Peer, du lügst!

Theaterclub der PH Luzern

Mit den Studierenden der Spezialisierung Theaterpädagogik Jg.2017.

Der Theaterclub der Pädagogischen Hochschule nimmt sich in seiner 15. Produktion Henrik Ibsens „Peer Gynt“ zur Brust, schüttelt den Stoff kräftig durch und entschlackt das umfangreiche Werk genussvoll.

 

Zum Inhalt

„…und hätte ich die Liebe nicht, ich wäre…“

Peer Gynt irrt – oder besser – torkelt durch die Welt auf der Suche nach Sinn und Zweck seines Daseins. Peer will alles und lebt alles, kompromisslos. Das Gegenstück zum bürgerlichen Lebensentwurf will er sein, masslos, anmassend, unbescheiden.

Berauschend solle es sein das Leben, voll praller dinoysischer Lebenslust. Peer, der Hedonist, der hin- und hertaumelt zwischen Phantasie und Wirklichkeit, die er durch seine Phantasie erschaffen will. Nur: Welche Reise macht er ganz real, welche ist nur in seinem Kopf, ist Rausch und ausgedacht? Peer findet im Bild der geschälten Zwiebel seinen Kern nicht, scheint ihn zu verpassen.

Aber da ist ja noch die Liebe…

 

Aufführungsdaten

Donnerstag, 9. Mai, 20.00 Uhr Première

Samstag 11. Mai, 20.00 Uhr

Sonntag, 12. Mai, 17.00 Uhr

Mittwoch, 15. Mai, 20.00 Uhr

Donnerstag, 16. Mai, 20.00 Uhr

 

Inszenierungsteam

Inszenierung: Reto Ambauen

Musikalische Leitung: Christov Rolla

Ausstattung: Bernadette Meier

Lichtdesign: Bruno Gisler

Regieassistenz: Elsbet Saurer

Grafik: Karin Willimann

Projektkoordination: Rita Spichtig

Spielende

Amhof Nadine / Brack Jeannine / Dentler Gabriela / Gander Rebeca / Gisler  Cheyenne / Kasper Anjna / Langenegger Julia / Lustenberger Sarina / Mora Anna / Müller Jasmin / Penasa Jsabelle / Purtschert Angelina / Rast Eliane / Schmid Michelle / Schmid Nicola / Schriber Jasmin / Thalmann Christoph / von Wyl Melanie / Weber Kim

Eintrittspreise: CHF 25.00 / 15.00

Reservationen: www.phlu.ch/theaterclub

 

Theater Forum Dehli

Eine besondere Expedition von Daniella Franaszek, Theaterpädagogin des ZTP.

Völlig unerwartet geschieht es: Während meiens Aufenthaltes in Südindien werde ich ans Theater Forum an der National School of Drama in Delhi eingeladen. Das Forum ist Teil des internationalen Theaterfestivals, das bereits zum 20. Mal durchgeführt wird. Gruppen aus ganz Indien, aus Asien und Europa sind angereist. Während drei Wochen findet im Campus der NSD ein dichtes Programm voller Theaterstücke und Performance statt. Thematisch verhandelt das Theater Forum dieses Jahr neue visuelle Sprachen im Theater.

20 Minuten habe ich, um dazu etwas zu präsentieren.

Serdendipität. Nie hätte ich gedacht, dass mich diese Reise für ein Kurzreferat nach Delhi führen wird.

Und schon geht es los. Ich stehe also in Dehli. Und habe 20 Minuten Zeit. Meine Zuhörer*innen und Zuschauer*innen schliessen die Augen, hören, wie ich mit Klebeband spiele. Sie assozieren dazu. Und schon sind wir mitten im Thema: ästhetischer Bildung initiiert durch ästhetische Erfahrungen.

Im Anschluss an diesen kurzen praktischen Einstieg sehen die Teilnehmenden Bilder, die unsere Arbeit im ZTP dokumentieren. Dazu hören sie meine Gedanken und Fragen zu unserer Arbeit am Zentrum Theaterpädagogik. Meine Zuhörer*innen sind ein dankbares und konzentriertes Publikum.

