Virus

Das Theaterperformance-Tagebuch; eine Anleitung zur praktischen Umsetzung

Das Jahr 2020 steht ganz im Zeichen des Corona Virus. Gesellschaftliche Herausforderungen prägten und prägen auch weiterhin unseren Alltag. Gewohnheiten verlieren an Gültigkeit und neue Massnahmen schränken das Leben ein. Gleichzeitig öffnen sich alte und neue Türen.

«Virus» bearbeitet den aktuellen Stoff «Corona – Zeit». Dieses fiktive Projekttagebuch soll Lehrpersonen einen Weg eröffnen, mit ihrer Klasse mit theaterpädagogischen und performativen Elementen die Corona-Zeit zu bearbeiten, persönliche Erfahrungen zu verarbeiten und den Fragen und Fundstücken dieser Zeit eine Stimme geben.

Um dieser Idee Raum zu verschaffen, spannten Anfang Mai, kurz vor der Öffnung der Volksschule die Beratungsstelle Theaterpädagogik der PH FHNW und das Zentrum Theaterpädagogik der PH LU digital zusammen und entwickelten eine exemplarische Vorlage zu einer Theaterperformance, die den Stoff «Zeit mit Corona» für den schulischen Kontext, aufgreift.

Dabei orientierten sich die drei Autorinnen Ursula Ulrich, Ramona Gloor und Regina Wurster an der Theaterkartei «Theaterluft» sowie an der Broschüre: «Theater erspielen» – 7 Schritte zur Realisierung.

Das Projekttagebuch, Beratungen zur konkreten Umsetzung und mögliche Begleitungen im Klassenzimmer können beim Zentrum Theaterpädagogik bei ursula.ulrich@phlu.ch kostenneutral bezogen werden.

Interessiert?

Wir freuen und auf Ihre Anfrage!

«Online-Bilderbuch-Spielideen»

Neue theaterpädagogische Beratungsmaterialien online

Ab dem 11. Mai 2020 stellt das Zentrum Theaterpädagogik einmal wöchentlich eine neue Bilderbuchempfehlung mit konkreten Spielideen dazu online. Diese erscheinen als Broschüre auf der Webseite des ZTP unter «Beratung und Angebote».

Ob die Bilderbücher zum Staunen, Zuhören, Malen, zum Spielen oder zum Erfinden neuer Geschichten, zu einem Theaterprojekt verleiten oder gar die Welt auf den Kopf zu stellen vermögen, das wird sich zeigen…

Wir freuen uns, im Rahmen der «Online-Bilderbuch-Spielideen» einen anregenden Spielraum zu eröffnen. In diesem Sinne wünschen wir viel Neugier, viele kleine Entdeckungen und grosse Lust, den eigenen Alltag zu überraschen.

32. Luzerner Schultheatertage abgesagt

Der Bundesrat hat für den weiteren Schulbetrieb die Weichen gestellt. Auch wir vom Organisationsteam der Luzerner Schultheatertage haben nun entschieden:

Die 32. Luzerner Schultheatertage 2020 können nicht stattfinden.

Dennoch ist es uns ein Anliegen, dass gerade in dieser emotional so bewegten Zeit die Theaterarbeiten, in denen so viel Herzblut steckt, ein gebührendes Ende finden. Der Rahmen kann ganz verschieden und der individuellen Situation angepasst sein; die begleitenden Theaterpädagoginnen unterstützen die Projekte weiter. Um die geleistete Arbeit zudem zu würdigen, teilen wir ab Mitte Juni 2020 auf unserer Webseite Eindrücke, Bilder, Erfahrungen, Notizen, filmische Ausschnitte, Foos, Tagebuchauszüge, …

Wir zeigen, was die 14 beteiligten Klassen am Ausprobieren und Erforschen waren, was sie alles entdeckt, verworfen und wieder neu erfunden haben, worüber sie sich Gedanken gemacht haben, worüber sie gestolpert sind und natürlich auch, was dabei besonders inspirierend war und Spass gemacht hat. Dadurch ermöglichen wir zumindest einen Austausch digitaler Art, der den gestaltenden Kindern und Jugendlichen der beteiligten Klassen einen Einblick ermöglicht zu sehen, was bei anderen Gruppen zum Thema „VERWANDLUNG“ entstanden ist.

Podcast zu unseren „Corona-Pausen“

Im Rahmen des demnächst startenden Onlinekurs «Fernunterricht im Frühling 2020 – Nutzen Sie das Potential der digitalen Medien» produzierte der Leistungsbereich Weiterbildung der PH Luzern unter der Leitung von Peter Rigert eine Reihe von Podcasts. Die «gestalterisch-kreativen Corona-Pausen» des Zentrum Theaterpädagogik sind Inhalt der Podcast-Episode 5. Fiona Limacher, Mitarbeiterin des ZTP, erzählt!

