Bruno aus Bovolino

Bruno aus Bovolino

Jörg Bohn ist mit seiner Kunstfigur «Bruno» seit vielen Jahren unterwegs.  In der neuesten Geschichte, geeignet für ein Publikum ab 5 Jahren, erzählt er von Bovolino, einem Dorf in einem fernen Land hinter dem schwarzen Meer: Der der Geburtsort von Bruno. Dort hatte er eine glückliche Zeit als Kind. Grossmutter und Grossvater wohnten in seiner Nähe. Mutter und Vater verdienten ihr Geld mit dem Anbau von Sonnenblumen und der Produktion von Sonnenblumenöl.

Im Zürcher Theater Pur Pur sitzen Schülerinnen und Schüler dicht gedrängt auf der Zuschauertribühne und hören gespannt zu, wie Bruno ihnen nach und nach Einblick in seine Welt gibt. Diese ist zunächst unter einem grossen schwarzen Tuch versteckt. Zahlreiche Koffern in verschiedenen Grössen kommen im Laufe der Vorstellung zum Vorschein und Stück für Stück enthüllt Bruno die unterschiedlichen Welten.

Ein geöffneter Koffer,  ausgekleidet mit einem hellen Stoff,  stellt die Landschaft um Bovolino dar. Wege, karge Sträucher, Häuser, ein Sonnenblumenfeld, Vater, Mutter, Grossvater und Grossmutter, und ein Esel werden von Bruno liebevoll hinzugefügt. Eine südländische Idylle entsteht vor den Augen der Kinder. Bruno fragt nach, was für Namen bei Ihnen Grossmutter und Grossvater haben. Er selber nennt sie Neni und Nani. Eine wunderbare und heimelige Erzählatmosphäre stellt sich ein. Das weitere Schicksal von Bruno – er muss sein Land verlassen, landet in der Schweiz, fühlt sich einsam und unverstanden, findet nach schweren Zeiten endlich die notwendige Anerkennung – erleben die Kinder ganz aus der Optik von Bruno. Auch für diesen Teil der Erzählung, dienen die Koffern und ihr liebevoll gestaltetes Innenleben für optische Anker und Anhaltspunkte.

Mit feinem Gespür für die Sorgen und Ängste von Kindern erzählt Jörg Bohn die emotionale Geschichte von Bruno. Diese hat am 2. April im Theater Pur Pur mein Herz berührt.

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