Wild Things

von cie corsingaudenz

Am Dienstag 1. Juni besuchte ich die Musiktheater-Vorstellung «Wild Things» in der Gessnerallee in Zürich. Bereits beim Betreten eröffnete sich mir eine «neue» Welt, eine schiefe Insel als ein anziehendes Bühnenbild, das schon beim ersten Betrachten diesen gewissen «Entdeckergeist» weckt, der durch das durchaus geheimnisvoll anmutende Bühnenbild ausgelöst wurde. Wild und sorgfältig, laut und träumend, bewegt und verspielt – so erlebte ich das ohne gesprochene Sprache (und wenig projiziertem Text) ausgedrückte szenische Experiment mit starkem Körperausdruck, Rhythmus, Melodien, Emotionen, Unruhe, Bewegung. Von allem viel. Und von allem noch mehr. Gerade auch dann, wenn sich die Figuren im Wettrennen, im Chaos, im Krawall und in der Musik wiederfanden. Wenn sie sich gegenseitig ausschlossen. Zusammenhalten übten. Oder zerstörten. Zauberten.

Ein Schlagzeug, eine Gitarre, ein Klavier und Gesang verführten mit faszinierendem, überraschendem und rasantem Tempo durch die Nacht von Wolf, durch seinen Traum, durch seine wild gewordenen Gedanken, die in der Nacht nicht gebändigt werden (wie vielleicht am Tag?). Und während die Bäume unmerklich durch den Bühnenboden wuchsen und irgendwann wieder verschwanden, erlebten wir zusammen mit den Musiker*innen eine turbulente Fantasiereise.

Erarbeitet wurde das Musiktheater «Wild Things» von Corsin Gaudenz und seinem Team – konzipiert für ein junges Publikum und für alle, die im Bann der Musik den «Auffälligkeiten», die das Leben mit sich bringt, begegnen möchten.

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