Theaterpädagogischer Spieltag

Ein Spieltreffen für ehemalige Studierende der Spezialisierung Theaterpädagogik

Es ist Samstagmorgen. 30. März. Türen und Fenster geöffnet. Eine frische Morgenbrise bringt den Frühling in den Bewegungsraum der Sentimatt. Und in diese frühlingshafte Atmosphäre treten auch schon bald 13 ehemalige Studierende der Spezialisierung Theaterpädagogik ein, die dem Ruf des Theaterspiels gefolgt sind und sich wieder einmal mit voller Ausdruckskraft ins szenische Spiel vertiefen und der Fährte möglicher Verwandlungen folgen möchten.

Die „Verwandlung“ lässt auch gar nicht lange auf sich warten. Denn schon mit den ersten Spielformen finden wir uns in neu kreierten Geschichten wieder, die ausgehend vom leitenden Themenfeld „Verwandlung“ entstanden sind. Doch nicht genug – verwobene und in neuen Verbindungen weitergesponnene Spielthemen wurden mit einem Improvisationsmodell erspielt und mündeten schliesslich in drei vorerst unabhängige szenische Miniaturen.

 

Davon ausgehend suchte die Gruppe begleitet von einem kurzen dramaturgischen Input gemeinsam nach einem verbindenden Rahmen. Dass dadurch schliesslich „der sagenumworbene Auf- und Untergang der Tomate“ szenisch aufgearbeitet werden konnte, damit hätten wir wohl alle nicht gerechnet. Nicht unfroh drüber, dass die theatrale Verwandlung es uns glücklicherweise ermöglicht, zurück in der vermeintlichen Realität ohne drastische „Verwandlungsfolgen“ auch weiterhin bedenkenlos Tomatenspaghetti zu geniessen, schlossen wir die erste Spielsequenz ab.

Im zweiten Teil wurden die Spielrinnen und Spieler zu einem Experiment eingeladen, in welchem sie selber spielend einen Einblick in ein Projekt des Zentrum Theaterpädagogik mit Oberstufenschüler*innen bekamen. Dabei begaben sie sich auf den Spuren von bereits entwickelten Figuren, welche von den Schülerinnen und Schülern in den vergangenen Wochen entwickelt wurden, auf szenische Recherche. Die entstandenen szenischen Fundstücke basierten inhaltlich einzig auf der Ausgangslage von Berufsbeschreibung der Figuren. In einem zweiten Schritt wurden die Fundstücke auf gestaltender Ebene in Kombination mit Musik weiter bearbeitet, indem die Auswahl und der Zeitpunkt des Einsatzes von Musik zu szenischen Gestaltungsfragen und der Auseinandersetzung mit Spannungsintensivierung, Atmosphärenkreationen und dramaturgischen Entscheidungen führten.

Diese kleinen szenischen Kompositionen werden kommende Woche als Recherchematerial in der Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern betrachtet und diskutiert. Schon jetzt sehen wir diesem Aufeinandertreffen von Recherchematerial auf die spielende Gruppe des laufenden Theaterprojektes mit Neugier entgegen. Wir werden sehen!

Es ist noch immer Samstagmorgen. Vor der Zeitumstellung. Genau wie vor einem Jahr! Und wie nächstes Jahr!

Schon jetzt freuen wir uns darauf wenn es wieder heisst: Willkommen zum SPTH-Spieltag am 29. März 2020!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*