Fundbüro der Erinnerungen

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Am Dienstag, 8. November fand die erste Vorstellung der Projektreihe „PerlenderZeit“ in Neuenkirch statt.

Das theatrale Gemeinschaftswerk «Fundbüro der Erinnerungen» war ein grosser Erfolg!

Indikatoren dafür? Glückliche Spieler*innen, die mit neuen generationenübergreifenden Freundschaften aus dem Projekt treten und ein begeistertes Publikum, das berührt und eigenen Erinnerungen begegnend mit innigem Applaus und vielen positiven Rückmeldungen das Stück würdigte.

17 Schüler*innen, eine Lehrerin, 6 Senior*innen und ein pensionierter Blindenhund präsentierten ausgehend vom verbindenden Themenfeld «Erinnerungen» das Gemeinschaftswerk «Fundbüro der Erinnerungen. Der Präsentation ging eine dreimonatige Spiel-, Experimentier- und Recherchephase voraus. Aus den dabei entwickelten Fundstücken entstand das Theaterstück. Dabei ging es um Erinnerungen, die verschwinden, die vergessen werden, die im Fundbüro abgegeben oder aber an eben diesem Ort wieder gefunden werden. Und manch eine Erinnerung weckte in direkter Weise neue Erinnerungen.

Dass der erlebte Theaterabend als neue gemeinsame Erinnerung allen Zuschauenden verschenkt wurde und – eine neue gemeinsame Erinnerung geschaffen wurde – stand schliesslich als abschliessendes und berührendes Statement im Raum, als es beim langsam ausgeblendeten Licht still wurde.

„PerlenderZeit“ ist ein generationenübergreifendes Projekt des Zentrum Theaterpädagogik und gehört zu den fünf Gewinnerprojekten des Förderprogramms „piiik“ der Albert Koechlin Stiftung. Im Zentrum des «Zusammenspiels» steht der Zusammenhalt der Gesellschaft. Dieser Zusammenhalt konnte sowohl unter den Spielenden als auch durch das äusserts heterogene Publikum (Familien- und Schulangehörige, Kulturinteressierte, Theaterinteressierte, Theaterpädagogik-Studierende und neue Projektpartner*innen) erfahren werden. Und so steht ein eindeutiges Fazit am Ende dieser ersten «PerlederZeit»: Theater spielen und Theater schauen; ein Grenzen überscheitendes Kulturangebot.

Und wie heisst es so schön: nach dem Projekt ist vor dem Projekt. Dies bedeutet einerseits, dass neue Projektideen im Schulalltag der spielenden Klasse mit den Senior*innen angedacht sind, der Kontakt weiter gepflegt wird. Und andrerseits? Das nächste „PerlenderZeit“-Projekt ist bereits in Planung. In Zusammenarbeit mit der Schule Sempach, dem Kulturverein «aktuelles Sempach» und der Pro Senectute Luzern beginnen die gemeinsamen Spieltage der Schüler*innen und Senior*innen im März 2023. Am 5. Mai wird das nächste Projekt in Sempach aufgeführt. 

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27.09.2022

Der vierte Spieltag stand ganz im Zeichen der „Perlentaucherei“. Gemeinsam suchten die Schülerinnen und Schüler zusammen mit den Seniorinnen nach Lieblingsfundstücken, eröffneten den liebsten Erinnerungen noch einmal die Bühne und stellten fest, dass wir ganz viele spannende Perlen gefunden und ausprobiert haben.

Mit einem grossen Fundus an Lieblingsmomenten entsteht nun in den kommenden Wochen eine Spielanlage, welche uns als Grundlage für das weitere Zusammenspiel, die Auseinandersetzung mit den Gemeinsamkeiten und Unterschiedlichkeiten beider Generationen begleiten wird.

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20.09.2022

Der dritte Spieltag der 5.Klässler*innen gemeinsam mit den Senior*innen stand ganz im Zeichen der „ Eröffnung“ des Fundbüros der Erinnerungen.

Meerschweinchen, Postkarten, eine Fussballmedaille und vieles mehr wunde gesucht, vergessen, abgegeben, gefunden, getauscht, ausgeliehen… Aus der Philosophierunde nehmen wir zudem  sehr spannende Fragen mit auf den weiteten Weg; Sind Erinnerungen immer wshr?

Wo wohnen Erinnerungen?

