Sommer-Theaterwoche

Theater-kreative Entdeckungsreise rund ums Thema Fliegen.

Acht theaterfreudige Kinder zwischen 8 und 11 Jahren entdeckten zusammen mit einer Theaterpädagogin des Zentrum Theaterpädagogik und einer Studentin der PH Luzern (im Rahmen der Bachelorarbeit) vom 12. bis 16. Juli 2021 die Welt des Erfindens, Fantasierens und Spielens.

Dem Ruf einer äusserst mysteriösen Einladungskarte auf die weit entfernten Fidschi-Inseln folgend eroberte die experimentier- und spielfreudige Truppe mit perfekt konstruierten Flug-, Schwimm- und Fahrzeugen schon bald die weite Welt. Gemeinsam brachen die Eingeladenen auf, um auf den Spuren der entdeckten Schatzkarte zahlreiche Abenteuer, Mutproben und Fremdsprachen (inklusive das selbst erfundene „fidschianisch“) zu meistern.

Und – fast ohne es zu merken hat sich durch die frei-beflügelte Fantasie eine neue Geschichte den Weg in die Welt gesucht und… ihn gefunden. Festgehalten wurde die kriminellen Reise und Schatzsuche zu den Fidschi-Inseln in theatralen Standbildern, welche als Überraschung für die Spieltruppe zu einem neuen eigenen „Bilderbuch“ zusammengestellt wurden.

Was für ein Schatzmomente!

Verspielte Zoom-er-eien

Mit der neuen kleinen Spiel-Broschüre stellt das Zentrum Theaterpädagogik der PH Luzern in einfachen Beschreibungen eine Auswahl von Spielformen vor, mit welchen Sie Ihre nächsten Zoom-Sitzung mit einer Brise Humor, mit Bewegung oder überraschend erfrischender Phantasie gestalten können. Ob als Einstiegsspiel, zum Kennenlernen, als Auflockerungsspiel oder zur Recherche, Verdichtung oder Reflexion von Sitzungsinhalten…

Und wer weiss, vielleicht vermögen diese kreativen Ideen gar inhaltliche Neuentdeckungen an Tageslicht zu bringen. Denn diese entstehen ja meistens da, wo wir sie nicht suchen. Sie finden uns!

Workshop Cybermobbing

Zusammen mit dem Zentrum Medienbildung und Informatik (ZEMBI) bietet das Zentrum Theaterpädagogik einen neuen Workshop zum Thema Cybermobbing für Klassen aller Altersstufen an. Durch eine spielbasierte Auseinandersetzung mit dem Thema Cybermobbing suchen wir gemeinsam, Cybermobbing besser zu verstehen, indem durch Hintergrundinformationen und praktisch angewandte Spielformen die versteckten Mechanismen kennengelernt und erlebbar werden und ein transparenter Umgang damit gefunden werden kann. Sind Sie interessiert an einem Workshop mit Ihrer Klasse?  An einer handlungsbasierten Auseinandersetzung mit der Thematik?  An theoretischen und praktischen Inputs oder am Trainieren von Reaktionsmöglichkeiten im Alltag?

Mehr Informationen dazu finden Sie unter: http://www.phlu.ch/cybermobbing

Masken- und Objektspiel – Theaterspiel online

Dass das Maskentragen im theatralen Verständnis noch ganz andere Bedeutungen und (Aus-)Wirkungen haben kann, damit beschäftigen sich Studierende der PH Luzern während der Spezialisierungswoche Theaterpädagogik.

Im verspielten Erproben von Masken- und Objekten setzen sie sich unter der Leitung von Dieter Ockenfels – individuell suchend – praktisch erprobend und reflektierend – online geleitet – mit ästhetischen Gestaltungsmitteln auseinander. Neue (digitale) Unterrichtsformen eröffneten den Studierenden das Erproben und Entwickeln von bewegungsorientierten und ganzheitlichen Spiel- und Darstellungsmöglichkeiten mit neuen kreativen theatralen Gestaltungsformen. Künstlerische und dramaturgische Prinzipen (wie beispielsweise chorische und choreografische Elemente, Rhythmus, Geräusche usw.) konnten in konkreten Spielanlässen auch im kleinen, eigenen Erarbeiten angewendet werden.

