«3,2,1 – Tussi wend mer keis!»

Theater Triplette

Besucht von Kathrin Brülhart Corbat

Schulvorstellung im Stiftstheater Beromünster am 8. April 2019

 

Geschmückt mit einem Elster-Stempel auf dem Handrücken, steigen wir die Treppen hinauf bis ins Dach des Stiftstheaters. „Wir gehen auf den Estrich“, sagt ein Kind –  oben angekommen sind wir mittendrin: im Nest auf dem Estrich. Die „Tschasla“ gehört einer Kinderbande: Lisa, Tina und Jo.

Hier wird „ge-elstert“, eitler Prinz gespielt, Gummischlangen gegessen und laut gefurzt. Während furchtlose Prinzessinnen böse Drachen verfolgen, werden Leidenschaften offenbart und Geheimnisse preisgegeben. Lisa zum Beispiel liebt die Stimme der Königin der Nacht, getraut dies aber niemandem zu sagen und Jo ? Ist er eigentlich ein Junge oder ein Mädchen? Und Tina hat sich die Zehennägel angemalt. „Was ? Du malst Dir die Zehennägel an ! Spinnst Du ! So peinlich !“

Gibt es in der Bande Dinge die erlaubt sind und andere nicht? Dürfen Jungs Zehennägel anmalen? Und wie ist es mit Freundschaft, darf ein Mädchen ein anderes auf den Mund küssen? Darf man klassische Musik lieben oder gehört man dann nicht mehr zur Bande?

Nun wird auch das Publikum befragt:

„Streckt mal alle auf, die finden pink ist eine Mädchenfarbe“

„Wer von Euch tanzt gerne?“

„Wer spielt gerne Fussball?“

«3,2,1 – Tussi wend mer keis!» packt mich und das Publikum, ab der ersten Minute.  Gegen Ende, als Jo seinen Freundinnen erzählt, dass er Theo das Bandenversteck gezeigt hat, wird es mucksmäuschenstill: „Auweiaa“, raunt meine Sitznachbarin,„das esch doch e Bueb…“

Ein geglücktes, humorvolles Theaterstück zur Genderthematik. 

 

 

 

 

Let’s Play: Ein Spiel für Benny

Theater Fabelfabrik

Besucht von Kathrin Brülhart Corbat

Premiere im Theater Tuchlaube Aarau, Samstag 23. März 2019

 

Was macht man, wenn eine Mama nicht mehr spricht? Wäre das Leben ein Computerspiel wüsste Lizza was zu tun ist. Aber jetzt?

Seit Benny’s Tod ist Mama ver-rückt.

Alle haben sich auf Bennys Geburt gefreut und jetzt ist er einfach weg, gestorben, bevor er ankam.

Die ganze Familie trauert, jeder auf seine Weise: Papa arbeitet nur noch, Mama zieht sich in die Stille zurück und Lizza flieht in die Gamewelt.

Als Lizza mit Benny in einen fiktiven Dialog tritt und mit seiner Hilfe das „Schiebepuzzle-Game“ zusammensetzt, findet sie einen Weg aus der Trauer und schafft es, ihre Mama wieder gerade zu rücken. Sie nimmt sozusagen ihr „Spielwissen“ zu Hilfe, um Ordnung in die schwierige Familiensituation zu bringen; taucht in die Game-Welt ab um hier Lösungen für ihre Probleme im Real Life zu finden.

Spannend ist, dass kein Game auf die Bühne projiziert wird, sondern jedes analog dargestellt ist. Die einzelnen Games, werden so zu Mini-Theaterstücken. Die Kinder erkannten die Figuren aus den jeweiligen Computerspielen sofort, die älteren Semester (ich inklusive 😉 natürlich nicht immer. Gepackt hat mich neben diesem „Creative Gameplay“ auch die Musik (komponiert von Simon Ho). Gamemusik vom Feinsten begleitet zum Beispiel einen Bewegungsablauf aus irgend einem Ballergame: „Cool! – das ist fast wie richtig…“ raunt neben mir ein 10 Jähriger.

