Auf der Suche nach unseren Träumen

Ein Theaterprojekt mit der ganzen Schule!

Projekteinblick beschrieben von Valeria Stocker

 

Das schukulu-special-Angebot „Theaterwoche im Schulhaus“ ermöglicht es Schulklassen und Lehrpersonen aus dem Kanton Luzern, unter der Leitung einer professioneller Theaterpädagogin neue künstlerische Arbeitsweisen zu erleben und die vielen Facetten eines theatralen Gemeinschaftswerkes zu erproben.

Im Rahmen dieses Angebotes entwickelte Valeria Stocker mit den Schülerinnen und Schülern der 1. – 9. Klasse der Rudolf Steiner Schule in Ebikon ein Theaterstück. Ausgehend von ihren Träumen liessen die SuS ihrer Fantasie freien Lauf. In einer ersten Phase wurde viel improvisiert und es entstanden neue wundersame Wesen und Welten. Parallel dazu begaben sich die SuS auf eine künstlerische Recherche und philosophierten u.a. zu den Fragen: Woher kommen unsere Träume? Warum träumen wir? Wer träumt was? Was ist mein liebster Traum? Und wovor habe ich Angst, was sind meine Albträume? Und was wäre wenn unsere Träume Realität würden? 

In einer weiteren Phase schrieb die Oberstufe gemeinsam mit der leitenden Theaterpädagogin aus all den szenischen Ideen der Kinder eine rahmende Geschichte: Die Geschichte der Traumfabrik. 

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Let’s Play: Ein Spiel für Benny

Theater Fabelfabrik

Besucht von Kathrin Brülhart Corbat

Premiere im Theater Tuchlaube Aarau, Samstag 23. März 2019

 

Was macht man, wenn eine Mama nicht mehr spricht? Wäre das Leben ein Computerspiel wüsste Lizza was zu tun ist. Aber jetzt?

Seit Benny’s Tod ist Mama ver-rückt.

Alle haben sich auf Bennys Geburt gefreut und jetzt ist er einfach weg, gestorben, bevor er ankam.

Die ganze Familie trauert, jeder auf seine Weise: Papa arbeitet nur noch, Mama zieht sich in die Stille zurück und Lizza flieht in die Gamewelt.

Als Lizza mit Benny in einen fiktiven Dialog tritt und mit seiner Hilfe das „Schiebepuzzle-Game“ zusammensetzt, findet sie einen Weg aus der Trauer und schafft es, ihre Mama wieder gerade zu rücken. Sie nimmt sozusagen ihr „Spielwissen“ zu Hilfe, um Ordnung in die schwierige Familiensituation zu bringen; taucht in die Game-Welt ab um hier Lösungen für ihre Probleme im Real Life zu finden.

Spannend ist, dass kein Game auf die Bühne projiziert wird, sondern jedes analog dargestellt ist. Die einzelnen Games, werden so zu Mini-Theaterstücken. Die Kinder erkannten die Figuren aus den jeweiligen Computerspielen sofort, die älteren Semester (ich inklusive 😉 natürlich nicht immer. Gepackt hat mich neben diesem „Creative Gameplay“ auch die Musik (komponiert von Simon Ho). Gamemusik vom Feinsten begleitet zum Beispiel einen Bewegungsablauf aus irgend einem Ballergame: „Cool! – das ist fast wie richtig…“ raunt neben mir ein 10 Jähriger.

Die Inszenierung „Let’s Play: Ein Spiel für Benny“ basiert auf dem gleichnamigen Theatertext aus der Feder der Autorin und Gameliebhaberin Bettina Wegenast.

Theaterstück im Schulhaus

Begleitet von Valeria Stocker / Foto Thomas Lüttge

Theaterpädagogik spannt mit der Volksschule und Studierenden zusammen: Anlässlich des Theaterabends am 14. März 2019 kombinierte das Zentrum Theaterpädagogik (ZTP) der Pädagogischen Hochschule Luzern (PH Luzern) in Zusammenarbeit mit der Schule Tribschen und der Fachschaft Deutsch der PH Luzern die kulturelle Bildung für Schülerinnen und Schüler gleich dreifach.