Und – abschliessend lässt sich nicht ganz verheimlichen, dass animatorische und theaterpädagogische Prinzipien in Bezug auf wechselwirkende, emotionale und körperbezogene Ausdrucksformen im Kontext zweidimensionaler Präsentationsformen die Vorfreude erheblich verstärken, Theater – als soziale Kunstform – bald wieder analog erfahren und erleben zu können.

Ästhetisch-kulturelle Bildung

Das Team des Zentrum Theaterpädagogik auf Expedition.

Am 03.12.2020 setzten sich das Team des Zentrum Theaterpädagogik und eine Studentin des Spezialisierungsstudiums Theaterpädagogik während eines teaminternen Workshops mit Fragen zu ästhetischer und kultureller Bildung auseinander. Der erste Teil wurde durch eine Masterarbeitspräsentation aus dem Fachbereich Theaterpädagogik eingeleitet. Die dabei beleuchteten Hintergründe zu ästhetischen Bildungsprozessen wurde in Verbindung mit Prinzipien der kulturellen Bildung gebracht. Damit konnte das breite Feld unterschiedlichster Definitionen für unsere Auseinandersetzung eingegrenzt werden. Aus der Präsentation heraus liess sich als Kernpunkt ein Zitat von Fauser/Veith herausarbeiten, welches gleichzeitig zum praktischen Teil des Workshops hinführte.

„Eine verlässliche Auskunft auf die Frage, ob das, was wir […] (bei der sinnlichen Wahrnehmung) erleben, angenehm und schön ist oder als Missempfindung Abwehr provoziert, geben uns die Sinne nicht. Ganz offenbar steht die Kulturbedeutung eines Objekts im Zusammenhang mit den lebensweltlichen Praktiken von Gemeinschaften“ (Fauser/Veith 2011).

Mit der «Denkfolie» dieses Zitates setzten sich die Theaterpädagoginnen anschliessend in Zweiergruppen mit je einem Textabschnitt aus dem Fachtext Ästhetisch-kulturelles Lernen und kulturpädagogische Bildungspraxis (2013/ 2012) von Tom Braun und Brigitte Schorn auseinander. Eine aus dem Theater bekannte Textbearbeitungsmethode, die «Strichfassung», diente dazu, aus den bei jedem Lesedurchgang erneut gestrichenen «unnötigen Wörter» ein inhaltliches Konzentrat herauszukristallisieren.

Die dabei entstandenen Kurzzusammenfassungen des Fachtextes wurden im ästhetischen Modus als Toninstallation bearbeitet und präsentiert.

Inspiriert durch diese inhaltlichen Konzentrate an der Schnittstelle von ästhetischer und kultureller Bildung wurde der zweite Teil des Workshops eröffnet. Ausgehend von leitenden Elementen des Vermittlungsformates «ästhetische Expedition» begaben sich die Teilnehmerinnen auf die die Spurensuche der Frage:  «Was macht für dich aus, dass ein professionelles Kinder- und Jugendtheaterstück ästhetisch bildend wirkt?».

Die intensive Auseinandersetzung mit den Theoriehintergründen nahmen durch die gestalterische Arbeit mit unterschiedlichsten Materialien Form und «Metapherngehalt» an. Die dabei entstandenen Installationen regten unmerklich zu Interpretationen an

Der Prozess wurde in einem weiteren Schritt begleitet durch den Auftrag, die eigene Installation mit Adjektiven zu beschreiben.

Im Anschluss daran begaben sich alle auf Wanderschaft und liessen die anderen Installationen auf sich wirken (wie eine Theateraufführung). Die dabei aufkommenden Gedanken, Ideen und Fragen eröffneten nach und nach einen «stummen Dialog» zwischen den Gestalterinnen und ergänzten schliesslich die Spurensuche. Mittels subjektiver Zuordnung weiterer Adjektive entwickelten sich über die eigene Installation hinaus ein nonverbaler Austausch. Eine Art «Gruppendiskussion», welche abschliessend wieder zur Ausgangslage, der leitenden Fragestellung zurückführte.

Geblieben ist eine vielfältige Sammlung von Adjektiven, welche als Kategorisierungselemente nun im Nachklang zum Workshop im Kontext zweier bereits bestehender Visionierungskriterien-Katalogen verhandelt werden. Davon ausgehend entwickelt das Zentrum Theaterpädagogik in den kommenden Wochen ein ZTP-eigenes Instrument, das einerseits das Team des ZTP und andrerseits die Gastspiel-Veranstalter*innen unterstützen kann, ästhetisch bildende Theaterstücke sensibilisiert auswählen zu können.

