Weiterbildung mit Profil (Teil 8 von 8): Dienstleistungsorientierung

„Service heisst, das ganze Geschäft mit den Augen des Kunden zu sehen.“ (Alex Haitzer, E-Business- und (Personal)Marketing-Experte)

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Das Merkmal Dienstleistungsorientierung des Produkteprofils setzt den Kunden oder die Kundensicht ins Zentrum des unternehmerischen Handelns. Bei Entscheidungen wird die Kundensicht eingenommen. Dabei steht die Frage „Bringt die Entscheidung der Kundin oder dem Kunden einen Nutzen / Mehrwert“ stets im Zentrum. Dieses Prinzip wird dadurch begrenzt, dass die Orientierung am „Mittelwertkunden“ gerade keiner Kundenorientierung entspricht. Deshalb muss die Kunden- bzw. Dienstleistungsorientierung auf der Handlungsebene viel mehr als eine Denkhaltung und weniger als eine Richtlinie verstanden werden. So sollten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vom Gedanken geleitet werden, Kundenwünsche zu erfüllen und wenn möglich Kundenwünsche zu erkennen, die der Kunde noch nicht geäussert, sofern diese im Zusammenhang mit Weiterbildungsanliegen und den zu erreichenden Zielen stehen.

Dienstleistungsorientierte Unternehmenskultur

Eine dienstleistungsorientierte Unternehmenskultur zeichnet sich in der Weiterbildung insbesondere durch folgende Merkmale aus: Flexibilität, Einfachheit, Klarheit, Empathie, persönlich, Lösungsorientierung, lernfreundliche Settings und Unmittelbarkeit. Sie fördert Weiterlesen

Weiterbildung mit Profil (Teil 7 von 8): Lernen als Erlebnis und Emotionen

„Wir schaffen Lernsituationen, die handlungsorientiert und  nicht alltäglich sind, Emotionen wecken, beeindrucken und in Erinnerung bleiben. Lernen in unseren Kursen soll mit positiven Erlebnissen und Emotionen verbunden sein und damit Lust auf Mehr machen.“ Diesen Anspruch setzen die Weiterbildungsangebote der PH Luzern als einen weiteren Baustein des gemeinsamen Profils. Geht es bei diesem Profilelement um einen modischen Trend im Sinne des „Edutainment“ oder steckt mehr dahinter?

Suchergebnisse zum Stichwort „Lernen als Erlebnis“ ergeben eine Fülle von unterschiedlichen und doch verwandten Begriffen: Handlungsorientiertes Lernen, Erfahrungslernen, Ganzheitliches Lernen, Abenteuerpädagogik, Erlebnispädagogik, learning by doing, exploratives Lernen,  Naturpädagogik usw.  Eine klare Definition und ein gemeinsames Verständnis dazu gibt es nicht. „Lernen als Erlebnis“ ist aber einiges mehr, als erlebnispädagogische Aktivitäten, die Hochkonjunktur haben und ihre Berechtigung haben. Lernen ist durchaus ein Erlebnis, wenn es einige grundlegende menschliche Bedürfnisse aufnimmt und befriedigt. Dies ist aber nicht nur in aufwändigen Weiterlesen

Weiterbildung mit Profil (Teil 6 von 8): Innovation als Inhalt, Prozess und Wirkung von Weiterbildungen

„Innovation“ – das sechste Merkmal aus dem Produkteprofil der WB PH Luzern. Weiterbildungen sind in ihrem Wesen Innovationsräume. Ihr Kennzeichen ist das Neue. Das kann den Inhalt, den Prozess wie die Wirkung betreffen. Weiterbildende sind Innovationsexpert/innen: Sie sind selbst lernbereit, regen zu einem veränderten Denken und Handeln an, sind in ihrer Kursgestaltung oder Themenwahl innovativ, ermutigen zu Veränderungsprozessen.

Ebenen Innovation Bildungsbereich

Bild 1: Weiterbildende als zentraler Faktor der Innovation an der Schnittstelle gesellschaftlicher, organisationaler und individueller Entwicklung.

Was hat Innovation mit Lern- und Bildungsprozessen zu tun?
„Innovatio“ (lat.) bedeutet Erneuerung, Veränderung, Wandel, Neuheit. Lernen und Bildung sind Veränderungs- und Erneuerungsprozesse. Damit sind Lernräume in ihrem Wesen nichts Geringeres als „Innovationsräume“. Unabhängig davon, ob der Inhalt oder die Lernform neuartig ist. Der Prozess ist es allemal – wenn die Weiterbildung zu einem veränderten Denken und Handeln führt. Weiterlesen

Weiterbildung mit Profil (Teil 5 von 8): Heterogenität

Gemäss Buholzer, Joller-Graf, Kummer und Zobrist (2012, S. 6) erfordert die Heterogenität von Lernenden, verstanden als Verschiedenartigkeit bezüglich Lernvoraussetzungen und Interessen, eine „Pädagogik der Vielfalt“. Dies im Bewusstsein, dass Lernen ein individueller Prozess ist und die Teilnehmenden mit entsprechend individualisiert gestalteten Lernangeboten unterstützt werden sollen.

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Berücksichtigung und Bedeutung der Heterogenität in der Weiterbildung an der PH Luzern

Die homogene Lerngruppe gibt es nicht. Trotzdem ist oft damit die Einstellung verbunden, bei der andere Zugänge und Voraussetzungen als Störung erleben werden. Zudem wirkt sich diese Einstellung wiederum negativ auf die Erwartungshaltung der Teilnehmenden bezüglich Heterogenität aus. Weiterlesen

Weiterbildung mit Profil (Teil 4 von 8): Mehrperspektivität

„Es gibt kein edleres Bildungsmittel als die Unterredung mit einem Gleichgesinnten von ungleichen Ansichten.“ (Jacob Christoph Burckhardt, Schweizer Humanist und Kulturhistoriker, 1818-1897).

Calm trainee and instructor repairing an engine

Das Lehren und Lernen mit und durch den Austausch von unterschiedlichen Ansichten hat eine lange wissenschaftliche Verwurzelung und basiert auf den Bemühungen um einen differenzierten und integrierenden Umgang mit den Lebenswirklichkeiten von Menschen in ihrem Kontext. Damit verbunden sind die Bestrebungen nach einer Pluralität von Modellen sowie einer verbindenden und integrierenden Theorienbildung, welche das Konzept der „Mehrperspektivität“ widerspiegelt (Petzold, 2007). Weiterlesen