Die 20 Minuten verfliegen im Nu. Und sie hinterlassen bleibende Spuren. Hinterher folgt ein angeregter Austausch und bereichernde Fragen unter dem kühlen Frühlingshimmel von Delhi.

Und – wir werden herzlich eingeladen, wieder zu kommen. Ja, das werden wir. Wiederkommen für mehr! Für Austausch und Zusammenarbeit mit der Abteilung Theaterpädagogik an der NSD in Delhi.

Eine neue Expedition!

Dramaturgisch Gestalten – Verwandlungsprozesse

Fokus 2

Am 19. Februar 2019 nahmen sechs interessierte Lehrpersonen  am Forschungslabor_2 „Wahre Lügen – gestalten und verwandeln“ teil.

Gemeinsam schauten wir hinter die Kulissen von wahren Lügen, fragten uns, ob die Wahrheit eine Lüge ist und untersuchten ob die Wahrheit die Lüge braucht, weil vielleicht die Lüge wahrer ist als die Wahrheit!

Beim Betreten des „Spiel-Raumes“ erwartete die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine „wahre Lügeninstallation“. Die Ausgangslage hierfür war eine im Voraus lancierte Sammlung anonym beantworteter Fragen in Bezug auf Lüge und Wahrheit.

  • Welche ist deine beste Notlüge?
  • Welche Geschichte hast du erlogen, um andere zu beeindrucken?
  • Welche Lüge hast du erfunden, um andere zu schätzen?
  • Welche Lüge bereust du?
  • Was ist für dich wirklich wahr?

 

 


Die zusammengetragenen Antworten wurden den verschlossenen Couverts entnommen und als „Wahres Lügennetz“ in Verbindung zueinander gebracht.

Die Installation begehend lenkten wir beim Lesen der Statements individuell den Fokus auf jene Inhalte, die etwas in uns in besonderer Weise irritierten, beunruhigten, überraschten. Nach einem ersten „Leserundgang“ wurde die Installation, nach wie vor im spielenden Modus, zu einem Ort des Austausches, in dem die Teilnehmenden ausgehend von gelesenen Geschichten ihre Gedanken, Erfindungen, neue Lügen, Behauptungen, Fantasien oder Wahrheiten in spontanen Dialogen mit den anderen Spielenden teilten.

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Theater mit Resonanz

Künstlerische Kunstvermittlung  – direkt!

Nachbereitung eines Theaterbesuches aus den Gastspielreihen des ZTP.

Ende Januar 2019 konnte eine 3./4. Klasse aus dem Schulhaus Maihof Luzern während einer Woche zusammen mit einer Theaterpädagogin des Zentrums Theaterpädagogik künstlerische Kunstvermittlung hautnah erleben. Dabei begingen die Schülerinnen und Schüler über einen künstlerisch-ästhetischen Weg einen kreativen Gestaltungsprozess bis hin zur eigenen kreativen Komposition am Ende der Woche.

Diese künstlerische Weiterbearbeitung wurde angeregt durch den Besuch des Theaterstückes „Nox“, das die Klasse im Rahmen der Gastspielreihe „Theaterperlen“ besucht hatte. Ausgehend vom gemeinsamen Reflektieren des besuchten Theaterstückes wurde über die Kunstform Theater ausgetauscht. Dabei setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit dem Unerwarteten, dem Fremden und der Zeichenhaftigkeit von Theater auseinander.

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Theaterwoche im Schulhaus

Fairplay – erleben – erfahren – erspielen!

Das schukulu-special-Angebot „Theaterwoche im Schulhaus“ ist ein Angebot für alle Schulklassen und Lehrpersonen im Kanton Luzern, die unter der Leitung einer professioneller Theaterpädagogin neue künstlerische Arbeitsweisen unmittelbar erleben und die vielen Facetten eines theatralen Gemeinschaftswerkes erproben möchten.

Für eine Begegnung und Zusammenarbeit dieser Art entschieden sich auch die Lehrpersonen und die Schülerinnen und Schüler einer 3./4. Primarklasse aus Rothenburg und tauchten während den vergangenen zwei Monaten in einen theaterästhetischen Prozess ein. 

