Ästhetische Expedition_Verwandlungen dramaturgisch Gestalten

11. Februar 2020

Ausgehend von Verwandlungs-Installationen und thematischen Schwerpunkten aus dem Fokus 1 (Kunstspartenübergreifend gestalten) sammelten 8 Lehrpersonen und Studierende während der Fokusveranstaltung gemeinsam Aspekte, welche in diesem Workshop exemplarisch dazu dienen sollen, dramaturgische Handgriffe an konkreten Beispielen zu erleben.

 In einem weiteren Schritt erprobten wir ein dramaturgisches Improvisationsmodell. Darauf folgend konnten die Spielenden die aus den Installationen herauskristallisierten Themenfelder, Texte, Aussagen oder Ideen zur Weiterentwicklung nutzen, indem sie die Inhalte als Basis für das Spiel mit dem kennengelernten Improvisationsmodell nutzten.

Im Anschluss wurden die entstandenen Szenen mit performativen Gestaltungselementen ausgestaltet und mit Hilfe von dramaturgischen Strukturen eine Rahmengeschichte/Spielanlage skizziert.

Daraus entstanden Geschichten, die gerahmt und inspiriert durch den Installationsraum in eine „Rahmengeschichte“ eingearbeitet werden konnten.

 

Aus den gesammelten Fundstücken der zweistündigen Auseinandersetzung wurden schliesslich durch die praktische Erprobung „dramaturgische Verwandlungsweisen“ direkt angewandt erfahrbar.

 

Ästhetische Expedition_Kunstspartenübergreifend verwandeln

14. Januar 2020

Gemeinsam mit sieben theaterbegeisterten Lehrperson und Studierenden startete am 14. Januar 2020 die ästhetische Expedition «Kunstspartenübergreifend verwandeln». Im Basiscamp wurden beim Eintreffen der Expeditionistinnen und Expeditionisten zuerst einmal die «Gewohnte Welt» befragt und Assoziationen zum Begriff «Verwandlung» gesammelt. Davon ausgehend gestalteten die Expeditionsteilnehmenden in praktisch angelegten Recherchefeldern Klänge, Kurzgedichte und Installationen zu einem von ihnen ausgewählten Begriffen.

Dabei entstanden durch das experimentelle Zusammenfügen der unterschiedlichen Fundstücke kurze Performences, die als Spuren geordnet und einander präsentiert wurden.

Die Präsentationen wiederum konnten exemplarisch genutzt um zu besprechen, wie vorgestellte Ideen mit anderen Ideen verbunden oder davon ausgehend neue entwickelt werden können. Das Hauptaugenmerk lag dabei auf künstlerischen Verfahrensweisen, welche das im Moment Entstehende in den Fokus nehmen, draus Kreativität schöpfen und dem Unplanbaren Raum geben. Davon ausgehend wurde die Haltung der Spielleitung zum zentralen Thema.

In einem weiteren Schritt wurde, vorerst losgelöst, ausgehend von den Formen-Illustrationsspuren von Warja Lavater eine mögliche Geschichten-Erfindungs-Methode vorgestellt und erprobt. Dabei wurden abstrakte Formen zu Figuren, Gegenständen oder Zuständen.

Auf der Symbolebene konnten diese schliesslich in Beziehung gebracht und somit in Geschichten umgewandelt werden. In einem letzten experimentellen und erfinderischen Schritt wurden die Fundstücke aus dem ersten Teil des Workshops mit der Geschichten-Erfindungs-Methode verbunden und in kleinen Gruppen entstanden abschliessend kleine Erzählungen, die inhaltlich mit der Ausgangslage «Verwandlung» und den Begriffen aus der zu Beginn gesammelten «Gewohnten Welt» verbunden wurden.

Ästhetische Expeditionen – eine erfahrbare Auseinandersetzung mit Diversität

8. Januar 2020

Das Ausbildungs-Plenum der PH Luzern setzte sich dieses Jahr in Vorträgen und Workshops mit dem Wissen rund um Diversität, Inklusion und Chancengerechtigkeit an der PH Luzern auseinander. Ziel war und ist es, dieses Wissen zu systematisieren, zu vernetzen und nachhaltig zu verankern.