Die Inszenierung „Let’s Play: Ein Spiel für Benny“ basiert auf dem gleichnamigen Theatertext aus der Feder der Autorin und Gameliebhaberin Bettina Wegenast.

Wie Grossvater schwimmen lernte

Besucht von Kathrin Brülhart Corbat im Neubad Luzern am Donnerstag 14.3.2019.

Ich sitze mit vielen Kindern im Neubad – genauer auf einer mit blauen „Wassermatten“ ausgepolsterten Treppe, mitten im Schwimmbecken. „Wo esch s’Wasser?“ fragt neben mir ein Junge. „Gsehsch es de“, die Antwort seiner Nachbarin. Tolles Bühenbild!

Heute ist der letzte Arbeitstag von Sophia, der Schwimmlehrerin. Oskar der Bademeister hilft ihr dabei, die beiden sind seit 20 Jahren ein eingespieltes Team. Schon bald erfahren wir, dass Sophia früher Profischwimmerin war, sie erzählt vom Leistungssport, von „Essen, Schlafen, Schwimmen, Essen, Schlafen, Schwimmen“, von Hundertstels- und Tausendstelsekunden. Sophia erinnert sich, wie sie als kleines dünnes Mädchen schwimmen lernte. Mit Fingerfarbe, die sie nun an die Bassinwand malt, tauchen wir in ihre Kindheit ein: Sophietta verbringt viel Zeit mit ihrem Grossvater. Sie gehen gemeinsam auf den Markt oder zum Bahnhof oder besuchen einen kranken Freund im Spital – immer „vielleicht zum letzten Mal“.

Warum nicht auch mal etwas das erste Mal machen? Zum Beispiel Schwimmen! Grossvater kann nämlich gar nicht schwimmen. Sophietta nimmt ihn an der Hand und führt ihn ins Wasser. Grossvater lernt schnell und schwimmt eines Tages so weit in den See hinaus, dass die Kleine ihn nicht mehr sehen kann.

Zeitsprung: Bei einem Wettkampf gelingt Sophietta die Rollenwende nicht, sie sinkt ab, sieht tanzende Lichter, ist am Ertrinken; für einen Moment füllt sich auch das Neubad wieder mit Wasser, das Kino im Kopf geht ab. Auf wunderbare Weise erscheint Sophie ihr Grossvater: „Schwimm nach oben Sophie, du schaffst das!“

Sehr einfühlsam wird in diesem Stück der Tod und das Verlieren thematisiert.

„Wie Grossvater schwimmen lernte“ basiert auf dem gleichnamigen Bilderbuch von Viola Rohner, die auch den Theatertext verfasst hat. Das Stück wechselt fliessend zwischen den Zeitebenen: Sophia als Schwimmlehrerin zusammen mit Oskar live mit uns im Neubad an ihrem letzten Arbeitstag, Sophia als Leistungssportlerin und schliesslich Sophietta als sechsjähriges Mädchen, das mit ihrem Grossvater unterwegs ist.

Hoffentlich wird dieses Stück von Sophie Stierle und Viola Rohner, das von Julia Schmidt und Ingo Ospelt gespielt wird, auch ausserhalb der grossartigen „Hallenbad-Ambiance“ gezeigt.

Los Banditos

Theater Max

Besucht von Kathrin Brülhart Corbat.

Familienvorstellung im Brückenpfeiler in Bern am Samstag 2. März 19.

Ein Zimmer mit vier Türen, ein Tisch zwei Stühle ein Bett und eine Loge: Wir befinden uns im Altersheim Friedhofstörli. Hier ist alles furchtbar langweilig, man muss sehr früh ins Bett, bekommt becherweise Pillen und muss in die Musikthearapie….

Und Martha ?  Luc, Franz und Beat ? Warten auch sie bis es Abend wird? Hopp Martha! Man wünscht sich insgeheim, dass die vier auch in dieser Geschichte Helden bleiben und ihr Leben wieder in die Hand nehmen. Viele kleine ZuschauerInnen kennen Martha und ihre Freunde bereits aus dem Stück „Martha und die Seeräuberpiraten“.