Unter der Spielleitung einer Theaterpädagogin des ZTP und in Zusammenarbeit mit der Lehrperson begann das Projekt mit ersten theaterpädagogischen Spieleinheiten. Gleichzeitig wurde über mehrere Wochen durch Kreativaufgaben (in regulären Schulfächern verortet)  eine kunstspartenübergreifende Recherchephase  zum Thema „Fairplay“ eröffnet. Ausgehend von dieser Spurensuche und Sammelphase setzten sich die Spielenden durch Spielformen des Theaters intensiv mit der gewählten Thematik auseinander. Dabei konnten sie durch ergebnisoffene und experimentelle Arbeitsweisen künstlerische Prozesse  – wortwörtlich – am eigenen Leib erfahren. Als Schauspielerinnen und Schauspieler wurden die körpereigenen Ausdrucksmittel im Dienste der thematischen Auseinandersetzung in direkter Verbindung erfahrbar.  Der gesamte theaterästhetische Prozess wurde ausgehend von Spielinteressen und Ideen der Klasse gestaltet.

Dabei entstand das Gemeinschaftswerk „ANIMALS UNHAPPY? HAPPY?!?“, das am 13. Februar 2019 im Schulhaus Konstanzmatte Première feierte und vor andern Klassen und den Eltern mit grosser Spielfreude, viel Schwung und genüsslich integriertem Schluss-Fest-Apéro präsentiert wurde. 

Wenn das nicht Fairplay ist?

 

Ponkunnam

Die kleine Stadt am goldenen Hügel.

Eine Theaterexpedition in Südindien. Von Daniella Franaszek, Theaterpädagogin beim Zentrum Theaterpädagogik.

Es ist Samstagmorgen und vor der öffentlichen Bibliothek reihen sich eine Menge Schuhe.
Die Luft schwirrt von Stimmen – 21 Mütter, 15 Kinder und ein paar Jugendliche warten neugierig auf den Theaterworkshop “ Ist 7 viel? – Fragenfragen” der in ein paar Minuten beginnen wird. 
Ordentlich wird jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer im Buch eingetragen, das vor der Bibliothek liegt.
Wir sind bereit. Der schmale, lange Korridor der Bibliothek ist eingerichtet: Stühle liegen kreuz und quer, aufeinander getürmt oder hängen kopfüber am Fensterrahmen, Schnüre durch den Raum gespannt. Und überall hängen, liegen oder verstecken sich Fragen. 47 Fragen. Alle aus dem Buch “Ist 7 viel?”.
Vor dem Raum ein Brief, der zu einer Expedition, einer Entdeckungsreise einlädt. 

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TheaterLuft

Ein Lehr-Lernmittel mit Spiel- und Verfahrensweisen zur Umsetzung theaterästhetischer Prozesse. Zusammengestellt von Ursula Ulrich und Regina Wurster. 

Neu als Spiel-Kartei und als Spiel-Fächer erhältlich!

Das Lehr-und Lernmittel ist beim Zentrum Theaterpädagogik der Pädagogischen Hochschule Luzern (PHLU) und bei der Beratungsstelle Theaterpädagogik der Pädagogischen Hochschule der Fachhochschule Nordwestschweiz (PH FHNW) erhältlich.

Online bestellbar unter www.phlu.ch/ztp

Spiel-Box-THEATERLUFT

Spiel-Fächer THEATERLUFT

Vo wo bisch?

Theater Kolypan

Ein Besuch an der Schulvorstellung für Primaschüler*innen der 2. und 3. Klasse im Fabriktheater in Wollishofen, Zürich.

Ob beste Freunde für immer oder beste Freunde für den Moment? Das spielt im Wilden Westen eigentlich gar keine Rolle. Hauptsache Freunde! Vielleicht sogar Freunde fürs Leben. Im regen Wechsel anwesender Charaktere, welche äusserst dynamisch, überraschend voller Spielkraft und herrlich musikalisch dem gemeinsamen Alltag auf „Silbersee“ entspringen, sind die Grenzen zwischen Fremdsein und Freundschaft jedoch ständig in Bewegung. Denn seit neustem wird der „Silbersee“ sowohl als Altenheim als auch als Schüler*innenhort genutzt. Und das fordert heraus. Verlockt zu wilden Streichen. Benötigt Respekt! Aber das ist gar nicht so einfach. Sind doch die aufeinandertreffenden Menschen sehr unterschiedlich. Deren Verschiedenheit ruft förmlich nach Vorurteilen und löst Berührungsängste und Konflikte aus.