Verwendete Literatur:

Fauser, Peter/Veith, Hermann (2011): Kulturelle Bildung und ästhetisches Lernen:

www.ganztaegig-lernen.de/kulturelle-bildung-und-aesthetisches-lernen (letzter Zugriff am 22.09.13)

Tom Braun , Brigitte Schorn (2013 / 2012): Ästhetisch-kulturelles Lernen und kulturpädagogische Bildungspraxis. In: KULTURELLE BILDUNG ONLINE:

https://www.kubi-online.de/artikel/aesthetisch-kulturelles-lernen-kulturpaedagogische-bildungspraxis (letzter Zugriff am 30.10.2020)

Spezialisierung Theaterpädagogik


20 Studierende starteten im Herbst 2020 das Spezialisierungsstudium Theaterpädagogik. Parallel dazu begannen für 17 Studierende die Probearbeiten für den Theaterclub und für 16 weitere Studierende das Bachelor-Abschlussmodul, in welchem für die nahende Berufspraxis ein konkretes Theaterprojekt konzipiert wurde. Die beiden Master-Jahrgänge konnten zudem explizit für die Oberstufe entwickelte Theatererfahrungen sammeln. Dabei wurde der Schwerpunkt auf den Umgang mit Texten auf dem Weg zur Bühne beleuchtet und erprobt.

Die Synergien, welche durch die Ansiedlung der Leitung des SPTH im Zentrum Theaterpädagogik genutzt werden können, zeigten sich besonders im Konzeptionsmodul als sehr wertvoll.

Im diesem Abschlussmodul des Bachelorstudiums wurden neun thematische Projekt-Konzepte entwickelt, die als Spielvorlagen in die Beratungsunterlagen des ZTP aufgenommen werden konnten. Diese wiederum werden künftig in Beratungen mit interessierten Lehrpersonen genutzt und in ihrer Praxis zur Anwendung gebracht.

Achtung?!

33. Luzerner Schultheatertage

8. bis 11. Juni 2021 im Theaterpavillon Luzern

Jetzt anmelden!

Für spiel- und experimentierfreudige Lehrpersonen und Schüler*innen aller Schulstufen aus der ganzen Zentralschweiz – mit oder ohne Theatererfahrung!

Theaterproduktion

Im Rahmen der thematischen Ausgangslage „ACHUTUNG!?“ gibt es die Möglichkeit, begleitet von Theaterpädagog*innen des Zentrum Theaterpädagogik der PH Luzern während des Schuljahres eine eigene Theaterproduktion zu realisierenund diese während der Festivalwoche interessierten Schulklassen zu zeigen. Für den theaterpädagogischen Prozess stehen eine hierfür zusammengestellte Spiel-, Materialien- und Methodensammlung bereit.

Eine Einstiegsveranstaltung (Prolog; 14.Oktober 2020) und verschiedene Weiterbildungsangebote ermöglichen interessierten Lehrpersonen praktische Spielimpulse, thematische Anregungen, Ideen zur Gestaltung von Bühnenproduktionen und organisatorische Hilfestellungen direkt zu erproben. Die Teilnahme an den Theatertagen ist kostenlos.

Erlebnistag Theater (bereits ausgebucht)

Dieses Angebot ist eine Mischung aus «Theatersehen und eigene Spielerfahrungen machen». Während eines ganzen Tages setzen sich die Spielenden mit dem Thema «ACHTUNG!?» auseinander, schlüpfen in verschiedene Rollen und gestalten den Tag aktiv mit: als wertschätzendes Publikum und als kreative Spielende. Die Teilnahme am Erlebnistag ist kostenlos.

ACHTUNG!

Ob als warnender Vorsichtsruf oder als respektgebührende Haltung, ob als Ausdruck von Bewunderung oder als Warnung vor einer nahenden Bedrohung, ob als schützende Gewohnheit um dem Unbekannten auszuweichen oder als Türöffner zu Neuentdeckungen: „Achtung“ begleitet unseren Alltag. „Achtung“ unterbricht oder stoppt eine Handlung. Fokussiert eine Situation aus neuer Perspektive. Ermöglicht gar einen neuen Blickwinkel. Und – bringt Spannung. Aufmerksamkeit. Manchmal kündigt „Achtung“ auch eine grosse Gefahr an oder wendet diese möglicherweise ab. Und wer weiss, vielleicht eröffnet ein ganz besonderes „Achtung“ sogar eine neue Welt, die beobachtend, beachtend achtend, erachtend oder achtgebend mit neuer “Achtung“ aufmerksam macht, innehalten lässt und das Gewohnte unterbricht.