Da kommt er, der erlösende Satz von Martha „Chömed, mier gründe e Band!“ „Was für ne Band?“ „E luti.“

Instrumente müssen her, es gibt streng geheime Geldsammelpläne: Die Los Banditos halten das ganze Altersheim auf Trab. „E sones Grosi wett ech au!“, dies ein Zuschauerkommentar neben mir, exakt in dem Moment, als Martha im Sarg sitzend durch die Luft fliegt.

„Los Banditos“ ist ein wildes, witziges Stück, mit viel toller Livemusik (Mark Oberholzer) über Rebellion und Widerstand gegen Fremdbestimmung und Altersmitleid.

 

Nur Tote singen schöner

Vorstadttheater Basel

Besucht von Kathrin Brülhart Corbat. Bild © Xenia Zezzi

Samstag 23.2.19 feierte die neue Hausproduktion Premiere. Ein Mann und eine Frau stellen sich singend vor einen roten Vorhang, der Vorhang fällt und eine wunderbar geschwungene, weisse Treppe und drei Musiker kommen zum Vorschein – das „Krimi-Taschenmusical“ kann beginnen:

Der Mann, er heisst Mikka und seine Frau, sie heisst Riitta, erzählen aus ihrem Leben. Sie wohnen in einem kleinen Kaff in Finnland und haben sich auf den Verkauf und Export von essbaren Pilzen spezialisiert. Sie geniessen das ruhige Leben im Norden (mit gutem Essen!) ohne grosse Ereignisse, bis Mikka zum Arzt muss und ihm eine schreckliche Diagnose gestellt wird: er wurde vergiftet und hat nur noch wenige Tage zu Leben.

Der Todgeweihte fährt sofort nach Hause, um Riitta einzuweihen und mit ihr seine ihm verbleibende kurze Zeit zu planen, doch oh Schreck – er entdeckt sie nackt mit einem Liebhaber auf dem Balkon…

Nun beschliesst Mikka, ohne seine Frau einzuweihen herauszufinden, wer ihn vergiftet hat. Der Liebhaber, dieser schmierige Österreicher ? Oder wollte seine Frau ihn loswerden? Oder …? 
Der Krimi beinhaltet alles, was ein Krimi braucht: Täter, Opfer, skurrile Gestalten, und traurige Helden. Immer wenn die Spannung steigt, die Gefühle und Ängste gross werden, wird gesungen – und wie! – begleitet von einer dreiköpfigen Band (Piano, Drums und Bass). Wir kommen in den Genuss eines durchkomponierten Musicals. Genau darin, dass eine der üppigsten Formen der darstellenden Künste auf ein Minimum an Platz und Darsteller*innen reduziert wird, liegt der grosse Reiz und der Humor dieser gelungenen Premiere !

 

Vo wo bisch?

Theater Kolypan

Ein Besuch an der Schulvorstellung für Primaschüler*innen der 2. und 3. Klasse im Fabriktheater in Wollishofen, Zürich.

Ob beste Freunde für immer oder beste Freunde für den Moment? Das spielt im Wilden Westen eigentlich gar keine Rolle. Hauptsache Freunde! Vielleicht sogar Freunde fürs Leben. Im regen Wechsel anwesender Charaktere, welche äusserst dynamisch, überraschend voller Spielkraft und herrlich musikalisch dem gemeinsamen Alltag auf „Silbersee“ entspringen, sind die Grenzen zwischen Fremdsein und Freundschaft jedoch ständig in Bewegung. Denn seit neustem wird der „Silbersee“ sowohl als Altenheim als auch als Schüler*innenhort genutzt. Und das fordert heraus. Verlockt zu wilden Streichen. Benötigt Respekt! Aber das ist gar nicht so einfach. Sind doch die aufeinandertreffenden Menschen sehr unterschiedlich. Deren Verschiedenheit ruft förmlich nach Vorurteilen und löst Berührungsängste und Konflikte aus.

