Klassenlehrer/in an Gymnasien – neu mit formaler Qualifikation

An Gymnasien übernehmen Klassenlehrpersonen wichtige Aufgaben, wofür sich die Gymnasiallehrpersonen im Rahmen einer Weiterbildung qualifizieren müssen. An der PH Luzern wurde der schweizweit einzigartige Zertifikatsstudiengang CAS Klassenlehrer/in an Gymnasien durchgeführt. Erste Erfahrungen bestätigen das auf Praxisfällen basierte Konzept.

«Klassenlehrpersonen sind an Gymnasien die wichtigsten Ansprechpersonen für die Schülerinnen und Schüler und ihre Erziehungsberechtigten bei schulischen Fragen sowie für andere Lehrpersonen», sagt Livius Fordschmid. Er ist der Studiengangsleiter des CAS Klassenlehrer/in an Gymnasien der PH Luzern. Klassenlehrpersonen übernehmen in ausdifferenzierten Schulstrukturen mit einem Fachlehrerregime die Koordination zwischen Fachlehrpersonen; aber auch bei sonderpädagogischen und disziplinarischen Massnahmen. Weiterlesen

Der Lehrer ist tot – Es lebe der Lehrberuf!

Den Lehrer oder die Lehrerin gibt es nicht mehr. Der Lehrberuf beschreibt heute ein hoch ausdifferenziertes Berufsfeld mit vielen Facetten und Perspektiven. Dennoch sprechen die Berufsberatung oder der Lehrer/innenverband noch immer vom Lehrer und von der Lehrerin und stehen sich und ihrem Berufsstand für weitere Entwicklungen selber im Weg. Der Blogbeitrag macht ein paar Überlegungen, wie das aufgebrochen werden kann.

«Lehrerin/Lehrer werden» heisst es auf der Homepage der berufsberatung.ch oder bei verschiedenen Pädagogischen Hochschulen. Auch der Dachverband der Lehrerinnen und Lehrer LCH hat in seiner jüngsten Publikation zum Lohn des Lehrers/ der Lehrerin gesprochen. Doch gibt es DEN Lehrer bzw. DIE Lehrerin noch? Stimmt das Image des Lehrers/ der Lehrerin noch mit dem Lehrberuf von heute überein? Weiterlesen

Weiterbildungen auf Hochschulstufe – Ein Interview mit Jürg Arpagaus

Die Hochschulen in der Schweiz bieten Weiterbildungen im Rahmen von Zertifikats-, Diplom- und Masterstudiengängen (CAS, DAS, MAS) an. Dabei unterscheiden sich die Weiterbildungsstudiengänge nicht nur in ihrem Umfang, sondern auch in ihren Zulassungen, Zielgruppen, Inhalten usw. Seit ein paar Jahren ist eine hochschulspezifische Profilierung festzustellen. Zunehmend hat jede Hochschule ihre spezifischen Felder, in welchen sie Weiterbildungsstudiengänge anbietet. Im folgenden Interview mit dem Verantwortlichen der Weiterbildung an der PH Luzern Prof. Dr. Jürg Arpagaus wird ein Blick in die Weiterbildungsangebote der Pädagogischen Hochschulen geworfen.

Was ist typisch bei Ihren Weiterbildungsangeboten als Pädagogische Hochschule?

Die Weiterbildungsangebote der PH Luzern (CAS, DAS, MAS, Kurse, Vortragsreihen, Seminare, Weiterbildungskongresse usw.) richten sich an Bildungsfachleute, die sich nach ihrem grundständigen Hochschulabschluss in spezifischen Themen ihrer Studienrichtung vertiefen, ihre Kompetenzen inter- oder transdisziplinär erweitern oder in einem fachfremden Bereich aufbauen wollen. Weiterlesen

Weiterbildung mit Profil (Teil 8 von 8): Dienstleistungsorientierung

„Service heisst, das ganze Geschäft mit den Augen des Kunden zu sehen.“ (Alex Haitzer, E-Business- und (Personal)Marketing-Experte)

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Das Merkmal Dienstleistungsorientierung des Produkteprofils setzt den Kunden oder die Kundensicht ins Zentrum des unternehmerischen Handelns. Bei Entscheidungen wird die Kundensicht eingenommen. Dabei steht die Frage „Bringt die Entscheidung der Kundin oder dem Kunden einen Nutzen / Mehrwert“ stets im Zentrum. Dieses Prinzip wird dadurch begrenzt, dass die Orientierung am „Mittelwertkunden“ gerade keiner Kundenorientierung entspricht. Deshalb muss die Kunden- bzw. Dienstleistungsorientierung auf der Handlungsebene viel mehr als eine Denkhaltung und weniger als eine Richtlinie verstanden werden. So sollten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vom Gedanken geleitet werden, Kundenwünsche zu erfüllen und wenn möglich Kundenwünsche zu erkennen, die der Kunde noch nicht geäussert, sofern diese im Zusammenhang mit Weiterbildungsanliegen und den zu erreichenden Zielen stehen.

Dienstleistungsorientierte Unternehmenskultur

Eine dienstleistungsorientierte Unternehmenskultur zeichnet sich in der Weiterbildung insbesondere durch folgende Merkmale aus: Flexibilität, Einfachheit, Klarheit, Empathie, persönlich, Lösungsorientierung, lernfreundliche Settings und Unmittelbarkeit. Sie fördert Weiterlesen

Weiterbildung mit Profil (Teil 7 von 8): Lernen als Erlebnis und Emotionen

„Wir schaffen Lernsituationen, die handlungsorientiert und  nicht alltäglich sind, Emotionen wecken, beeindrucken und in Erinnerung bleiben. Lernen in unseren Kursen soll mit positiven Erlebnissen und Emotionen verbunden sein und damit Lust auf Mehr machen.“ Diesen Anspruch setzen die Weiterbildungsangebote der PH Luzern als einen weiteren Baustein des gemeinsamen Profils. Geht es bei diesem Profilelement um einen modischen Trend im Sinne des „Edutainment“ oder steckt mehr dahinter?

Suchergebnisse zum Stichwort „Lernen als Erlebnis“ ergeben eine Fülle von unterschiedlichen und doch verwandten Begriffen: Handlungsorientiertes Lernen, Erfahrungslernen, Ganzheitliches Lernen, Abenteuerpädagogik, Erlebnispädagogik, learning by doing, exploratives Lernen,  Naturpädagogik usw.  Eine klare Definition und ein gemeinsames Verständnis dazu gibt es nicht. „Lernen als Erlebnis“ ist aber einiges mehr, als erlebnispädagogische Aktivitäten, die Hochkonjunktur haben und ihre Berechtigung haben. Lernen ist durchaus ein Erlebnis, wenn es einige grundlegende menschliche Bedürfnisse aufnimmt und befriedigt. Dies ist aber nicht nur in aufwändigen Weiterlesen