Blended Learning – Eine Erfolgsgeschichte aus dem Fachbereich Englisch Sek I

Aus Sicht des Eduweb und der Hochschuldidaktik. Im Frühjahr 2015 hat das Eduweb in Zusammenarbeit mit der Stabsstelle Hochschuldidaktik erstmals ein umfangreiches Coaching für die Konzeption und Umsetzung eines präsenzreduzierten Moduls übernommen. In mehreren Workshops wurde ein Team aus dem Fachbereich Englisch Sekundarstufe 1 konzeptionell beraten und in der Umsetzung des Moduls, im Herbst 2015 auf der Lernplattform Moodle begleitet und tatkräftig unterstützt. Während die Stabstelle Hochschuldidaktik vor allem in der Planungsphase zum Zug kam, bestanden die Hauptaufgaben des Eduweb darin, den Moodle-Kurs mit verschiedenen Aktivitäten wie Etherpad, Datenbank, Tests und der Einbindung der Videos aufzubauen. Während der Umsetzungsphase in Moodle bestand ein enger und produktiver Austausch zwischen dem Eduweb und den Dozentinnen.

 

Aus Sicht der Dozentinnen. Der Wunsch den Studierenden ein vermehrt individualisiertes Lernen wie auch mehr Autonomie zu ermöglichen, führte zur Konzeption und Umsetzung eines präsenzreduzierten Moduls. Bei dem Blended Learning Modul EN03.01 handelt es sich um ein Modul mit zwei Kreditpunkten ohne Leistungsnachweis.

Die Vorbereitungen in der Zeit vor Semesterbeginn waren intensiv. Eine Herausforderung war das Formulieren von selbsterklärenden Aufträgen und Materialien. Eine klare Strukturierung der Themenbereiche sowie das Entwickeln von Aufgaben und Online-Tests zur Lernstanderhebung mussten ebenfalls präzise durchdacht werden. Während des Semesters war der Zeitaufwand bedeutend kleiner als bei herkömmlichen Modulen, was eine enge individuelle Betreuung und Beratung der Studierenden ermöglichte. Weiter zeigt sich, dass trotz verringerter Präsenzzeiten ein besserer Einblick in die Arbeit der Studierenden möglich war als bei herkömmlichen Modulen. Durch die flexible Organisation der Präsenzstunden konnte zudem in Kleingruppen gearbeitet werden. Dies ist besonders bei Kursen mit hoher Studentenzahl sehr wertvoll und ein intensiver Austausch war dadurch in den Präsenzveranstaltungen möglich.

Die Dozierenden werden das Blended Learning Modul aufgrund der äusserst positiven Erfahrungen wieder durchführen und freuen sich, von der Vorarbeit profitieren zu können.

 

Aus Sicht der Studierenden. Die Ergebnisse aus Sicht der Studierenden sind positiv. Die grosse Mehrheit war sehr zufrieden mit dem Modul und der Wahl des Blended Learnings.

Besonders geschätzt wurde die Möglichkeit unabhängig von Zeit und Ort zu lernen, die verringerte Anwesenheitspflicht, die selbständige und intensive Auseinandersetzung mit der Theorie und Praxis, die Möglichkeiten der Beratung und die Freiheit bezüglich des Ablaufs der Themenwahl. Zudem wurde der eigene Lernzuwachs in Bezug auf die verschiedenen Themen als sehr hoch eingestuft und viele Studierende waren dank dem hohen Grad an Selbständigkeit motiviert.

In den Präsenzveranstaltungen hatten die Studierenden die Möglichkeit neben Inputs von den Dozierenden ihre Aufgaben zu diskutieren und sich gegenseitig Rückmeldungen zu geben, was ebenfalls mehrheitlich als wertvoll beurteilt wurde.

Als kritische Rückmeldungen wurden vereinzelt die Schwierigkeit der Selbstdisziplin und der Wunsch nach mehr schriftlichem Feedback genannt. Dennoch würde eine grosse Mehrheit der Studierenden das Modul wieder wählen und wünscht sich weitere präsenzreduzierte Module an der PHLU.

 

Katharina Fischer, Irene Althaus, Simone Ries

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