Einmal pro Jahr mit der Klasse ins Theater – das ist seit vielen Jahren ein Ziel, welches das Zentrum Theaterpädagogik als Dienstleistungsabteilung der Pädagogischen Hochschule Luzern verfolgt. So wird kulturelle Bildung in direkter Weise erfahrbar. Das Zentrum Theaterpädagogik unterstützt Schulen und Lehrpersonen, um aus der Vielfalt professioneller Theaterstücke für ihre Zielstufe ein ideales Stück zu
finden. Grosses Gewicht erfährt dabei auch die Vor- und Nachbereitung des Theaterbesuches. Um diesem Anliegen gewinnbringend und zukunftsorientiert zu begegnen, konnte das Zentrum Theaterpädagogik in Zusammenarbeit mit der Schule Tribschen und der Fachschaft Deutsch der Pädagogischen Hochschule Luzern ein neues Projekt entwickeln. Es kombiniert kulturelle Bildung gleich dreifach und ist in seiner Art und Weise einzigartig – ein Gastspielbesuch direkt im Schulhaus.

 

Ein Theaterabend der «besonderen Art»

Für das Projekt lud das ZTP die Theatergruppe Companie Nik aus München für eine Aufführung ihres Theaterstücks «Stones» ein. Die Lehrpersonen haben im Vorfeld, ausgehend von theaterpädagogischen Unterrichtsmaterialien, den Theaterbesuch vorbereitet. Parallel dazu haben sich ca. 70 Studierende der PH Luzern, welche sich ausgehend vom Fach Deutsch mit Theaterliteratur und Theaterbesuchen auseinandersetzen, ebenfalls auf die Praxissituation eingestimmt.

 

Eine Live-Begegnung

Beim gemeinsamen
Theaterbesuch begegnen 60 Schülerinnen und Schüler den angehenden Lehrpersonen und zusammen besuchen sie die Vorstellung – eine Live-Begegnung mit Künstlerinnen und Künstlern, die ihr Stück eigens für diese Zielstufe inszeniert haben. Im Anschluss treffen sich alle Beteiligten in gemischten Gruppen zu einem Austausch. Dabei erleben die Studierenden, wie in einer Schule eine Theaterveranstaltung stattfinden kann und sie kommen mit dem jungen Publikum in direkten Kontakt und Austausch. Und für diese Schülerinnen und Schüler ist das Ziel erreicht: Theater, einmal pro Jahr. ​





Theater erspielen

Die prozessunterstützende Broschüre ist da!

In Zusammenarbeit mit der Beratungsstelle Theaterpädagogik der Pädagogischen Hochschule FHNW ist die neu vorliegende Broschüre „Theater erspielen – In 7 Schritten zur Realisierung“ entstanden. In einfacher und praxisorientierter Weise werden mögliche aufeinanderfolgende Schritte in theaterästhetischen Prozessen beschrieben.

Die einzelnen Schritte umfassen die Themenfelder

1_Vision und Organisation / 2_Spielen  / 3_Erfinden

4_Gestalten / 5_Komponieren / 6_Aufführen / 7_Reflektieren

Die Impulse der 7 Schritte können als direkt anwendbare Wegbegleiter dienen und basieren auf dem Lehr-Lernmittel „THEATERLUFT“

Möchten Sie mehr erfahren? Theater erspielen?

Dann kommen Sie vorbei, wir beraten Sie gerne!

Oder klicken Sie hier die online-Broschüre an!

Peer, du lügst!

Theaterclub der PH Luzern

Mit den Studierenden der Spezialisierung Theaterpädagogik Jg.2017.

Der Theaterclub der Pädagogischen Hochschule nimmt sich in seiner 15. Produktion Henrik Ibsens „Peer Gynt“ zur Brust, schüttelt den Stoff kräftig durch und entschlackt das umfangreiche Werk genussvoll.

 

Zum Inhalt

„…und hätte ich die Liebe nicht, ich wäre…“

Peer Gynt irrt – oder besser – torkelt durch die Welt auf der Suche nach Sinn und Zweck seines Daseins. Peer will alles und lebt alles, kompromisslos. Das Gegenstück zum bürgerlichen Lebensentwurf will er sein, masslos, anmassend, unbescheiden.