Wir wünschen Ihnen beim Hören viel Inspiration und daraus entstehende Ideen…

Den Podcast finden Sie unter:

Bilderbücher in der Corona-Pause

Weiter gehts mit neuen Spiel- und Gestaltungsideen, die während der Corona-Pause immer wieder für kleine Überraschungen im Alltag sorgen.

Neu werden wir in Zusammenarbeit mit dem Zentrum Medienbildung der PH Luzern zweimal wöchentlich in der Bilderbuchsammlung stöbern und gemeinsam mit der Verantwortlichen der Sammlung Buchempfehlungen und Spielideen dazu vorstellen.

Ob die Bilderbücher zum Staunen, Zuhören, Malen, zum Spielen oder zum Erfinden neuer Geschichten verleiten oder gar die Welt auf den Kopf zu stellen vermögen, das wird sich zeigen…

Wir freuen uns, im Rahmen der «Corona-Pause» hierfür einen weiteren Raum zu eröffnen.

All unsere Spiel- und Gestaltungsideen sind zu finden

Weitere Bilderbuchempfehlungen finden sich zudem unter dem Link

In diesem Sinne wünschen wir viel Neugier, viele kleine Entdeckungen und grosse Lust, den eigenen Alltag zu überraschen.

Kreativ-forschend unterwegs durch die Corona-Pause

Konkrete (theaterpädagogische) Gestaltungs- und Spielideen für überall und zu jederzeit

Auf www.phlu.ch findest du jeden Tag eine neue Idee, die du direkt und überall umsetzen kannst. Durch diese forschenden Spielereien kannst du deine eigene Umgebung mit neuen Augen entdecken. Nimm deine Fantasie bei der Hand und starte das Abenteuer!

Wir posten täglich auf auch auf Instagram @zentrumtheaterpädagogik (mit Video).

Giraffenland

Theater visch und fogel

Ein interkulturelles Musiktheater

Besucht von Kathrin Brülhart am 26. Januar 2020 im Schlossgarten Riggisberg BE

Emma, eine Kuh aus dem Luzerner Hinterland, hat die Schnauze voll. Sie hat schon 10’ 950 Liter Milch gegeben und vier Kälbchen geboren. Als sie im Stall in der Radiosendung „Tiere und Horizonte“ von einem Giraffenland hört, ist sie fasziniert: „Bevor ich als Siedfleisch auf dem Teller lande, haue ich ab und suche diese Giraffen!“ Mit einem roten Koffer auf dem Rücken reist Emma (Vreni Achermann) nach Afrika, nach langem Suchen und Schwitzen findet sie endlich das Giraffenland und Griot, die Giraffe (Sadio Cissokho). Zuerst hapert es etwas mit dem Sich-Verstehen: Griot spricht Wolof, die Sprache aus Senegal und Emma Lozärn-Dütsch… Aber schon nach kurzer Zeit entdecken sie Gemeinsamkeiten, zum Beispiel die Vorliebe für Grünfutter:„Wir sind ja beide Wiederkäuer!“ und langsam entwickelt sich eine herzerwärmende Freundschaft, sie erzählen sich von ihren Familien und ihrer Heimat. Griot spielt auf seiner Kora, einem afrikanischen Saiteninstrument und verzaubert damit das Publikum und Emma. Und dank einem Kuhhandel erfahren wir, was Emma in ihrem roten Koffer mitgenommen hat und Griot lehrt Emma ein wunderschönes Lied in Wolof. Gemeinsam wird nun gesungen und gejodelt – eine poetische Geschichte, die für mehr interkulturelles Verständnis, Respekt und Toleranz plädiert.

Lernen im Spiel

Das Zentrum Theaterpädagogik leitete an der Impulsveranstaltung für Praxislehrpersonen der PH Luzern am 18.01. und 21.01.20 drei Workshops zum Thema «Theater im Klassenzimmer».

Theaterspielen ist ein ganzheitlicher Spielprozess, der ausgehend von ästhetischen Erfahrungen zu einem Gemeinschaftserlebnis wird. Mit Vielfalt auf Vielfalt reagieren, das ist die Grundidee, auf welcher theaterästhetische und performative Spielformen im kunstspartenübergreifendem Moduls aufgebaut sind und allen Spielenden jeder Klasse die Möglichkeit bietet, die individuelle Ausdruckskraft sowohl szenisch als auch gestaltend zu erfahren. Der Workshop machte in direkt anwendbarer Weise erfahrbar, dass Theaterspiel auf ergebnisoffenem, zweckbefreitem und wertfreiem Spielen basiert. Davon ausgehend erprobten die spielenden Lehrpersonen, wie mit wenigen Handgriffen theatrale Prozesse in den Unterricht einfliessen können und dass daraus in partizipativer Weise über gestalterische Prozesse (bildnerisches, technisches, musikalisches, bewegtes und szenisches Gestalten) aus der entstehenden Sammlung von Fundstücken ein Gemeinschaftswerk entstehen kann.