Haben sie eine Farbe, einen Duft? Oder erinnere ich mich gar an eine Erinnerung von jemand anderem? Und welche Erinnerungen bleiben in Erinnerung, während andere in Vergessenheit geraten?

Wir werden weiterforschen..

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13.09.2022

Der zweite Spieltag im „Fundbüro der Erinnerungen„!

Weiter geht es auf den Spuren von Erinnerungen. Standbild-Geräuschcollagen erwecken so manch vergessen geglaubte Erinnerungen neu zum Leben. Da gibt es viel zum Staunen, zu Erfahren und… zu Bewundern!

Gemeinsam geht es weiter… mit Fragen, die an den Begegnungsschnittstellen unterschiedlicher Generationen zum Thema werden.

PERLENDERZEIT – ein Projekt  im Rahmen von PIIIK! der Albert Köchlin Stiftung. 

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Unser erstes Begegnungsprojekt ist eröffnet.

Am Dienstag 6.9.22 haben zwei Theaterpädagoginnen des ZTP zusammen mit 6 Senior*innen, insgesamt 17 Spielenden der 5. Primarklasse und deren Lehrperson aus Neuenkirch (LU) das „Fundbüro der Erinnerungen„ eröffnet.

Gemeinsam vertiefen wir uns mittels  theatralen Formen bis Anfang November mit Fragen, die an den Begegnungsschnittstellen unterschiedlicher Generationen zum Thema werden. Die gesuchten und gefundenen, verdeckten und entdeckten Fundstücke gestalten wir nach und nach zu einem theatralen Gemeinschaftswerk, welches wir am 8.November 22 einer breiten Öffentlichkeit präsentieren werden.

PERLENDERZEIT wurde im Rahmen des Projektes PIIIK! der Albert Köchlin Stiftung lanciert und umfasst sechs theaterpädagogische Begegnungsprojekte bis 2025. 

Die Pro Senectute sowie jeweilige Kulturvereine vor Ort (für dieses erste Projekt: Kleinbühne Neuenkirch) sind unsere Partnerorganisationen. 

Los gehts… das Abenteuer….!

PERLENDERZEIT

Mit dem Förderprogramm «piiik» unterstützt die Albert Koechlin Stiftung (AKS) innovative Ideen und Bestrebungen aus der Zentralschweiz und schafft Freiräume für die nachhaltige Entwicklung von Projekten. Mit dem aktuellen Schwerpunkt unterstützt die AKS Projekte, die den Zusammenhalt in der Gesellschaft fördern.

Ein erster Überblick

Im Zeitraum von August 2022 bis Juli 2025 werden jährlich zwei Projekte durchgeführt. Pro Begegnungsprojekt sind je eine Schulklasse (alle Schulstufen möglich, 16 bis 22 Schüler*innen) und 6 bis 10 Senior*innen beteiligt. Die Schulklassen werden durch das Zentrum Theaterpädagogik, die Senior*innen durch Pro Senectute vermittelt.

Durchgeführt werden die kunstspartenübergreifenden Projekte am jeweiligen Schulort/Schulgemeinde der beteiligten Klasse. Nach Möglichkeit gehen wir eine Kooperation mit einem Kulturverein/einer Kulturstätte vor Ort ein. Geplant sind bis Mitte 2025 maximal sechs Begegnungsprojekte. Ab August 2025 sollen die Begegnungsprojekte autonom weiterlaufen können. Hierfür ist eine Kooperation mit dem laufenden Projekt Luzerner Schultheatertage angedacht.

Zielsetzung

  • Begegnungen und evtl. sogar Freundschaften zwischen jüngeren und älteren Menschen entstehen. Im Zentrum steht die «Kultur des Begegnens».
  • Kulturelle und soziale Teilhabe für alle Beteiligten wird im Raum Zentralschweiz sensibilisiert und ermöglicht.
  • Durch die Ausgangslage der Begegnung findet ein Perspektivenwechsel statt, welcher durch das Engagement und das Miteinander ein erweitertes Diversitätsverständnis fördert.
  • Die beiden wichtigen gesellschaftlichen Institutionen Schule und Senior*innen-Organisationen entwickeln zusammen mit Kulturstätten eine neue öffentlich wahrnehmbare Schnittstelle.
  • Ästhetische Bildungsprozesse ermöglichen soziale Begegnungen, das Gestalten eines Gemeinschaftswerks und den gemeinsamen Austausch.
  • Durch die theaterpädagogische Arbeitsweise werden Stärken und Ressourcen der Teilnehmenden sichtbar und können dadurch weiterentwickelt werden.