Wie dem auch sei und in welche Situation „Achtung“ uns bringen kann…meistens wird es, ob für Augenblicke oder gar lebenslänglich, neue Sichtweisen eröffnen, neue Wege fordern, eine Richtungsänderung initiieren. Und darum gar nicht lange zögern… und anmelden: Achtung, fertig, Bühne frei!

Weitere Informationen und Anmeldung

EinBlick ins ZTP

Das ZTP stellt sich vor!

Seit Anfang Juli stellt sich das ZTP mit projektbezogenen Kurzfilmen auf seiner Webseite vor. Dabei werden das Angebot Unterstützung sowie die Projekte Schultheatertage, Theaterperlen und unsere schukulu-Angebote in den Fokus genommen und unsere Mitarbeitenden, Kundinnen und Kunden gleichermassen ins Rampenlicht gestellt.

Die Kurzfilme wurden von Fiona Limacher (Theaterpädagogin ZTP) konzipiert und in Zusammenarbeit mit dem Zentrum Medienbildung und Informatik (Zembi) im Rahmen eines Lernenden-Auftrages entwickelt und ausgeführt. Schauen Sie rein!

Virus

Das Theaterperformance-Tagebuch; eine Anleitung zur praktischen Umsetzung

Das Jahr 2020 steht ganz im Zeichen des Corona Virus. Gesellschaftliche Herausforderungen prägten und prägen auch weiterhin unseren Alltag. Gewohnheiten verlieren an Gültigkeit und neue Massnahmen schränken das Leben ein. Gleichzeitig öffnen sich alte und neue Türen.

«Virus» bearbeitet den aktuellen Stoff «Corona – Zeit». Dieses fiktive Projekttagebuch soll Lehrpersonen einen Weg eröffnen, mit ihrer Klasse mit theaterpädagogischen und performativen Elementen die Corona-Zeit zu bearbeiten, persönliche Erfahrungen zu verarbeiten und den Fragen und Fundstücken dieser Zeit eine Stimme geben.

Um dieser Idee Raum zu verschaffen, spannten Anfang Mai, kurz vor der Öffnung der Volksschule die Beratungsstelle Theaterpädagogik der PH FHNW und das Zentrum Theaterpädagogik der PH LU digital zusammen und entwickelten eine exemplarische Vorlage zu einer Theaterperformance, die den Stoff «Zeit mit Corona» für den schulischen Kontext, aufgreift.

Dabei orientierten sich die drei Autorinnen Ursula Ulrich, Ramona Gloor und Regina Wurster an der Theaterkartei «Theaterluft» sowie an der Broschüre: «Theater erspielen» – 7 Schritte zur Realisierung.

Das Projekttagebuch, Beratungen zur konkreten Umsetzung und mögliche Begleitungen im Klassenzimmer können beim Zentrum Theaterpädagogik bei ursula.ulrich@phlu.ch kostenneutral bezogen werden.

Interessiert?

Wir freuen und auf Ihre Anfrage!

«Online-Bilderbuch-Spielideen»

Neue theaterpädagogische Beratungsmaterialien online

Ab dem 11. Mai 2020 stellt das Zentrum Theaterpädagogik einmal wöchentlich eine neue Bilderbuchempfehlung mit konkreten Spielideen dazu online. Diese erscheinen als Broschüre auf der Webseite des ZTP unter «Beratung und Angebote».

Ob die Bilderbücher zum Staunen, Zuhören, Malen, zum Spielen oder zum Erfinden neuer Geschichten, zu einem Theaterprojekt verleiten oder gar die Welt auf den Kopf zu stellen vermögen, das wird sich zeigen…

Wir freuen uns, im Rahmen der «Online-Bilderbuch-Spielideen» einen anregenden Spielraum zu eröffnen. In diesem Sinne wünschen wir viel Neugier, viele kleine Entdeckungen und grosse Lust, den eigenen Alltag zu überraschen.