach “A” themselves or not, the risks of “A”, examples of good and bad use, references and a very helpful summary. The references within the text from one topic to another inks ideas and concept to a nice network. Weiterlesen

Der Lehrer ist tot – Es lebe der Lehrberuf!

Den Lehrer oder die Lehrerin gibt es nicht mehr. Der Lehrberuf beschreibt heute ein hoch ausdifferenziertes Berufsfeld mit vielen Facetten und Perspektiven. Dennoch sprechen die Berufsberatung oder der Lehrer/innenverband noch immer vom Lehrer und von der Lehrerin und stehen sich und ihrem Berufsstand für weitere Entwicklungen selber im Weg. Der Blogbeitrag macht ein paar Überlegungen, wie das aufgebrochen werden kann.

«Lehrerin/Lehrer werden» heisst es auf der Homepage der berufsberatung.ch oder bei verschiedenen Pädagogischen Hochschulen. Auch der Dachverband der Lehrerinnen und Lehrer LCH hat in seiner jüngsten Publikation zum Lohn des Lehrers/ der Lehrerin gesprochen. Doch gibt es DEN Lehrer bzw. DIE Lehrerin noch? Stimmt das Image des Lehrers/ der Lehrerin noch mit dem Lehrberuf von heute überein? Weiterlesen

Lehrplan-21-Einführung als Weiterbildungsoffensive genutzt

Die Einführung des Lehrplans 21 ist von Kanton zu Kanton verschieden. Der Kanton Luzern nutzt sie als breit angelegte Weiterbildungsoffensive und trägt damit wesentlich zur Weiterentwicklung der Volksschule bei. Die kostenneutrale Lehrplaneinführung stösst auf hohe Akzeptanz. Die nachhaltige Wirkung kann jedoch durch den anhaltenden Spardruck stark begrenzt werden.

Lehrpersonen haben das Recht auf Weiterbildung und die Pflicht, sich laufend weiterzubilden. Dieses oft gesetzlich verankerte Prinzip zeugt von einem modernen Professionsverständnis, bei dem sich Praxis und organisierte Weiterbildung im Berufsverlauf der Lehrpersonen stetig abwechseln und ergänzen. Die Pädagogen/innen scheinen schon früh erkannt zu haben, dass sich ihre Leistungen in der Schule und im Unterricht laufend an die gesellschaftlichen Veränderungen anpassen und neue (wissenschaftliche) Erkenntnisse nutzen müssen, um Schülerinnen und Schüler umfassend zu bilden. Dass es der Volksschule in der Schweiz bis jetzt ausserordentlich gut gelungen ist, zeigen die hohen Übertrittsquoten in die nachobligatorische Bildung, der hohe ökonomische Output, die anhaltende Innovationskraft, die institutionalisierte soziale Sicherheit, die grosse Kohäsion der Gesellschaft ohne bedrohliche Parallelgesellschaften usw.

Luzern nutzt die Gunst der Stunde

Lehrpläne zu lesen und diese in konkreten Unterricht umzusetzen, ist ebenso eine Grundkompetenz von Lehrpersonen wie neuste wissenschaftliche und praktische Erkenntnisse zur Weiterentwicklung des eigenen Unterrichts zu nutzen. Vor diesem Hintergrund stellt sich zu Recht die Frage, weshalb einzelne Kantone spezifische Anstrengungen unternehmen, um den Lehrplan 21 (LP21) einzuführen. Weiterlesen

Weiterbildung, eine Oase des fachlichen Austausches

Weiterbildungskurse gehören zum Lehrberuf und sind fester Bestandteil im jährlichen Lehr- und Lernprogramm von Lehrpersonen. Die Weiterbildungskurse sind heute nicht nur Orte des Wissens- und Kompetenzerwerbs, sie sind zunehmend auch Plattform des fachlichen Austauschs unter Lehrpersonen verschiedener Schulen.

Lehrpersonen haben das – oft gesetzlich verankerte – Recht und die Pflicht, sich weiterzubilden. Ein Grossteil dieser Weiterbildung findet in Kursen statt, die zwischen einem und fünf Tagen dauern. Diese Weiterbildungskurse werden von den Lehrpersonen rege genutzt. Ich stelle in diesen Kursen zunehmend fest, dass Lehrpersonen die Weiterbildungskurse auch dazu nutzen, um ihre persönliche Situation, ihren Fall, ihre Fragestellung aus dem Schulalltag einzubringen, zu diskutieren, zu reflektieren und konkrete Antworten und Hilfestellungen abzuholen.

Bedarf an schulspezifischen Kompetenzen

Schulen und Unterricht sind wie alle anderen Institutionen einem steten Wandel unterworfen. Die Zyklen der Veränderungen verkürzen und die Auswirkungen auf die Schulen und den Unterricht verstärken sich. Damit steigt auch der Bedarf an der laufenden Weiterentwicklung der Lehrpersonen und Schulleitungen, die fest mit dem „Einzelfall“ in der eigenen Schule verknüpft sind. Lehrpersonen haben in ihrem Arbeitsalltag jedoch kaum mehr „freie“ Zeit für den fachlichen Austausch innerhalb des Kollegiums. Weiterlesen