Im Rahmen dieses Plenums leitete auch das Zentrum Theaterpädagogik einen Workshop. 10 Dozierende und eine Studentin begaben sich auf „Ästhetische Expedition“ und suchten eigene Wege der gestalterischen Auseinandersetzung. Die künstlerischen Prozesse eröffneten eine Metaebene, durch welche dem persönlichen „Diversitätsverständnis“ individuell einen neuen Raum geschaffen und persönliche Erkenntnisse abgeleitet werden konnten. Ergänzend zur Auseinandersetzung mit Diversität erprobten die Teilnehmenden zudem in direkter Anwendung das Format „Ästhetische Expeditionen“.

«Ästhetische Expeditionen» kombinieren eine inhaltliche Spurensuche mit unterschiedlichen Kunstformen und ermöglichen dadurch eine direkt erfahrbare Auseinandersetzung mit einem Thema. Durch das Format «Ästhetische Expedition» werden mittels einer «Denkfigur» und einer «Denkformel» gewohnte Denk- und Handlungsweisen in neue Kontexte gestellt. Dabei begegnen und begünstigen sich forschende und künstlerische Prozesse im fächerübergreifenden Modus. 

«Ästhetische Expeditionen» ermöglichen ergebnisoffene und nicht vollständig didaktisierbare Prozesse. Auf Expedition wird beschrieben, beobachtet, entdeckt, gesammelt, dokumentiert, befragt, experimentiert, konstruiert, installiert, gestaltet, verwandelt, kombiniert, komponiert. Relevant hierfür ist ein lustvoller Entdecker- und Erfindergeist, der das Unplanbare als Ausgangslage nimmt und Erfahrungen der Selbstwirksamkeit (auch) im Umgang mit Diversität ermöglicht.

Theaterpädagogik erfahren – gestalten – spielen

Ein Workshop-Einblick von Daniella Franaszek.

Vom 23. bis am 26. April 2019 fanden zwei aufeinanderfolgende Wahlmodule zum Thema Theaterpädagogik – erfahren, gestalten, spielen statt. Das Zentrum Theaterpädagogik konnte diese mit 38 Studierenden des Studiengangs Schulische Heilpädagogik durchführen. Inhaltlich konzentrieren sich beiden Modultage auf das Erfahren von Spielprozessen und künstlerischen Herangehensweisen, zu denen gemeinsam der Transfer zum eigenen Berufsalltag gesucht wurde. Im Zentrum standen das eigene Spiel und das ästhetische Forschen in verschiedenen Gruppenzusammensetzungen. Spiele und Wahrnehmungsübungen aus der Theaterpädagogik, sowie die offene Auseinandersetzung und Gestaltung mit dem Material Papier führen zu Improvisationen, aus denen die Teilnehmenden kleine Szenen im und um das Gebäude Sentimatt entwickeln, die in einem Theaterspaziergang einander präsentiert werden.

 

Ästhetische Expedition „Verwandlung“

Ein Weiterbildungsworkshop für Theaterpädagog*innen 

In einem gemeinsamen Workshop mit acht Theaterpädagog*innen des Zentrum Theaterpädagogik der PH Luzern und der Beratungsstelle Theaterpädagogik der PH FHNW gingen wir am 14. März 2019 auf Expedition. Im Zentrum der Weiterbildung stand eine erfahrungsbasierte Auseinandersetzung mit dem neu entwickelten Format „Ästhetische Expeditionen“.

wandeln

verwandeln

Verwandlung


Ausgehend vom Vermittlungsformat „Ästhetische Expeditionen“ begaben wir uns auf eine ästhetische Spurensuche. Als gemeinsame Ausgangslage stand der Begriff „Verwandlung“ im Zentrum. Initiiert wurde die Expedition mit dem Element „gewohnte Welt“. Dabei wurden in Bezug auf die verbindende Thematik „Verwandlung“ ausgehend von der Alltagswelt der Teilnehmenden Hintergrundwissen, Deutungen, Interpretationen, Erfahrungen, Erlebnisse, … notiert, skizziert, gesammelt, dokumentiert. 