Berauschend solle es sein das Leben, voll praller dinoysischer Lebenslust. Peer, der Hedonist, der hin- und hertaumelt zwischen Phantasie und Wirklichkeit, die er durch seine Phantasie erschaffen will. Nur: Welche Reise macht er ganz real, welche ist nur in seinem Kopf, ist Rausch und ausgedacht? Peer findet im Bild der geschälten Zwiebel seinen Kern nicht, scheint ihn zu verpassen.

Aber da ist ja noch die Liebe…

 

Aufführungsdaten

Donnerstag, 9. Mai, 20.00 Uhr Première

Samstag 11. Mai, 20.00 Uhr

Sonntag, 12. Mai, 17.00 Uhr

Mittwoch, 15. Mai, 20.00 Uhr

Donnerstag, 16. Mai, 20.00 Uhr

 

Inszenierungsteam

Inszenierung: Reto Ambauen

Musikalische Leitung: Christov Rolla

Ausstattung: Bernadette Meier

Lichtdesign: Bruno Gisler

Regieassistenz: Elsbet Saurer

Grafik: Karin Willimann

Projektkoordination: Rita Spichtig

Spielende

Amhof Nadine / Brack Jeannine / Dentler Gabriela / Gander Rebeca / Gisler  Cheyenne / Kasper Anjna / Langenegger Julia / Lustenberger Sarina / Mora Anna / Müller Jasmin / Penasa Jsabelle / Purtschert Angelina / Rast Eliane / Schmid Michelle / Schmid Nicola / Schriber Jasmin / Thalmann Christoph / von Wyl Melanie / Weber Kim

Eintrittspreise: CHF 25.00 / 15.00

Reservationen: www.phlu.ch/theaterclub

 

Theater Forum Dehli

Eine besondere Expedition von Daniella Franaszek, Theaterpädagogin des ZTP.

Völlig unerwartet geschieht es: Während meiens Aufenthaltes in Südindien werde ich ans Theater Forum an der National School of Drama in Delhi eingeladen. Das Forum ist Teil des internationalen Theaterfestivals, das bereits zum 20. Mal durchgeführt wird. Gruppen aus ganz Indien, aus Asien und Europa sind angereist. Während drei Wochen findet im Campus der NSD ein dichtes Programm voller Theaterstücke und Performance statt. Thematisch verhandelt das Theater Forum dieses Jahr neue visuelle Sprachen im Theater.

20 Minuten habe ich, um dazu etwas zu präsentieren.

Serdendipität. Nie hätte ich gedacht, dass mich diese Reise für ein Kurzreferat nach Delhi führen wird.

Und schon geht es los. Ich stehe also in Dehli. Und habe 20 Minuten Zeit. Meine Zuhörer*innen und Zuschauer*innen schliessen die Augen, hören, wie ich mit Klebeband spiele. Sie assozieren dazu. Und schon sind wir mitten im Thema: ästhetischer Bildung initiiert durch ästhetische Erfahrungen.

Im Anschluss an diesen kurzen praktischen Einstieg sehen die Teilnehmenden Bilder, die unsere Arbeit im ZTP dokumentieren. Dazu hören sie meine Gedanken und Fragen zu unserer Arbeit am Zentrum Theaterpädagogik. Meine Zuhörer*innen sind ein dankbares und konzentriertes Publikum.

Die 20 Minuten verfliegen im Nu. Und sie hinterlassen bleibende Spuren. Hinterher folgt ein angeregter Austausch und bereichernde Fragen unter dem kühlen Frühlingshimmel von Delhi.

Und – wir werden herzlich eingeladen, wieder zu kommen. Ja, das werden wir. Wiederkommen für mehr! Für Austausch und Zusammenarbeit mit der Abteilung Theaterpädagogik an der NSD in Delhi.

Eine neue Expedition!

TheaterLuft

Ein Lehr-Lernmittel mit Spiel- und Verfahrensweisen zur Umsetzung theaterästhetischer Prozesse. Zusammengestellt von Ursula Ulrich und Regina Wurster. 

Neu als Spiel-Kartei und als Spiel-Fächer erhältlich!

Das Lehr-und Lernmittel ist beim Zentrum Theaterpädagogik der Pädagogischen Hochschule Luzern (PHLU) und bei der Beratungsstelle Theaterpädagogik der Pädagogischen Hochschule der Fachhochschule Nordwestschweiz (PH FHNW) erhältlich.