Prolog Schultheatertage 2020

Prolog

Am 25. September 2019 verwandelte sich die Bühne des Theaterpavillon Luzern in ein theaterästhetisches Forschungslabor. Auf den Spuren der thematischen Ausgangslage «VERWANDLUNG» begaben wir uns zusammen mit 11 spielbegeisterten Lehrpersonen auf eine ästhetische Expedition. Und mit der Spurensuche eröffneten wir die 32. Luzerner Schultheatertage.

Lehrpersonen aus der ganzen Zentralschweiz, die sich für die Teilnahme an den Luzerner Schultheatertagen interessieren, wurden zu einem ersten Spiel-Arbeitstreffen, dem Prolog, eingeladen. Ziel war es, praktische Spielimpulse, thematische Anregungen und Ideen zu formalen Gestaltungsmöglichkeiten von Bühnenproduktionen durch konkretes Erproben zu erleben. Zudem wurden Hilfestellungen zur zeitlichen Ablaufplanung, allgemeine Informationen zu den Schultheatertagen sowie zur Einbettung und zum Festivalverlauf vermittelt.

 

Ausgehend vom Vermittlungsformat «ÄSTHETISCHE EXPEDITIONEN» wurden die teilnehmenden im Basiscamp empfangen und auf ihre «Expeditionstauglichkeit» geprüft.

 

Ausgehend von der «GEWOHNTEN WELT» wurden die unterschiedlichen Vorstellungen und Bilder zu «Verwandlung» freigespielt. Davon ausgehend folgten wir, geleitet von der Denkformel «X ist X ist nichtX» dem «RUF DES ABENTEUERS» und wagten den verWANDelnden Gang durch die Wand, hinter den Vorhang.

Ein Berg Kleider, Klebeband und Kisten voller Tücher warteten darauf, Raum zu bekommen, installiert, benutzt, verfremdet, bespielt zu werden.

Die daraus entstandenen Installationen wurden schliesslich unter dem Aspekt «SPUREN ORDNEN» im Raum präsentiert und mit einer zentralen Thematik beschriftet.

Mit Hilfe des Elementes «FORSCHUNGSINSTRUMENT», für welches Standbilder genutzt wurden, begaben sich die Spielenden auf die Ebene von «Experimentieren und Erfinden». Dabei stand das experimentelle und spielerische Handeln im Aufeinandertreffen von Installationen, Standbildern und thematischen Fragmenten im Zentrum.

Dem gestaltenden Akt des «VERWANDELN» folgend wurden dramaturgische und performative Elemente miteinbezogen und somit aktiv in die entstandenen Experimente und Fundstücke eingegriffen, diese ausgestaltet und zu szenischen Miniaturen zusammengefügt.

 

Spätestens zu diesem Zeitpunkt stand den spiel- und experimentierfreudigen Lehrpersonen durch dieses Erlebnis einer theaterästhetischen und performativen Auseinandersetzung mit «VERWANDLUNG» nichts mehr im Wege. Im Gegenteil. Die Verwandlung hatte bereits alle ergriffen.

 

Auf die persönlichen Spielerfahrungen folgte nun die individuelle Begehung der Rauminstallation im gesamten Theatersaal, welche zur Inspiration als Recherchearchiv zum Thema «VERWANDLUNG» angelegt wurde. Dabei konnten Kunstbilder, Fachtexte, naturwissenschaftliche Experimente, Bilderbücher, Fotos, … besucht und gefunden werden.

 

In einem zweiten Teil wurden mit sechs Lehrpersonen, die noch nie an den Schultheatertagen teilgenommen hatten, Hilfestellungen zu organisatorischen Abläufen erarbeitet. Informationen rund um Planung, Begleitung und den Festivalverlauf wurden besprochen. Zudem wurden die Möglichkeiten und Aufgaben in Zusammenarbeit mit Theaterpädagoginnen und Theaterpädagogen des Zentrums Theaterpädagogik erörtert und Fragen dazu beantwortet.

Theaterclub PH Luzern

Einblick in die Endproben

Bereits im Herbst 2018 begannen im Rahmen des Spezialisierungsstudiums Theaterpädagogik im Modul 4  die ersten Proben für die diesjährige Theaterclub-Inszenierung „Peer, du lügst!“.

Vergangene Woche probten die 2. Jahres-Studierenden erneut unter der Leitung von Reto Ambauen und nähern sich nun in grossen Schritten den Endproben.

Willkommen zur Premiere!

Premiere Donnerstag 9. Mai 2019 um 20.00Uhr

im Theaterpavillon Luzern

Weitere Aufführungsdaten

Samstag 11. Mai, 20.00 Uhr

Sonntag 12. Mai, 17.00 Uhr

Mittwoch 15. Mai, 20.00 Uhr

Donnerstag 16. Mai, 20.00 Uhr

Bar jeweils eine Stunde vor Aufführungsbeginn geöffnet.