Weiterlesen

Ponkunnam

Die kleine Stadt am goldenen Hügel.

Eine Theaterexpedition in Südindien. Von Daniella Franaszek, Theaterpädagogin beim Zentrum Theaterpädagogik.

Es ist Samstagmorgen und vor der öffentlichen Bibliothek reihen sich eine Menge Schuhe.
Die Luft schwirrt von Stimmen – 21 Mütter, 15 Kinder und ein paar Jugendliche warten neugierig auf den Theaterworkshop “ Ist 7 viel? – Fragenfragen” der in ein paar Minuten beginnen wird. 
Ordentlich wird jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer im Buch eingetragen, das vor der Bibliothek liegt.
Wir sind bereit. Der schmale, lange Korridor der Bibliothek ist eingerichtet: Stühle liegen kreuz und quer, aufeinander getürmt oder hängen kopfüber am Fensterrahmen, Schnüre durch den Raum gespannt. Und überall hängen, liegen oder verstecken sich Fragen. 47 Fragen. Alle aus dem Buch “Ist 7 viel?”.
Vor dem Raum ein Brief, der zu einer Expedition, einer Entdeckungsreise einlädt. 

Weiterlesen

Ästhetische Expeditionen 06_30 bis 13_30

SPUREN ENTDECKEN

Acht spurenentdeckende Klassen der Stufen KU bis 2. Primarklasse begaben sich während eines halben Tages als Karton-Forschende auf Expedition.

Dabei wurde bereits beim Betreten des Gebäudes im forschenden Modus nach Spuren gesucht, welche es uns ermöglichen, die Augen, die Finger und die Ohren als Forschungsinstrumente zu erfahren. Durch Betasten und Beobachten der vielfältigen Wandoberflächen im Gebäude konnten die Forscherinnen und Forscher bereits auf dem Weg in die Lernwerkstatt Fantasie-Forschung betreiben. So wurde eine Wand schon bald als Drachenhaut, als Ziegeldach oder Fischschuppenhaut interpretiert, eine andere als Wellkarton-Fläche oder Fingerspitzenkitzel-Maschine.

Angekommen in der Lernwerkstatt waren die Schülerinnen und Schüler bereits mitten im Forschungsmodus.

Die erste Etappe der Karton-Fantasie-Expedition führte mit dem Expeditionselement  „Gewohnte Welt“ zu sinnlichen Wahrnehmungsmöglichkeiten, welche Karton auf vielfältige Weise erfahrbar machte. Riechen, schmecken (essen!), hören, anschauen, tasten… und plötzlich war uns allen klar:

Karton ist Karton ist nichtKarton!

UNADJUSTEDNONRAW_thumb_7d9d

Der gemeinsame Austausch über die neuen Erkenntnisse über Karton und den gewohnten Gebrauch im Alltag wurde ausführlich verhandelt und schliesslich durch zwei Forschungskolleg*innen – einem Hasen und einem Huhn – durchkreuzt.  Die Unzufriedenheit (Expeditionselement „Unruhe“) vom Huhn, dass eine leere Katonkiste doch kein Geburtstagsgeschenk sein kann, wurde genauer untersucht. Weiterlesen

Ästhetische Expedition 05_30

SPUREN SUCHEN

Von Ursula Ulrich und Valeria Stocker

Während einer Woche im Februar 2018 konnten die Schülerinnen und Schüler einer Baisistufe auf der gemeinsamen Expedition gestalterische, musikalische, bewegte und szenische Spuren suchen. Aus dem spielenden Umgang mit dem multifunktionalen Material Karton entstanden Objekte, rhythmische Kompositionen, szenische Miniaturen.

Ausgehend von der „Gewohnten Welt“ suchten die jungen Expeditionistinnen und Expeditionisten nach Spuren, die Karton in ihrem Alltag hinterlässt. Dabei bekamen Erinnerungen, Erzählungen, Anekdoten, Geschichten ihren Raum.