Online bestellbar unter www.phlu.ch/ztp

Spiel-Box-THEATERLUFT

Spiel-Fächer THEATERLUFT

Unterricht kreativ gestalten!

Ab Anfang November 2018 erweitert das Zentrum Theaterpädagogik seinen „Spielraum“ und breitet im Pädagogischen Medienzentrum (PMZ) der PH Luzern den grünen Ideenteppich aus. Ab dem 7. November erwartet Sie jeden Mittwoch zwischen 14.00h und 16.00h eine Theaterpädagogin im PMZ.

Im spontan entstehenden Austausch mit interessierten Lehrpersonen und Studierenden werden an konkreten Unterrichtsinhalten direkt vor Ort gemeinsam kreative Inputs, theaterpädagogische Spielformen, ästhetische Gestaltungsideen oder Modelle und Medien passend zur jeweiligen Unterrichtsthematik gesucht. Dieses Beratungsangebot kann zufällig oder geplant, einmalig oder wiederkehrend genutzt werden. Eine Voranmeldung ist nicht notwendig.

Sind auch Sie auf der Suche nach kreativen Ideen?

Dann auf zum grünen Teppich!

Zukunftsraum

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Zunkunftstag beim ZTP

Mit so viel inspirierender Dynamik hat der Archivraum des ZTP wahrscheinlich nicht gerechnet. Aber es ist so: Manchmal verändern Zukunftstage nicht nur die Sicht auf die eigene Arbeit. Jedenfalls in unserem Falle. Denn Anna und Yael (beide aus einer 5. Klasse) haben uns mit ihren Ideen und Vorstellungen während des Zukunftstages  richtiggehend überrascht. Die Auswirkungen davon spiegeln sich in der Neugestaltung des eher vergessenen und selten benutzten Archiv-Raumes.

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Unsere zwei „Zunkunfts-Besucherinnen“ haben diesen gestern unter eigener Regie womöglich zum begehrtesten und anregendsten Beratungsraum gemacht; ist aus dem Raum doch eine Bühne geworden, auf der künftig Beratungsgespräche für theaterästhetische Projekte stattfinden werden.

Welches Theater braucht die Schule?

“Welches Theater braucht die Schule?“

Kolloquium im Rahmen des Schultheaterfestivals Hannover „JugendspieltfürJugend“

Donnerstag 18. Juni 2015. Der prunkvolle Mosaiksaal des Neuen Rathaus in Hannover füllt sich allmählich. Vier Expertentische, auf denen noch einsame Schilder das Kommende ankündigen, werden umgehend zu Gastgebern für die kommenden drei Stunden. Es scheint mir eine schöne Übereinstimmung zu sein, dass sich in Bezug auf berufliche Ausgangspunkte und Hintergründe die vielfältig zusammengesetzte Gruppe interessierter Menschen gerade im Mosaiksaal trifft, in welchem sich Sichtweisen, Haltungen, Erkenntnisse und Fragen im Verlaufe der angeregten Diskussionen zu einem Bild, einem Gesamteindruck zusammenfügen. Als Momentaufnahme. Hier. Jetzt. In Bezug auf die Fragestellung. „Welches Theater braucht die Schule?“.

Mit einleitenden Worten umfasste Ole Hrschka die aktuelle Sicht auf die Beziehung zwischen Theater und Schule. Dabei erwähnte er, dass aus Sicht der kulturellen Bildung die Liaison Theater und Schule durchaus als „Traumpaar“ verzeichnet werden könne, was aber nicht bedeute, dass dennoch viel Optimierungspotenzial im Auge behalten werden müsse, um beispielsweise dem grundlegenden Anspruch, dass möglichst alle Kinder während ihrer Schulzeit mit den Künsten in Berührung, in Reibung und Auseinandersetzung gelangen können, Folge zu leisten.