Wäre da nicht Karl May und der Grossvater von Karla dem Hortmädchen, welche mit ihren Erzählungen ein Stück Weltgeschichte sichtbar und spürbar machen und im wilden Ritt durch die Gemeinschaftsraum-Prärie die Spuren der innigen Bluts-Bruderschaft von Winnetou und Old Shatterhand nutzen, um neue Freundschaften zu knüpfen. Ein echtes Freundschaftsabenteuer mit Schoko-Kuss-Schatz am „Silbersee“!

Knapp e Familie

Theater Sgaramusch

Überglücklich stehen sie in der neuen und ersten gemeinsamen Wohnung. Sie und er. Eine Frau und ein Mann. Und es scheint, dass das Glück noch mehr wird, wenn sie beginnen, die neue Wohnung einzurichten. Im Nu und beschwingt, schon fast von Zauberhand wie es scheint, entsteht vor den Augen der Zuschauenden eine faszinierende Wohnungseinrichtung, die keinen Wunsch offen lässt. Da stehen eine Lampe, ein Tisch und Stühle. Vorhänge werden aufgehängt, am Kleiderständer eine Krawatte. Alles perfekt! Ausser das nichts das ist, was es in Wirklichkeit wirklich ist! Und dennoch oder deshalb – alles ist als perfektes Glück zusammengerückt. Doch «irgendöppis fählt!» «Was?» «Es Chind.» In rasantem Spiel steigern sich die beiden Erwachsenen in die Welt ihrer Vorstellungen. Mit Kind. Ohne Kind. Mit einem kleinen Kind, das man so schön warm im Arm halten kann. Mit einem grösseren Kind, mit dem man sich unterhalten kann. Oder aber – nein – was, wenn dieses Kind französisch spricht? Und sie als Eltern nicht? Nicht verstehen geht ja auch gar nicht! Darum auch die schnelle Entscheidung, das Kind dann doch besser vor eine französische Haustür zu legen. Schliesslich soll er oder sie, also Mädchen oder Junge (?) sowieso einmal Tierarzt werden. Und wenn es mal gross ist sicher nie ausziehen. Denn die Vorstellung vom Ausziehen trifft dann die Frau und den Mann doch schon ziemlich hart. Was, wenn sie plötzlich wieder alleine sind mit sich – also als Paar – ohne Kind?

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Für immer und nie

Theater Kumpane

Besucht von Kathrin Brülhart Corbat.

Das Bett steht in der Wohnung der Mutter. Mira kann nicht schlafen. Sie möchte nicht mehr Miranda heissen. Mira klingt schöner…. Mira freut sich auf das Glacé essen mit Rico. Rico ist ihr Kollege, ab Morgen vielleicht ihr Freund. Miras Eltern leben nicht mehr zusammen. Eine Mira-Gedanken-Stimme erzählt aus dem Off in kurzen prägnanten Sätzen das Geschehen. Die Textfragmente (von Andry Beyeler) mischen sich mit Rhythmen und eindrücklichen Klängen. Die drei Tänzerinnen (Tina Beyeler, Lucia Gugerli, Angie Müller) ziehen das Publikum sofort in den Bann: es entstehen grossartige Bilder – Bewegungen dienen als Reflexionsebene, das soeben Gehörte wird tanzend verdaut oder vorausschauend angedeutet. Gespielt wird mit vielen kleinen Kisten, die immer wieder neue Räume erschliessen. Einmal befinden wir uns zum Beispiel am Küchentisch, an dem die Eltern Mira eröffnen, dass sie sich trennen. Danach ist nichts mehr so, wie vorher. Spannend sind auch die fliegenden Rollenwechsel, der drei Tänzerinnen: mal sind sie die Eltern von Mira, dann die machohaften, pubertierenden Jungs in Miras Klasse; dann schlüpfen sie in die Rolle der Schulfreundinnen. Die Tanz-Theater-Gruppe Kumpane thematisiert mit „Für immer und nie“ auf einfühlsame Art das Thema Trennung und darüber hinaus das Befreiende, das eine Trennung mit sich bringen kann; den Aufbruch, der in der Luft liegt. Für alle ab 9 Jahren.