In eine kreative“Unruhe“ versetzt, folgten die Karton-ForscherInnen dem Duft, dem Klang, dem Anfühlen und ja, sogar dem Geschmack von Karton in lustvoller und experimenteller Weise. Weiterlesen

Ästhetische Expedition 29_30

SPUREN WIEDERAUFNHEMEN

Ästhetische Expeditionen als künstlerische Arbeitsweise

Im Rahmen der Lernumgebung «Spuren – theaterästhetische Expeditionen» wurde diese Expedition eigens für ehemalige Studierende des Spezialisierungsstudiums Theaterpädagogik an der PH Luzern gestaltet.

IMG_2414

Ausgehend von der Frage, “Willst du nicht auch wissen, was sich eigentlich tut in der Theaterpädagogik?“, trafen sich am 24. März 20 ehemalige Studierende aus der Spezialisierung Theaterpädagogik.

IMG_2413

Um die Expeditionistinnen in ihrer „Gewohnten Welt“ abzuholen, wurde ein Teil der Lernwerkstatt in ein Schulzimmer umfunktioniert, um nach kurzer Begrüssung auch gleich – sitzend und denkend – Theater zu machen.     Dabei wurde der Versuch lanciert, theatrales Können so zu beschreiben, dass es auch direkt beurteilbar und vergleichend bewertbar sein kann. Wie zu erwarten – die „Unruhe“ liess nicht lange auf sich warten. Alternativ zum Beschreiben von Theatererfahrungen konnte, dem „Ruf des Abenteuers“ folgend, im Basiscamp die Neuentwicklung des Formates „Ästhetische Expeditionen“ kennengelernt und befragt werden. Inhaltich führten die unterschiedlichen Hintergrundinformationen, die in Form einer Lernwerkstatt für Lehrpersonen aufgearbeitet wurden, zur Begegnung mit dem Begriff „Serendipität“.

IMG_2429

Serendipität beschreibt einen unvorhergesehenen Glücksfund oder eine Neuentdeckung, nach der nicht explizit gesucht wurde, die sich jedoch im Moment des Findens exakt einpasst in das Beschäftigungs- oder Tätigkeitsfeld. Sie unterscheidet sich vom glücklichen Zufall dadurch, dass sie sich beim Zurückblicken als mögliche logische, aber unbewusste Folge von Erfahrungen und Denkprozessen zeigt.“(U.U.2016)

Weiterlesen

Ästhetische Expedition 22_30 bis 27_30

SPUREN SAMMELN

Im Rahmen der Lernumgebung «Spuren – theaterästhetische Expeditionen» gingen im März 2018 drei Oberstufenklassen auf eine theaterästhetischer Sound-Expedition. Auch diese Expedition wurde komponiert aus unterschiedlichen Elementen des Formates „Ästhetische Expeditionen“.

So startete diese Expedition in ihrer „Gewohnten Welt“. Der Welt der Geräusche, der Töne, der Klänge. Sie schaffte zudem Raum, über eine Fokussierung auf einzeln wahrgenommene Geräusche „Unruhe“ zu erzeugen, die gewohnte Welt zu irritieren und den „Ruf des Abenteuers“ auszulösen: Die Suche nämlich nach noch mehr und noch nicht gehörten Geräuschen oder Klängen. Das Element „Forschungsinstrument“ kam gleich zweimal zum Zuge: einerseits durch das Soundbearbeitungsprogramm, und andererseits durch das theatrale Improvisationsmodell, welches das szenischem Spiel eröffnete. Beim Zusammentreffen und weiterentwickeln von Szene und Soundvariationen begünstigten die Elemente „Experimentieren“ und „Verwandeln“ den weiteren Expeditionsverlauf. Abschliessend konnte mir dem Element „Gewohnten Ruf des Unbekannten“ eine Reflexionsebene geschaffen werden, welcher die Lust auf Neuentdeckungen und die Neugierde, die dem Unbekannten etwas Gewohntes zu verleihen vermag, in den Fokus genommen werden.

Weiterlesen