Demnächst mehr dazu aus dem ersten Projekt mit 6 Senior*innen und 17 Primarschüler*innen und deren Lehrperson aus Neuenkirch…

„Sorry Frou Ärde“

Eine Klimaverwandlungs-Theaterwoche an der 4.Primarschule Sempach in Zusammenarbeit mit schukulu

In der Schule Sempach ereignete sich vergangene Woche Merkwürdiges: Der Urwald ist verdampft, der Fluss ist weggeflossen, die Savanne hat sich aus dem Staub gemacht, das Meer hat sich in Luft aufgelöst und der Gletscher ist davon geschwitzt. Ob es da einen Zusammenhang mit der Mülldeponie in der Aula gibt? – Eine Klimaverwandlung mit dem Titel „Sorry Frou Ärde!“

Zeit im Einmachglas

Zeit im Einmachglas I

Am 25.4.22 startete der neue Spezialisierungsstudiengang mit 20 Studierende der PH Luzern. Im Rahmen des ersten Moduls spielen&erfinden entstanden bereits am ersten Tag szenische Miniaturen. Davon ausgehend wurde während der gesamten Blockwoche mit unterschiedlichsten Spuren konservierter Zeit experimentiert und szenisch be- und verarbeitet.

Zeit im Einmachglas II 

Im Zentrum des zweiten Tages stand die theatrale Figurenarbeit und damit verbunden die versteckten Geheimnisse, die die Zeit in den Figurenbiografien hinterlässt.

Zeit im Einmachglas III 

Szenische Miniaturen ausgehend von einer Philosophierunde zu „Kurzeweile“. Gibt es sie noch? Ist sie langweilig?

Zeit im Einmachglas IIII

Szenische Experimente ausgehend von einem dramaturgischen Modell, das eine „Mangelsituation“ als Ausgangslage nimmt und jegliche inhaltliche Scheu zur Wiederherstellung des „Gleichgewichtes“ überwindet.

Zeit im Einmachglas IIIII

Verbunden durch das Ticken der Zeit erzählten die 20 Studierenden des Spezialisierungsstudium Theaterpädagogik fünf kurze Geschichten, welche alle „konservierte Zeit“ als gemeinsamen Ausgangspunkt nutzen.

schukulu Resonanzwoche

Erfindungen, die die Zukunft braucht!

Im vergangenen Herbst 2021 besuchten die 6.Klässler:innen aus Neuenkirch im Rahmen der Gastspielreihe «Theaterperlen» in Neuenkirch das Stück «Hirnsausen». Ausgehend davon haben sich die Lehrpersonen entscheiden, der nachhaltigen Nachbereitung einen gebührenden Raum zu ermöglichen und ästhetische Bildung in den Mittelpunkt zu stellen.

Und schon stecken wir mitten in der ersten Theaterwoche: Umgeben von Installationen und Erfindungen, vielen Fragen und herrlichen Ideen. Angeregt durch die Inhalte des besuchten Theaterstückes trat die Auseinandersetzung mit Erfindungen, die die Zukunft braucht, in den Mittelpunkt. Begleitet von einer Theaterpädagogin wurden erste Ideen aufgenommen, spielerisch vertieft und ausgeleuchtet. Die Schüler:innen haben sich davon ausgehend gestalterisch und kreativ aktiv mit Themen und den persönlichen Blick auf den Alltag auseinandergesetzt.

Entstanden sind dabei vier aus Elektroschrott konstruierte Erfindungen, welche in unterschiedlicher Weise einen Anteil an eine wünschenswerte Zukunft übernehmen. Da gibt es beispielsweise die Teleportations-Vergrösserungsmaschine. Diese ermöglicht es den Menschen, in Lichtgeschwindigkeit in andere Teile der Welt zu reisen – und dies ohne Treibstoff. Gefolgt wird diese Erfindung von «Robi dem Roboter», der den Menschen den Alltag mit seinem Können um Vieles vereinfacht und ihnen Zeit schenkt, füreinander da zu sein. Der «Ultimator» ist eine Erfindung, die die Abfallberge in cleverer Weise nutzt und diesen in äusserst nützliche Alltagsgegenstände umwandelt. Wichtig zu wissen – er hat eine automatische Sperre für zukunftsschädigende Verwandlungen einprogrammiert. Und zu guter Letzt ist da auch noch die Herzens-Wunsch-Erfüllungs-Maschine. Diese reagiert äusserst sensibel auf Wünsche der Menschen. Aber auch sie selektiert diese genau und erfüllt nur jene Wünsche, die durch die äusserst genaue Wunschanalyse gutgeheissen werden.

