Kooperatives Lernen in Seminaren – eine Ergänzung

Vor  ziemlich genau einem Jahr haben wir hier im HD-Blog der PH Luzern das Thema „Gruppenarbeiten aus hochschuldidaktischer Sicht“ aufgegriffen. Dabei haben wir zu fünf Fragekomplexen entsprechende hochschuldidaktische Inputs formuliert. Eine gute Ergänzung zu diesen Inputs bietet der Abschnitt zur Wirksamkeit bestimmter Elemente des kooperativen Lernens in der Publikation „Gute Hochschullehre: Eine evidenzbasierte Orientierungshilfe. Wie man Vorlesungen, Seminare und Projekte effektiv gestaltet“, herausgegeben von Michael Schneider und Maida Mustafić bei Springer (2015 / siehe hier).

Ergänzend zum Blog-Beitrag vom 24.6.2015 fassen wir kurz die wichtigsten Ergebnisse zur Effektivität des kooperativen Lernens in Hochschulseminaren zusammen, wie sie in Kapitel 3.2.2 „Kooperatives Lernen“ ausgeführt werden:

  • Seminare mit integrierten kooperativen Lernformen sind generell effektiver.
  • Gruppenarbeit wirkt sich nicht nur positiv auf den Lernerfolg, sondern auch auf den Lernprozess aus.
  • Kooperatives Lernen ist dann effektiv, wenn die Gruppenziele und die individuellen Verantwortlichkeiten geklärt sind.
  • Gruppenaufträge sind dann effektiv, wenn sie ein hohes Mass an Zusammenarbeit erfordern.
  • Kooperative Lernformen müssen durch die Dozierenden intensiv vorbereitet, gut strukturiert und betreut werden.
  • Die Gruppenzusammensetzung ist für die Effektivität des kooperativen Lernens eher unwichtig.

Und zum Schluss unsere Leseempfehlung:  „Gute Hochschullehre: Eine evidenzbasierte Orientierungshilfe.“ ist keine abgehobene und abstrakte Forschungspublikation. Vielmehr gibt sie vielfältige und praxisnahe Anregungen für Dozierende, die sich mit der Wirkung ihrer Lehre auseinandersetzen wollen. Dabei werden 6 wesentliche Themenbereiche der Lehre abgedeckt: Vorlesung, Seminar, Projektseminar, PowerPoint-Präsentation, Prüfung und Lehrevaluation. Zusätzliche Anregungen bieten die in jedes Kapitel integrierten Experten-Interviews – meist Preisträger/-innen renommierter Lehrpreise. Dozierende der PH Luzern können übrigens im PHLUnet oder via VPN auf den Volltext des e-Books zugreifen.

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