Im Anschluss diskutierten an vier Tischen rund 50 TheaterleherInnen, TheaterpädagogInnen, sowie Dozierende und Studierende verschiedener Hochschulen. Die thematischen Schwerpunkte an den einzelnen Expertentischen wurden durch Kurzinputs von vier Referentinnen eröffnet, indem sie ihre persönlichen Arbeitsfelder, Erkenntnisse aus Forschungsergebnissen, Ausschnitte aus dem Schul-Theateralltag als Grundlage für eine Diskussion vorstellten. Inhaltlich folgten die Referentinnen folgenden Themenschwerpunkten:

– Zur Qualifikation von Theaterlehrer_innen (Prof. Dr. Dorothea Hilliger)

– Die Wirkung des Theaterspielens auf junge Menschen (Prof. Dr. Romi Domkowsky)

– Partizipativer Theaterunterricht (Maren Konn)

– Bildungspolitische Perspektiven (Katja Krach-Grimm)

Dabei erfassten 4 ModeratorInnen an den jeweiligen Tischen zusammenfassend sich herauskristallisierende Fragen. Dabei zeichneten sich Fragen zu umfangreichen Themenbereichen ab, welche hier ausschnittweise einzufangen versucht werden. Es waren dies Fragen…

  • zur Haltung der Spielleitung
  • zur Spannung zwischen Ziel- und Prozessorientierung
  • zu möglichen Methoden und Herangehensweisen (Handwerk und Haltung)
  • zu Wunschvorstellungen und Idealen gelungener Bildungsprozesse in Bezug auf künstlerisch-gestaltende Beteiligung
  • zur wünschenswerten Wirkung auf die Spielenden
  • zum Ausgangspunkt, wann künstlerische Arbeit beginnen kann
  • zu Grenzen eines top-down-Verhältnisses
  • zu Übergängen zwischen theatraler und aussertheatraler Welt
  • zu Zusammenhängen zwischen künstlerischem und demokratischen Handeln
  • zu den Chancen einer Öffnung der Schulen durch künstlerische Arbeitsweisen

Im anschliessenden Podiumsgespräch, welches sich aus

  • Detlef Lehmbruck, Referatsleiter Musik und Theater MWK
  • Sven Stagge, Niedersächsisches Kultusministerium
  • Gunter Mieruch, Vorsitzender des Bundesverbandes Theater in Schulen
  • Ursula Ulrich, Co-Leiterin Zentrum Theaterpädagogik, Luzern
  • Michael Bax, IGS Mühlenberg, Hannover

zusammensetzte, wurde zu den an den Expertentischen entstandenen Fragen die Diskussion eröffnet.

Inhalte dazu wurden rege diskutiert, wobei eine grosse Aufmerksamkeit auf die aktuellen politischen Begebenheiten um Gelder/ Kürzungen im Bundesland Niedersachsen Raum einnahmen.

Dennoch kamen Fragen wie „Kann sich Schule ernsthaft künstlerische Prozesse ergebnisoffen vorstellen?“ oder „Muss verantwortliche theaterpädagogische Arbeit alle aktuellen Diskurse abbilden und verhandeln?“ oder auch „Kann man Theater auf Augenhöhe (Spielleitung-Spielende) realisieren?“ nicht zu kurz.

In Deutschland stellen sich, da Theater als Schulfach DS (darstellendes Spiel) sowie als Theater-AG (Wahlfachkurse) in Bezug auf die LeherInnenbildung als auch auf das Aufeinandertreffen von Haltungen (künstlerischen und pädagogischen, beurteilenden, bewertenden, ergebnisoffenen und forschenden …) teilweise andere Fragen als in der Schweiz, wo Theater in den meisten Schulen zwar einen festen Platz einnimmt, nicht explizit als Schulfach im Lehrplan erscheint.

Möglicherweise, so mein Fazit, würde man die Frage in der Schweiz in Bezug auf die momentane Bildungssituation eher umdrehen und somit danach fragen:

„Welche Schule braucht das Theater?“

Dabei treten vorerst Fragen nach dem gewünschten Profil einer Schule, nach Triebkräften und Lobbys in Bezug auf künstlerische und kulturelle Bildung, nach Wirkungswünschen und deren Erkenntnissen, nach Reflexionschancen, nach Legitimationsargumenten motivierter und überzeugter Lehrpersonen, nach Gefässen, Räumen, Ressourcen für Theater, nach einem Mehrwert durch künstlerische Forschungsfelder in Bezug auf Schulkultur-Entwicklung, nach zusammenhängen zwischen Heterogenität und ästhetisch-künstlerischem Gestalten … in den Vordergrund, um sich in Wechselwirkung wiederum ebenso mit denselben Fragen auseinanderzusetzen, wie sie ober erwähnt wurden: Welches Theater braucht die Schule?