Internationales Schulleitungssymposium Zug

Vom 2.- 4. Sept. 2015 fand in Zug das internationale Schulleitungssymposium zu Themen wie Bildungsqualität, Bildungsorganisationsentwicklung und Bildungsmanagement statt. Der Anlass bot Akteuren aus der Praxis sowie aus Wissenschaft und Verwaltung die Möglichkeit, Ideen und Erfahrungen auszutauschen. Vorträge, Symposien, Workshops und Podiumsdiskussionen eröffneten einen breiten Einblick in die Bildungswelt. Das Zentrum Theaterpädagogik konnte im Rahmen eines Workshops das Forschungsprojekt „Werkstatt-Trilogie“ unter dem Label „Mit Vielfalt auf Vielfalt reagieren – Vom gestaltenden Individuum zum theatral-performativen Gemeinschaftswerk“ vorstellen.

Im Zentrum des Workshops stand eine gemeinsam erarbeitete Auslegeordnung zur Begrifflichkeit Theaterpädagogik in der Schule. Allgemeine Vorstellungen, Zuschreibungen und Erwartungen in Bezug auf Theater in der Schule wurden als Diskussionsgrundlagen gesammelt. Im Zentrum dieser kleinen Erhebung durch die Teilnehmenden standen unter anderem Stichworte wie „Rollenspiel, Rollenverteilung, lustvoll Ausprobieren, Publikum, der Status von Theater, Chaos und Neuordnung, Zwänge.“

Basierend auf dieser gemeinsamen Ausgangslage wurde das Forschungsprojekt vorgestellt und der Zusammenhang zur Heterogenität und zur praktischen Umsetzung im Sinne gelebter Schul-Kultur erläutert werden. Dabei wurden Verbindungen zu Ästhetik, Bildung und Lebenswelt gezogen um die Bedeutung für die Schule genauer darzulegen. Daraus wiederum konnten durch praktische Erfahrungssettings konkrete Bezüge zur ästhetischen Bildung, zur Anerkennungspädagogik und zur Spielentwicklung persönlich erlebbar gemacht werden. Abschliessend diskutierten die Teilnehmenden über entstandene Fragen und Eindrücke zum Forschungsprojekt und die dabei gemachten Erfahrungen als Grundlage für wiederum neue Fragen, Möglichkeiten, Zweifel… . Anstelle der oben genannten Assoziationen zu „Theater in der Schule“ wandelten sich die in einer abschliessenden Runde erhobenen Begriffe sichtlich. Theaterspezifische Themen wie „Publikum“ und „Rolle“ machten übergreifenden Fragen zur Legitimation, zum Bildungszeck von Schule, zum Umgang mit Heterogenität als Potenzial Platz. Auch die zentrale Frage nach der Haltung der Spielleitung stand als zentraler Aspekt im Zentrum der Neuerkenntnisse. Aus dem lustvollen Ausprobieren entwickelte sich Partizipation, aus Chaos und Neuordnung erwuchsen Begriffe wie Mut, Risikobereitschaft und die grosse Thematik der Grenzzone als Bildungsverhältnis, die wiederum in direkter Verbindung mit Raum und Zeit diskutiert werden konnte.

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