Wäre da nicht Karl May und der Grossvater von Karla dem Hortmädchen, welche mit ihren Erzählungen ein Stück Weltgeschichte sichtbar und spürbar machen und im wilden Ritt durch die Gemeinschaftsraum-Prärie die Spuren der innigen Bluts-Bruderschaft von Winnetou und Old Shatterhand nutzen, um neue Freundschaften zu knüpfen. Ein echtes Freundschaftsabenteuer mit Schoko-Kuss-Schatz am „Silbersee“!

Knapp e Familie

Theater Sgaramusch

Überglücklich stehen sie in der neuen und ersten gemeinsamen Wohnung. Sie und er. Eine Frau und ein Mann. Und es scheint, dass das Glück noch mehr wird, wenn sie beginnen, die neue Wohnung einzurichten. Im Nu und beschwingt, schon fast von Zauberhand wie es scheint, entsteht vor den Augen der Zuschauenden eine faszinierende Wohnungseinrichtung, die keinen Wunsch offen lässt. Da stehen eine Lampe, ein Tisch und Stühle. Vorhänge werden aufgehängt, am Kleiderständer eine Krawatte. Alles perfekt! Ausser das nichts das ist, was es in Wirklichkeit wirklich ist! Und dennoch oder deshalb – alles ist als perfektes Glück zusammengerückt. Doch «irgendöppis fählt!» «Was?» «Es Chind.» In rasantem Spiel steigern sich die beiden Erwachsenen in die Welt ihrer Vorstellungen. Mit Kind. Ohne Kind. Mit einem kleinen Kind, das man so schön warm im Arm halten kann. Mit einem grösseren Kind, mit dem man sich unterhalten kann. Oder aber – nein – was, wenn dieses Kind französisch spricht? Und sie als Eltern nicht? Nicht verstehen geht ja auch gar nicht! Darum auch die schnelle Entscheidung, das Kind dann doch besser vor eine französische Haustür zu legen. Schliesslich soll er oder sie, also Mädchen oder Junge (?) sowieso einmal Tierarzt werden. Und wenn es mal gross ist sicher nie ausziehen. Denn die Vorstellung vom Ausziehen trifft dann die Frau und den Mann doch schon ziemlich hart. Was, wenn sie plötzlich wieder alleine sind mit sich – also als Paar – ohne Kind?

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Kunstspartenübergreifende Arbeitsweisen

Fokus 1

Am 15. Januar 2019 trafen sich sieben interessierte Lehrpersonen im Forschungslabor „Wahre Lügen“!

Ausgehend von einer einleitenden Recherche zur thematischen Ausgangslage direkt vor Ort entstand eine Sammlung von Begriffen, die Zugänge ermöglichten, hinter die Kulissen von wahren Lügen zu schauen und sich zu fragen, ob die Wahrheit eine Lüge ist oder ob die Wahrheit die Lüge braucht, weil vielleicht die Lüge wahrer ist als die Wahrheit?! Ausgehend von einem ausgewählten Begriff wurde eine individuelle Phase des Kreierens mit unterschiedlichem transparentem Plastik eröffnet. Die Teilnehmerinnen gestalteten – inspiriert durch den gewählten Begriff und die leitende Frage «Was machen das Material und der gewählte Begriff mit mit?» – Raum-Installationen, Objekte, Kostüme.

In einem weiteren Schritt konnten davon ausgehend musikalische Miniaturen (gestaltet mit Stimme, Instrumenten, Klängen, Geräuschen) entwickelt und aufgenommen werden. Darauf aufbauend wurde aus den jeweiligen Elementen eine Museums-Situation initiiert, in welcher die Installationen, die Begriffe und die musikalischen Miniaturen als kleine Komposition in sich geschlossen präsentiert und gegenseitig besucht werden konnten.

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