Billy de Kid

Theater Katerland

Das Saallicht im Nordportal in Baden geht aus, und irgendwo im Westen (oder Western) treffen wir, gemeinsam mit einem Saal voller Jugendlicher auf ihn – Billy de Kid – wie er sich nennt. Verführt durch die Klänge von Livemusik finden wir uns wieder in einem kleinen amerikanischen Ort namens Süsswasser, ein Synonym für Langeweile, Angepasstheit und ewig währender Belanglosigkeit, denn Süsswassser kennt keine Tränen. So jedenfalls sieht Lucy ihr Dorf.

Er, Billy, hat jedoch soeben die Bank überfallen. Und die geschwätzige Lucy ist seine Geisel. Vorerst jedenfalls. Denn – endlich kommt Bewegung ins Dorf und Lucy`s Gedanken kreisen überraschend unmittelbar und frech bereits um den Ausgang der Geschichte: sie will die Heldin sein, wie dies in jedem echten Western eine Frau sei!

Je länger die beiden zusammen „Überfall mit Geisel“ erleben, umso hartnäckiger und direkter werden Lucy`s Fragen in Bezug auf die Beweggründe von Billy, diese Bank zu überfallen und sie als Geisel zu nehmen. Nach und nach erkennt sie auch eine andere Seite an ihm und beschriebt ihn als „Kastanie“. Stachelige Schale…. und darin ein trauriger und verunsicherter Junge, der versucht, den Weggang seines Vaters dadurch zu verstehen, indem er die in seinen Augen Schuldigen für diese verletzende Lebenssituation anzuklagen und zur Rechenschaft zu ziehen versucht.

Das Einschreiten des Sherif bringt zwar nicht das von Billy geforderte Duell. Es bringt vielmehr eine neue Sichtweise – und schliesslich eine Heldin. Genauso, wie sie sich Lucy vorgestellt hat.

 

Die Wörterfabrik

EQUIPE WISS

Das Kleintheater Luzern lädt zur Premiere ein. Begleitet von einer dreiköpfigen Kinderjury treten wir in den zur Fabrik umgestalteten Raum.

„Willkommen in meiner Fabrik“, sagt die Chefin, „hier stelle ich alle Wörter her, die es nur gibt“. Hier muss jedes Wort gekauft und in den Kopf gebracht werden, bevor man es sagen kann. Die Chefin ist ganz reich: Sie hat viele Worte. Sie kann diese auch phantastisch singend erklingen lassen. Die Mitarbeiter Oskar, Paul und Marie haben ganz selten eines. Mal ein aus der Fabrik geklautes, auf den Geburtstag geschenktes oder mühsam erarbeitetes Wort. So schuften die drei an den Wortmaschinen – lustvoll umgesetzt mit Schlagzeug, Kontrabass, Klavier und wundersam entstehenden Ballonen.

Bestellungen gehen ein, z.B. vom Bäcker, der ganz anderes benötigt als der Zoodirektor – vielleicht die heimliche Liebschaft der Chefin – oder der Sportreporter. Apropos Liebe: Wie können Oskar und Paul ohne die passenden Worte ihre Liebe zu Marie kund tun? Und, kann man Worte lieben?

Die Wörterfabrik ist ein sinnlich, philosophisches Theaterstück voller Klänge und Poesie. Es hat neben mir auch die Jurykinder während der knappen Stunde in den Bann gezogen. Auf meine Frage, was für sie die Top-3 des Stückes waren, entstand in Sekundenschnelle eine Top-10- Liste mit Highlights des Stücks. Auf der Reise nach Hause machte sich bereits die Tiefe und Nachhaltigkeit des Stücks hörbar; angeregt diskutierten die drei, welches Wort sie als erstes kaufen würde – und ob es eines gibt, das das aller wichtigste ist …?