Das Tool des Monats (Februar 2016) – QR-Codes

Neu stellen wir hier jeden Monat einfaches digitales Werkzeug vor, das die Arbeit von Dozierenden an der PH Luzern bei der  Konzipierung, Vorbereitung und Durchführung ihrer Lehrveranstaltung erleichtert. Im Fokus stehen nicht exotische Tools, sondern kleine, feine Werkzeuge, welche die meisten wohl von irgendwoher kennen, aber trotzdem (noch) nicht oder noch zu wenig nutzen. Tool des Monats Februar 2016 sind QR-Codes: Wie nutze ich QR-Codes? Wie stelle ich selber QR-Codes her? Wie setze ich QR-Codes in der Lehre ein?

Was sind QR-Codes?
QR steht für Quick Response. Die zweidimensionalen QR-Codes (siehe Abbildung) finden sich auf Plakaten, Flyern, Verpackungen, an Objekten, aber auch in Büchern, Skripts, auf Arbeitsblättern, …  QR-Codes werden im Alltag mittels einer QR-Code-Reader-App entschlüsselt. Zentrale Funktion von QR-Codes ist das Mobile Tagging: Das Anzeigen von Zusatzinformationen auf den Displays der mobilen Devices. Sie dienen als Bindeglied zwischen der analogen und der digitalen Welt, werden also überall dort eingesetzt, wo SmartPhones oder Tablets zur Verfügung stehen, was  heutzutage bei den Studierenden in der Regel der Fall ist. Mehr Hintergründe zum QR-Code gibt es u.a. hier.

Was alles lässt sich in einen QR-Code verpacken?
Hauptsächlich sind dies:

  • Normaler Text; durch den Einsatz der App lässt wird der Text entschlüsselt. Zu lange sollte der Text nicht sein (bis ca. 200-300 Zeichen), weil sonst der QR-Code zu komplex wird und nicht mehr zuverlässig zu entschlüsseln ist.
  • Internet-Links; die App liest den Link und schlägt vor, eine Verbindung zum entsprechenden Online-Inhalt aufzubauen.
  • Weitere Anwendungen wie Standortangaben (Standortanzeige auf Karte), Kontaktdaten (zur direkten Integration in „Kontakte“), Telefonnummern (das mühsame Eintippen entfällt) etc. sind möglich. Einfach beim Generieren des Codes die entsprechenden Einstellungsmöglichkeiten beachten.

So lassen sich Print- bzw. Präsentationsmedien aller Art durch QR-Codes mit den genannten Funktionalitäten ergänzen, welche den einfachen Zugang zu digitalen Erweiterungen ermöglichen.

Wie lassen sich QR-Codes entschlüsseln?
Zum Entschlüsseln von QR-Codes braucht es ein SmartPhone bzw. ein Tablet mit den entsprechenden Reader-Apps. Diese finden sich zuhauf in den App-Stores. Zu den bekanntesten gehört i-nigma. Wichtig: Eine gute App zeigt zuerst nur an, welcher Link bzw. welche Anwendung hinter einem QR-Code steckt und fragt nach, ob z.B. die entsprechende Website aufgerufen werden soll. Es gibt übrigens auch kleine Programme, die direkt vom Desktop aus (Notebook, PC) QR-Codes auf dem Bildschirm lesen können (mehr Informationen dazu hier).

Wie lassen sich QR-Codes generieren?
QR-Codes lassen sich sehr einfach selber herstellen. Es gibt diverse Websites, auf denen QR-Codes massgeschneidert produziert werden können. Zwei der bekanntesten QR-Code-Generatoren finden sich unter goqr.de und qrcode-monkey.de. Man wählt einfach zuerst die gewünschte Funktion des QR-Codes und gibt anschliessend den entsprechenden Text ein.

Wie lassen sich QR-Codes in der Lehre einsetzen?
QR-Codes lassen sich im Unterricht in der gleichen Breite anwenden wie im Alltag. Einzige Voraussetzung: SmartPhones und Tablets sollten sowieso vorhanden sein. Lassen Sie sich von der (wachsenden) Verwendung von QR-Codes inspirieren. Vergessen Sie aber nicht, für all jene, die nicht gerade ihr digitales Device mit sich führen, auch die analoge Information mitzugeben (z.B. einen ausgeschriebenen Link). Übrigens: Ist ein Link zu lang zum Abtippen, hilft evtl. ein Kurzlinkdienst weiter. Mehr Informationen zu einem empfehlenswerten Kurslink-Dienst finden Sie hier.
Mögliche spezifische Anwendungen von QR-Codes in der Lehre sind:

  • Bei Aufgaben oder einem Quiz die Lösung mittels QR-Codes „verschlüsseln“, hinter dem QR-Code versteckt sich die Antwort.
  • In einem Seminar- oder Vorlesungs-Skript mittels QR-Codes Hinweise zu (Lern-) Videos auf Videoplattformen, Präsentationen auf Slideshare etc.  anbringen. Skripts lassen sich so auf einfache Weise multimedial erweitern.
  • Literaturhinweise zusätzlich mit ergänzenden QR-Codes zu Rezensionen im Web versehen.
  • Anbringen von verschlüsseltem Text oder weiterführenden Links auf einem Lern-Parcour in Form von QR-Codes (im Freien wasserfest anbringen).

Ein praktisches Beispiel für den gelungenen Einsatz von QR-Codes im Unterricht sei hier noch genannt: Das Periodensystem in Form von QR-Codes zu jedem chemischen Element mit hinterlegten Videos.

Und die Risiken? (Das risikofreie Internet existiert leider noch nicht)
Wie immer, wenn man sich in der digitalen Welt bewegt: Wer online unterwegs ist, soll dies mit einem gesunden Mass an Skepsis tun. Auch QR-Codes bieten Missbrauchspotenzial. Der Wirtschaftsinformatiker Oliver Bendel zeigt die entsprechenden Risiken in einem Online-Artikel der „Netzwoche“ (hier) deutlich auf. Trotzdem teilen wir sein Einschätzung am Schluss des Artikels:“ QR-Codes sind eine faszinierende und sich hierzulande rasch etablierende Technologie mit enormen Chancen und riesigem Potenzial.“

2 Kommentare zu “Das Tool des Monats (Februar 2016) – QR-Codes

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