Aus der Bili-Werkstatt geplaudert…

Bili hat sich auf der Sekundarstufe 2 etabliert: Viele Gymnasien bieten seit längerem eine bilinguale Matura an und in der Berufsbildung nehmen im SJ 16/17 904 Lernende in 46 Klassen aus 21 verschiedenen Berufen an bilingualem Unterricht teil. Auch auf der Volksschule hat der bilinguale Unterricht ein Potential und es gibt durchaus interessante Bili-Geschichten zu erzählen. Im Rahmen unserer Bili-Werkstatt 16/17 gewähren Lehrpersonen verschiedene Einblicke dazu. Bereits die erste Veranstaltung hat uns inspiriert: Der Bericht der Primarschule Säli in Luzern.

Die Primarschule Säli in Luzern- eine ganz normale Primarschule mit Kindern aus verschiedenen Ländern mit verschiedenen Sprachen. Begeisterte Lehrpersonen haben ausserschulisch mehrteilige Workshops auf Englisch zu den Themen Body, Food und Art durchgeführt und zwar für alle Kinder, auch jene, die noch gar keinen Englischunterricht hatten. Sie sind damit auf grosses Interesse gestossen.

Uns scheint, es handle sich hier um eine Erfolgsstory mit Ansteckungsgefahr. Um den Schwung, der durch dieses Projekt entstanden ist, aufzunehmen, haben die drei Initiantinnen ihr Team motiviert, im laufenden Schuljahr jeweils 15-minütige Language Showers einzubauen und ihre Aktivität im Schulhaus zu dokumentieren. Der Kreativität waren keine Grenzen gesetzt. Auch die Kinder haben spontan einige Beiträge vorgeschlagen, z.B. ein spanisches Lied singen, ein tamilisches Gedicht vortragen etc. Das zeigt, dass solche kurzen Sequenzen nicht nur auf die schulischen Fremdsprachen reduziert sein müssen, sondern auch der Mehrsprachigkeit einer Schule ein Gesicht geben können.

Niederschwellige Angebote dieser Art können als Ausgangspunkt dienen für den Ausbau des bilingualen Unterrichts, z.B. für bilinguale Projektwochen, bilinguale Module in einem Fach oder Wahlfächer in einer Fremdsprache bis hin zu bilingualen Klassen an einer Schule. Allen diesen Ansätzen gemeinsam ist, dass die Sprache als Vehikel eingesetzt wird, um neue Inhalte zu erschliessen. Bilingual heisst hier immer die Schulsprache und die Fremdsprache sollen flexibel gebraucht werden. Das wirkt auch den Befürchtungen entgegen, dass der Fachunterricht in einer Fremdsprache die Schüler/innen überfordert.

Dieser erste Bericht aus der Praxis wirkte stimulierend und zeigt, welches Potential im Austausch unter Lehrpersonen liegt.

Wir freuen uns jetzt schon auf die folgenden Werkstattbeiträge von Lehrpersonen der Sekundarstufe 1: Bildnerisches Gestalten auf Französisch, Hauswirtschaft und Geografie auf Englisch.

 

Weitere Informationen zur Bili- Werkstatt 16/17 finden Sie unter folgendem Link

 

Monika Mettler, Dozentin und Fachleiterin Englisch

Olivia Schöni, Abteilungsleiterin Weiterbildung Volksschule

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