Eine eindrückliche Theaterwoche. Über die Kunstform Theater setzen sich die Schüler:innen intensiv mit Themen der Zukunft, mit dem Nicht-Messbaren, dem Unerwarteten und mit der Nachhaltigkeit gegenüber unserem Planeten auseinander. Und nicht zu Letzt haben die Kids in den gemeinsamen Spielanlässen eine Vielfalt von überfachlichen Kompetenzen anwenden und verfeinern und die eine oder der andere sich in einer ganz neuen Rolle zeigen und erleben können.

Am «Internationalen Kongress für Erfindungen, die die Zukunft braucht» werden vom 31. Mai bis zum 3 Juni 2022 in Neuenkirch alle Erfindungen einem interessierten Publikum präsentiert. Und wer weiss, vielleicht schafft es die eine oder andere Erfindung, die Zukunft schon jetzt in neue Bahnen zu leiten.

Theaterclub der PH Luzern – Spezialisierungsmodul 4 (JG. 20)

«Bilderbücher für Kinder? Ja genau, das Thema ist Bilderbücher für Kinder.»

Am 11. Oktober begann für 17 Studierende der Pädagogischen Hochschule die Probenarbeit für den Theaterclub unter der Leitung von Reto Ambauen. Das Thema, unter welchem gearbeitet wurde, sah Bilderbücher für Kinder vor. Als erstes mussten die Studierenden die verschiedenen Bilderbücher kennenlernen und sich schon einmal Gedanken machen, wie diese auf der Bühne dargestellt werden könnten. Es handelte sich nicht nur um deutsche Bilderbücher, sondern auch um französische Kinderbücher, welche die Französischkenntnisse jedes Studierenden herausforderten.

Die erste Aufgabe war es, gruppenweise die vier verschiedenen Geschichten den Mitstudierenden theatralisch vorzustellen. Dabei ging es vor allem darum, den Inhalt der Geschichte spannend und ideenreich auf der Bühne zu präsentieren. Die vier verschiedenen Geschichten hatten jedoch alle eine eindeutige Vorgabe für das Spiel. So sollten beispielsweise das Maskenspiel oder das Schattentheater mit einer Geschichte umgesetzt werden. Die Umsetzung der einzelnen Geschichten war den Studierenden jedoch freigestellt. Anhand der Anregungen und den Tipps von Reto Ambauen, sowie den Mitstudierenden, konnten die Ideen schliesslich verfeinert und nochmals überdenkt werden. Die restlichen Tage wurden dann explizit in Gruppen für die Weiterarbeit je einer ausgewählten Geschichte verwendet. Dabei wurde weiter ausprobiert, Anregungen umgesetzt und geübt, sowie passende Requisiten zum Theaterspiel gebastelt. Zudem galt es, den Sprechtext auf Papier zu bringen. Am Freitag war es soweit. Die ausgearbeiteten, geprobten und in Theater verfassten Geschichten wurden vorgestellt. Dabei wurden den Studierenden weitere Feedbacks und Tipps zur Weiterarbeit mit den Geschichten gegeben, um damit  in den nächsten Blockwochen, die im April stattfinden, die verschiedenen Geschichten so zu gestalten, dass sie bühnenreif für die Aufführungen sind.

Die 5 Tage begannen stets aktiv. Anhand verschiedener Spielformen/Aufwärmideen wurden die Studierenden am Morgen geweckt. Dabei waren Reaktionsspiele und  Tempospiele dabei, sowie Spiele mit dem eigenen Körper.
Zudem gab es auch spannende Imputs zu verschiedenen Spielformen, wie beispielsweise das Maskenspiel, welches genauer angeschaut  wurde mit  Fragen wie: «Was ist nun wichtig beim Maskenspiel?» und «Auf was muss beim Maskenspiel geachtet werden?».

Die Studierenden blicken auf eine spannende und lernreiche Woche zurück und schauen mit voller Begeisterung auf die nächste Blockwoche, um die verschiedenen Geschichten spannend und bühnengemäss zu gestalten.
Die Aufführungen für das Theater finden in der Woche vom 2.-7.Mai statt.

Text & Bild: Olivia Iten (Spezialisierungsstudium Theaterpädagogik)